Tag: Zeit

Aktualisiert – Online: „Die Forderung nach Verleihung der Staatsbürgerschaft für die jüdische Bevölkerung Rumäniens im Friedensvertrag von Bukarest 1918”

Interessierten LeserInnen möchte ich hiermit meine Magisterarbeit „Die Forderung nach Verleihung der Staatsbürgerschaft für die jüdische Bevölkerung Rumäniens im Friedensvertrag von Bukarest 1918” zur Verfügung stellen. Sie kann – mit der selbstverständlichen Bitte um korrekte Zitierweise 🙂 – unter diesem Link als PDF-Datei (Juli 2012, mit leicht korr. Fassung vom April 2013, veröffentlicht unter der Lizenz CC BY-NC-ND 3.0) heruntergeladen werden.

Griechenland? Rumänien! – Linkliste zur „Krise“ à la Roumanie

Es scheint sinnvoll, Beiträge zur aktuellen „Krise“ in Rumänien in einem gesonderten Beitrag zu sammeln. Einige Beiträge wurden daher aus dem Eintrag „Quo vadis, Romania? – Krise, Wirtschaft und Gesellschaft im Blick der Presse“ hierher übertragen.

13.2.3013
Badische-Zeitung.de: Die unbeachtete Krise

17.1.2013
Ostpol.de: Im Schatten der Eurokrise

Buia/ Bell/ Bolya: Jüdischer Friedhof/ Cimitirul Evreiesc/ Jewish Cemetery

Stefan Vaida aus Alzen hatte mir schon vor längerer Zeit von dem jüdischen Friedhof in Bell/ Kaltbachtal berichtet. Heute endlich hab ich es einmal geschafft...

Bucharest revisited (III)

Im Frühjahr schrieb ich nach meinem ersten Aufenthalt in den Diplomatischen Archiven:

„Das Diplomatische Archiv gehört zum Aussenministerium und befindet sich im Palatul Victoria/ Victoriapalast. Dort hoffe ich Material zu den Friedensverhandlungen mit Deutschland 1918 zu finden. Mein Antrag auf Nutzung wird nach weniger als 24 Stunden beantwortet. Da ich kein rumänischer Staatsbürger bin, muss ich mich direkt an die Öffentlichkeitsabteilung des Ministeriums wenden – Rumänen stellen den Antrag ans Archiv selbst. Die gesetzlich vorgesehene Bearbeitungszeit, so wird mir mitgeteilt, beläuft sich auf bis zu 30 Tage. Daran ist nichts zu ändern. Ich komme in einem Monat wieder.

Die online erfassten Bestände scheinen besser strukturiert zu sein als im Nationalarchiv. Aber dies ist nur ein erster Eindruck.“

Die weiteren Eindrücke bin ich an dieser Stelle noch schuldig geblieben. Das soll jetzt nachgeholt werden.

Zwei Augenblicke in SüdostEuropa (II): Zum Wochenend in Czernowitz

Endlich in Stadt voller Bücher und Menschen

Der Germanist Joachim Müller in Jena bot im Herbst 1960 eine Vorlesung für Hörer aller Fakultäten an mit dem Thema „Ausgewählte Lyrik des 20. Jahrhunderts“. Ich kannte ihn nicht. Erst 1963 wurde seine verständnisvolle Interpretation expressionistischer Dichtung öffentlich in der Presse angegriffen. 2006 wurde bekannt, daß er sich auf Anfrage brieflich zu seinen Verstrickungen in der NS-Zeit bekannte. So schlau waren die Studierenden damals nicht, als sie sich am späten Nachmittag des 14.10. 1960 zur ersten Vorlesung in einem kleinen Hörsaal des Hauptgebäudes der Universität Jena trafen. Aus dem überschaubaren Kreis erinnere ich mich u.a. an die Theologen Waldemar Schewe aus dem Eichsfeld und Karl-Heinrich Bieritz aus dem damals kirchlich noch immer hessischen Schmalkalden. Von den Mathematikern war zumindest Gerhard Maess präsent,nach 1989 erster frei gewählter Rektor der Rostocker Universität, ein Mann der Orientierung in Zeiten schöner Ideale und peinsamer Irrtümer. Joachim Müller begann mit einer Einfühlung in die lyrische Sprache. Dann lasen wir auf hektographierten Blättern die TODESFUGE von Paul Celan, und wir hörten von Czernowitz, wo nach den Worten seines berühmtesten Dichters Menschen und Bücher lebten, wir hörten von Deportationen und KZs in der Bukowina. Die Frage wurde gestellt, ob Celan mit seinem Gedicht die These widerlege, nach Auschwitz sei keine Dichtung mehr möglich. Kurzum: Seitdem hat mich das Gedicht, seine Geschichte, die seines Verfassers und vön dessen Stadt nicht losgelassen. Ich wußte, niemals würde ich nach Czernowitz kommen, soviel ich auch darüber läse.

Zwei Augenblicke in SüdostEuropa (I): Gott in Abtsdorf/ Apoș (RO/ Sb). Fast eine Erscheinung in Transilvanien

Was sonst noch am 25.8.2012 geschah

Als in meiner Vaterstadt Rostock am 25.8. 2012 demonstriert wird, um an den Pogrom vor 20 Jahren zu erinnern, stehe ich 2000 km davon entfernt auf einer Dorfstraße und sehe: Der Turm steht separat vor der Hallenkirche aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Als ich ihn das zweite Mal durchschreite, sitzen im Turmraum drei Kinder und unterhalten sich miteinander. Die Jungen sind Rumänen, das Mädchen besucht eine deutsche Schule in Griechenland. Unsere eigenen Enkel bewegen sich mit Rumänisch und Deutsch, notfalls auch etwas Ungarisch, wie Fische im Wasser durch das siebenbürgische Abtsdorf/ Apoș bei Agnetheln/ Agnita. Globalisierung auf Rumänisch im fernen und dazu auch noch ländlichen Winkel.

Bucharest revisited (II)

Kurz bevor es das dritte Mal nach Bukarest in die Archive geht, noch einige Worte zum Recherche-Trip vor fast einem Monat. Wie zu erwarten war, hatte ich die Genehmigung fürs Diplomatische Archiv noch nicht erhalten. Sie kam fast punktgenau nach den gesetzlichen 30 Pflicht-Tagen – aber immerhin kam sie; davon nächstes Mal mehr.
Ende März hatte ich hingegen die Möglichkeit, das Archiv des Zentrums zum Studium der Geschichte der Juden Rumäniens (Centrul pentru Studiul Istoriei Evreilor din România, CSIER) zu besuchen.

Email – Subject: Konferenz der BW-Landesvertretung in Brüssel „Advancing with the Restoration Agenda“, Sponsoring durch die Rosia Montana Gold Corporation

Sent: Friday, March 23, 2012 10:49 PM
To: nicola.schelling@bruessel.bwl.de

Sehr geehrte Frau Schelling,

mit Entsetzen habe ich erfahren, dass die von der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU mitorganisierte Tagung „Advancing with the Restoration Agenda“ am 27. März 2012 von der Rosia Montana Gold Corporation (RMGC) gesponsort werden soll.

Nachtrag zur Holocaustleugnung durch (vorläufig-ex-)PSD-Sprecher Șova

Wenigstens gibt es öffentliche Reaktionen – nach dem Statement des Elie-Wiesel-Instituts (INSHR-EW)  haben das MCA (rumänisches Zentrum zur Antisemitismus-Bekämpfung ) und die Roma-Organisation Romani Criss gegen Șova Anzeige erstattet. Die Leugnung der Shoah ist schließlich auch hier Straftatbestand. Parteichef Ponta spricht jedoch nur von einer „vorläufigen“ Amtsenthebung, „bis er [Șova – jfc] nicht umgehend das

Daias bleicher Sohn

Georg Hoprich 29.12.1938 – 9.4.1969

(PDF-Fassung hier zum Download)

Wer von der Straße Sibiu/Hermannstadt – Agnita/Agnetheln zum Dorf  Daia /Thalheim/Dolmany abbiegt, kann auf einer Gedenktafel an der Vorderfront des ersten Hauses im Ort lesen: Mit Gottes Hilfe hat David Petru dieses Haus im Jahre 1959 gebaut. Ein anderer Sohn des Dorfes hatte um diese Zeit begonnen, Fundamente seines Gebäudes aus deutscher Sprache zu errichten[1], daran erinnert hier nichts, und das Haus seiner Eltern Georg sen. und Sofia Hoprich ziert keine Tafel, ist unter der angegebenen Nummer 103[2] vielmehr überhaupt nicht zu finden. Vor Jahrzehnten wurde die Zählung verändert.

Archiv 2011: Quo vadis, Romania? Wirtschaft und Gesellschaft im Blick der Presse

Archive: 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020

 

 

27.12.2011
ADZ.ro: Krötenschlucken

Server-Umzug

Liebe UserInnen, unsere Website mit Daten samt den Domains cotaru.com, kulturland.net und rumaenienservice.eu ziehen gerade von Deutschland zu einem Provider in Rumänien. Wir bitten für zwischenzeitliche Ausfälle vielmals um Entschuldigung!!

Symposium: Populismus und Euroskeptizismus in Südosteuropa seit 1989. Jena, 17./18. Juni 2011

Das Versprechen eines radikalen Neubeginns und eines Bruchs mit den alten Seilschaften aus kommu­nistischer Zeit stellt in zahlreichen Ländern Südosteuropas ein prägendes Element des politischen Sys­tems und der politischen Kultur seit dem Beginn der Transformationsprozesse dar. Um diesen Verspre­chungen Glaubwürdigkeit und Nachdruck zu verleihen, bedienen sich neue politische Bewegungen, aber auch etablierte Parteien, populistischer und mitunter nationalistisch konnotierter Handlungs- und Ausdrucksformen. Das proklamierte Ziel ist es, die breite Masse der Bevölkerung zu mobilisieren und in den politischen Willensbildungsprozess einzubeziehen.

Eng verknüpft mit dem Phänomen des Populismus ist der Euroskeptizismus, der den EU-Beitritt der Länder Südosteuropas als elitäres Projekt ablehnt und hierin einen Ausverkauf der nationalen Interes­sen zu Lasten der zbreiten Masse der Bevölkerung sieht.
Zwischen dem Euro-Skeptizismus und dem stetig voranschreitenden Prozess der EU-Integration Südosteuropas entstehen komplexe Wechselwir­kungen. Ziel des zweitägigen Symposiums ist es, diese Phänomene in ihren Ursachen, Wirkungsmus­tern und Konsequenzen differenziert zu analysieren.

Übernommener Artikel: „Die EU-Ratspräsidentschaft „kann“ es nicht. Spendenaufruf zur Finanzierung der Berichterstattung zur Lage der Roma & Sinti in Ungarn“

von Mike Behrens, Freitag, 13. Mai 2011 um 18:08

Ein Haus unter Gewaltandrohung für einen Forint verkauft – wie bitte?

Da da ungarische Regierung nicht willens ist eine ausreichende, objektive und unabhängige Berichterstattung zur Lage der Sinti und Roma in Ungarn zu fördern oder anders zu gewährleisten; und auch keine Regierungsprogramme zur Förderung der Kultur in diesem Bereich bereitstellen möchte; sehen wir uns derzeit gezwungen eine öffentliche Spendenaktion, zumindest zur Berichterstattungsfinanzierung zu beginnen.

Wir sehen im Moment als einen fleissigen und unermüdlichen, den Filmdokumentator Herrn Ádám Csillag, welcher diese Arbeit seit langem ohne jegliche Förderung betreibt – also privat finanziert.

cotaru.com

Im vergangenen Jahr trennten wir uns von der KulturLand SRL. Langsam also wirklich Zeit, sich auch in der Webpräsenz von ihr zu trennen. Vor einigen Wochen bekamm die Website das aktuell gültige Übergangs-Layout aus dem WordPress-Bestand – im Sommer noch wird das Marpoder Büro MIMAtelier/ Manfred Mehrer î.i. ihr ein frisches Kleid verpassen. Heute aber:

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