Tag: Zeit
Rumänien po polsku
Drei Wochen sind wir mittlerweile hier und kommen immer noch an. Der Frühling hat sich so langsam durchgerungen, die Dorfhirten sind vergangene Woche neu gewählt worden; das Vieh zieht wie gewohnt des Morgens aus dem Dorf, tagsüber in Sichtkontakt um selbiges herum, bevor gegen sieben Uhr abends ein blökende, grunzende und muhende rush-hour einsetzt.
Interkulturelle Projekte in „national befreiten Zonen“ – ein Lokalaugenschein in Mecklenburg-Vorpommern
Im Februar 2001 publizierte die Hamburger Zeitschrift „Die Woche“ eine Landkarte mit den sogenannten „National befreiten Zonen“. Die Gebiete bezeichnen aus Sicht der Betroffenen rechtsextremer und rassistischer Gewalt, Angst- und Bedrohungsräume, die sich zumeist im östlichen Teil Deutschlands befinden. Diskriminierende und ausgrenzende Tendenzen bis hin zu körperlicher Gewalt sind dort vorzufinden.
Interview mit György Konrád
Als der Schriftsteller, Soziologe und Psychologe György Konrád am 24. Mai den diesjährigen Karlspreis erhielt, verzichtete er in seiner Dankesrede nicht darauf, daran zu erinnern, daß dieser Preis zuvor zwei wichtigen Repräsentanten für die NATO-Bombardierungen Jugoslawiens 1999 zugesprochen worden war. Konrád hatte diesen Krieg auf das Schärfste kritisiert.
Hin und Her
Mitte Februar fuhr ich von Kärnten durch Slowenien, Kroatien und die Vojvodina im Zug nach Belgrad – mit Bozas Einladung, dem Visa und allerlei dingend empfohlenen wie überflüssigen Halbdokumenten im Gepäck. Mein zweites Visum überhaupt; im November 1989 einmal Stunden schlangestehen, um mir von spätpreussischen Beamten ein „Visum zur Ausreise in die BRD“ in den Personalausweis stempeln zu lassen. Februar 2001: Visum, die zweite.