Month: Februar 2014

Forum gegen Grossprojekte: 2014 in Roșia Montană

Vom 8. bis 11. Mai findet das 4. Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte statt. Diesmal im rumänischen Roșia Montană.

Nichts kann die Kampagne zur Rettung des westkarpatischen Bergdorfes Roșia Montană neben dem Widerstand der rumänischen Bürger_innen mehr brauchen als internationale Aufmerksamkeit. Die ist schwer zu erreichen, wenn es um die Ausbeutung von Bodenschätzen in einem strukturschwachen Land geht. Diese Feststellung gilt für ganz Osteuropa, auf dem in diesem Jahr auch der Fokus des Forums liegen soll. Nicht nur hat sich die freiheitliche Variante nach den Jahrzehnten kommunistischer Diktaturen für viele Bewohner_innen mittlerweile in einen „demokratischen Albtraum“ verwandelt, wie es im Aufruf heisst. Mehr noch, die gesamte östliche Grenzregion der Festung Europa steht mittlerweile unter Dampf. Nichts ist mehr gut von Kiew bis Damaskus und Europa scheint nicht aktiv an Entspannung, geschweige denn: Verbesserung dieser Lage interessiert.

Pressemitteilung von Alburnus Maior: Staatliche Bergbaufirma Rumäniens Minvest Deva von Zyanid- und Goldabbau-Gegnern besetzt

faracianuraHeute, am 3. Februar 2014, haben wir – Bürger von Rumänien und Deutschland – die Hauptgeschäftsstellte von Minvest Deva besetzt, um auf die illegalen und unrechtmäßigen Begünstigungen der Bergbauunternehmen durch den rumänischen Staat aufmerksam zu machen.

Wir verurteilen die zyanidbasierten Bergbauprojekte von Certej, Deva-Muncel, Băiţa, Crăciunești, Brad, Rovina and Roșia Montană. Diese Projekte haben zerstörerische Auswirkungen auf Natur und Mensch und können zudem nur durch Verstöße gegen die geltenden Genehmigungsverfahren starten. Allein in der Certej-Mine würden innerhalb der 16 Jahre Betriebsphase 26,448 Tonnen Natriumzyanid und 15.280 Tonnen Kupfersulfat verwendet werden. Die Verwendung von Zyanid bringt keinen Wohlstand in eine Gemeinschaft, sondern nur Tod und die Verhinderung anderer wirtschaftlicher Aktivitäten. Wir verurteilen das Handeln des derzeitigen Direktors der Deva Gold, Nicolae Stanca, denen der Geruch von Korruption, Interessenkonflikten und Amtsmissbrauch anhaftet. Er hat im Namen des rumänischen Staates, die Partnerschaftsabkommen zwischen Minvest Deva und Gabriel Resources im Jahr 1997 unterzeichnet und arbeitete danach für den umstrittenen Geschäftsmann Frank Timiș.