Tag: Rumaenien
Filmtip: Pur si simplu [sprich: pur schi simplu]
Pur si simplu – im Rumänischen: „Einfach so“, „Nichts weiter als“ oder „So ist es eben“.
Ihre Kindheit haben Ionica, Rupi, George und Dan gemeinsam mit anderen Jungs in einem rumänischen Heim verbracht. Inzwischen sind sie Anfang Zwanzig und gehen getrennte Wege. Ihr Alltag in Rumaenien zwischen Plattenbauten, staubiger Groszstadt und mies bezahlten Jobs ist nicht einfach. Sich durchbeissen, weil einem eh nichts anderes übrigbleibt, oder nach Möglichkeiten suchen, dem Alltagstrott zu entrinnen – so unterschiedlich die vier sind, versucht jeder auf seine Weise mit Witz und einer guten Portion Optimismus im Leben klar zu kommen.
Europa in Siebenbürgen – Konversation und Verhör der Kulturen: Eginald Schlattner (*13.9.1933), Dichter in Europa
„Was ist ein ‚Kotzen’?“, frage ich die sonntägliche Kaffeerunde vor der Sommerküche auf dem Hof von Sophia Schneider, der 75-jährigen Bäuerin, Witwe die Hälfte ihres Lebens. Das Wort findet sich mehrfach in Eginald Schlattners Roman „Rote Handschuhe“ von 2001 (dtv 2003), und gerade hatte in der „Hermannstädter Zeitung“ gestanden, dass auf einem bekannten Jahrmarkt die Kotzenhändler ihre Stände aufbauen würden. Ohne Rücksicht auf das siebenbürgische Deutsch das fremde Wort ausgesprochen, konnte es mir von keinem Einheimischen erklärt werden. „Aber Eginald Schlattner gebraucht dieses Wort oft.“ Auf diesen Hinweis reagiert Thomas Drotleff, Bruder von Tante Sophia, Bauer und Kurator der Kirchenburg in Holzmengen/Hosman/Holcmány, knochentrocken: „Ja, wenn Sie’s vom Schlattner gehört haben, mag das sein. Der gebraucht viele Wörter.“ Ein Marburger Musikstudent, der mit seiner Freundin zur Kaffeerunde ebenso wie im Sommer angereiste Geschwister und Kinder aus Deutschland gehört, hat schon einmal früher nach dem Wort im Lexikon gesucht: Es ist eine Pferdedecke. Das also ist die Schlafstatt im Gefängnis für den Protagonisten aus Schlattners Roman!
Shooting at the Gates – Phototour zu den Kirchenburgen
Eine Gruppe junger Leute -StädterInnen allesamt – hat sich auf den Weg gemacht, die Kirchenburgen zu erkunden, sie und das Drumherum in Bildern festzuhalten. Neben vielen guten Eindrücken wohl auch der, daß die meisten Burgen leider tot sind, weil sie eben ihren sakral-spirituellen Charakter nur noch im Schweigen äußern. Dennoch eine wunderbare der Idee der Echipe von dordeduca.ro.
Der Beauftragte für Roma-Fragen des Kreises Alba Iulia schildert seine Lage
Ein Beitrag von Stephan Drube (via rumaenienrundbrief@web.de) – „Wenn es so wie bisher weitergeht, daß ich alle Fahrten ohne irgendeine Kostenerstattung und meine Projekte ohne Zuschüsse am Leben erhalten muß, dann lege ich mein Amt nieder. Fünf Enkel und zwei meiner Töchter leben noch bei mir in der Wohnung. Meine Frau verkauft Kräuter auf dem Markt, damit ich meine Arbeit finanzieren kann. Ist so ein Leben mit einer einzigen Rente von 2 Mio Lei ( 50 ¤) überhaupt möglich?“
Border 04-Projekt, unterwegs in Osteuropa …
Ein Beitrag von Hagen, Hanau: Border 04 ist ein vielgestaltiges Kontakt- und Untersuchungsprojekt, das von Juli bis September 04 vom Balkan bis ins Baltikum entlang der neuen EU-Außengrenzen unterwegs sein wird. In Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, Medien- und Kulturzentren, sollen die alten und neuen Grenzen des amtlichen Europa erkundet, umrundet und durchlöchert werden. Befindet sich jenseits der politischen Grenzen ein virtuelles Europa? Ein offenes Europa, dem es nicht länger um Ein- oder Ausschluss geht, sondern vielmehr um Kommunikations- und Bewegungsfreiheit?
Reden wir rumänisch
Sport ist national, das konnten wir heute abend mal wieder spüren. Und dann spielen die neamti auch noch… ja, wie eigentlich??? Am Tisch hiess es mal wieder seit langem: „Wir sind hier in Rumänien, also redet gefälligst rumänisch!“ Die übliche Antwort hatte neutralisierenden Charakter angesichts dieses Spiels: „Suntem în Ardeal. Wir sind in Siebenbürgen.“ Rumänien
Info-Package: Rosia Montana – Der Wert des Goldes
Zur Kampagne “Rettet Rosia Montana”
Das Peace, Action, Training und Research Institut Rumaeniens (PATRIR) hat die “Save Rosia Montana!” – Kampagne ins Leben gerufen, um zwei Ziele miteinander vereinbar zu machen: den Erhalt der natuerlichen Umwelt in Rosia Montana und die Idee nachhaltigen Wachstums fuer die Region zu bewerben. Die Kampagne basiert auf der Zusammenarbeit von vielen unterschiedlichen „Aktoren“ (Individuen, Organisationen und Institutionen) auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, deren Interesse eine breite Mobilisierung der Oeffentlichkeit ist, so das sie konsruktiv, gewaltfrei und demokratisch wirken kann mit Aktionen im Hinblick auf das gemeinsame Ziel.
Ueberblick zur Situation in Rosia Montana
Das Projekt hat nationale und internationale Kontroversen ausgeloest und die lokale Bevoelkerung veranlasst eine Widerstandsbewegung zu gruenden um sich gegen das Vorhaben zu wehren, zu dem unter anderem auch folgende Aspekte zaehlen:
1. Oekologische Probleme
2. Soziale Probleme
3. Archaeologische Probleme
4. Oekonomische Probleme
5. Juristische Probleme
Freie Medien in Rumänien: D-Media, Radio FF, IMC-RO
Auch 15 Jahre nach dem Sturz Ceausescus ist unabhängige Berichterstattung in Rumäniens Medien kaum zu finden. Journalistische Arbeit ist auch heute noch ständig von Selbstzensur begleitet.
Rumänien nach dem Referendum
Mitte Oktober 2003 gab es in Rumänien ein Referendum zur Änderung des Grundgesetzes. Dadurch soll der EU- Beitritt juristisch ermöglicht werden.
Überraschender Erfolg im Widerstand gegen die Mine
Die Orthodoxe Kirche Rumaeniens bezieht Position fuer Rosia Montana: Entscheidung im Rahmen des Treffens „Sfintul Sinod“ am 11. November 2003 heute bekannt gegeben…
ROSIA MONTANA: Kanada hat Position bezogen
Bukarest/Rumänien, 11. November 2003. Grob geschaetzt 60 Menschen nahmen gestern morgen an einer bunten Aktion vor der kanadischen Botschaft in Bukarest teil. Anliegen war es , den neuen Botschafter Kanada’s in Rumaenien willkommen zu heissen und auf einige der furchtbaren Risiken hinzuweisen…
MAHNWACHE MIT DER ORTHODOXEN KIRCHE, POLIZEI…
BUKAREST. Von Freitag zu Sonnabend, am 07. und 08. November 2003, fand sich eine Gruppe von Menschen vor der orthodoxen Hauptkathedrale zusammen, um fuer Rosia Montana zu beten. Ein Brief, der dieses Vorhaben ankuendigte, war zuvor an den Patriarchen der Kirche gesandt worden…
Rumänien: Gold oder Leben (Radioversion)
Der Vollständigkeit halber der Verweis zum entsprechenden Beitrag in der Radiosendung „Europa von unten“ zu den Aktivitäten gegen die geplante größte Goldmine Europas im rumänischen Rosia Montana.
Rosia Montana kommt nach Deutschland
Alle Termine sind jetzt klar: Zwei VetreterInnen des Peace, Action, Training & Research Institutes Rumäniens (PATRIR) kommen Anfang Dezember nach Deutschland, um auf die Situation in Rosia Montana und den Widerstand gegen die geplante Goldmine aufmerksam zu machen.
Anfang Dezember soll für den Widerstand der BewohnerInnen von Rosia Montana mit einer kleinen Tournee in Deutschland geworben werden. Weitere Informationen gibt es über daskleinesymposium@web.de Bis jetzt stehen folgende Orte fest:
- Dresden, 3.12.: 19.00 Uhr, „Projekttheater“, Luisenstr. 42
- Halle, 4.12.: 19.30 Uhr, „VL“, Ludwigstr. 37
- Nürnberg, 5.12.: 20.00 Uhr, „Villa Leon“, Philipp-Korper-Weg 1
- Marburg, 6.12.: 20.30 Uhr, Cafe am Gruen, Am Gruen 28
- Potsdam, 8.12.: 19.00 Uhr, „Chamaeleon e.V.“, Hermann-Elflein-Str. 32
- Cottbus, 10.12.: 19.30 Uhr, Ort wird noch bekannt gegeben.
UPDATE: Links zu Rosia Montana
Die Links zum Thema Goldmine sind ergänzt um einen Aktionsaufruf von Alburnus Maior in englischer Sprache anläßlich der kommenden Synode der rum.-orthodoxen Kirche. Bitte unterstützen Sie weiterhin hin die Aktionen des Europäischen Bürgerforums und Alburnus Maior, um Rosia zu retten!