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Archiv: Medienspiegel Rumänien 2017

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27.12.2017
WSWS.org: Wilder Streik bei Ford in Rumänien – Arbeiter werfen Gewerkschaftsführer hinaus und stoppen Produktion

26.12.2017
Freitag.de: Zerschlagenes Recht

21.12.2017

Ukraine: Den Wald von Svydovets retten! ***Aufruf auch auf Französisch und Englisch**

Download des Texts als PDF, mit zusätzlichen Bildern und Infos

En français: „Défendons le massif Svydovets!“

In English: „Defend Svydovets!“

Im Jahr 2016 hat man zum ersten Mal vom Plan eines Skizentrum auf dem Svydovets gehört. Es soll größer und schicker werden als ‘Bukovel’, die bekannteste Skistation in der Ukraine, eine Art Doppelgänger nur noch grandioser. Der Gouverneur von Transkarpatien, Guenady Moskal, nannte zu dem neuen Tourismus-komplex unglaubliche Zahlen: geplant sind mehr als 60 Hotels, 120 Restaurants, 33 Lifte, die zu Pisten mit einer Gesamtlänge von 230 km führen. All das wird von Investoren finanziert, deren Namen er nicht nennen will.

Das Eigene und das Fremde

Beobachtungen zu Andreea Dumitru, Inter- und Multikulturalität in Eginald Schlattners Romantrilogie Versunkene Gesichter, Honterus: Hermannstadt 2017, 179 S. 29,- Lei   9,90  Euro

 

Noch schwärmen Siebenbürger Sachsen von ihrem großartigen Treffen in Hermannstadt Anfang August 2017 (Vgl. B.Ungar, Von Heimat und Apfelbäumchen: HZ 11.8.2017; Siebenbürgen aktuelles Thema  für siebenbürgisch-sächsische Jugend im  Ausland: ADZ-Gespräch mit E.Drottleff (…): ADZ 6.9.2017 ) Werden die Enkel  der Ausgewanderten nach dieser Inspiration mit neuem Schwung mehr und mehr Aufgaben  auch in der süßen Heimat übernehmen und diese auf sächsische Art stärken? Mir ist diese Sicht auf die Zukunft genauso kürzlich freundschaftlich  mitgeteilt worden. Hierbei handelt es sich selbstredend um eine  spontane Äußerung nach einem  aktuellen Ereignis. Andererseits gibt es immer  noch festgefahrene Positionen. Eine solche Haltung wird  beispielsweise von einer kritischen Sächsin zitiert, die den  Kontakt zu  ihrer Herkunftskultur bewußt abgebrochen hat:“Die Sachsen sind alles, die anderen sind minderwertig.“ (S.Pichotta, Schicksale –  Deutsche Zeitzeugen in Rumänien, Schiller:Hermannstadt 2013, S. 111). Seinerzeit ist kein Aufschrei des Für und Wider gegenüber dieser  Einstellung zu hören gewesen, aber ganz  unabhängig von Ethnozentrismus und Event hat Andreea Dumitru 2017 ein Buch vorgelegt, das den Beziehungen, Wechselwirkungen und Ergebnissen im Zusammenleben  der verschiedenen Völker in Rumänien  nachgeht, und zwar anhand von Eginald Schlattners Romantrilogie. Die Autorin enfaltet eingängig und schlüssig, wie  Schlattner die Welt des  Mit-, Neben- und bisweilen auch  Gegeneinander in nuce veranschaulicht. Schlattner weiß, wovon er schreibt; denn er  hat diesen farbenprächtigen grandiosen Mikrokosmos, in dem das siebenbürgische Leben spielt, ausgelebt und durchlitten. So hat er insgesamt ohne Besserwisserei, aber im Mitleiden, Ausharren und Durchstehen  ein spannendes Lehrstück entworfen, aus dem Zukunftswissen geschöpft werden kann.

Geburtstagswunsch :-) #SeitIchFortBin

Ich hab da einen Geburtstagswunsch in die soziale Medienrunde: Henriette Vásárhelyis Buch „Seit ich fort bin“ lesen und dann bei Amazon eine Rezension schreiben: https://www.amazon.de/Seit-ich-fort-V%C3%A1s%C…/…/3038200417 Auch 3Zeiler sind okay Danke! Das Buch am besten beim Dörlemann-Verlag kaufen, dann hat der Verlag mehr davon: http://www.doerlemann.com/?id=585&k=2&sk=2&tb=&bioid=290 #SeitIchFortBin

Land, das ferne leuchtet

„Tagträumer in einem verborgenen Land. Fotografien aus Rumänien“ in Rostock

Der Verein migra in Rostock ist die Anlaufstelle für alle, die sich als Zugewanderte darum mühen,heimisch zu werden in der neuen Gesellschaft, die Mehrheitssprache zu lernen, Arbeit zu finden, nach und nach ein Zuhause zu haben (so gut es geht). Besucht man das Vereinszentrum mitten in einer beliebten Wohngegend für Mittelstand und Studierende, trifft man alsbald Menschen aus anderen Ländern, die einschlägige Beratung wünschen.Ins Auge sticht ebenso das vielsprachige Informationsmaterial zur gelingenden Integration. In diesem Vereinszentrum findet sich auch die „Kleine interkulturelle Galerie“. Hier hat Fernande Stein (Jahrgang 1991) ihre erste Einzelausstellung nach etlichen Gemeinschaftsunternehmungen platziert: Gut zwei Dutzend Farbfotos sind noch bis Ende April zu sehen. Dazu gibt es einen wunderschönen Katalog. Die Lehramtsstudentin ( Kunst, Germanistik,Pädagogik) aus dem binnendeutschen Sachsenlande nennt ihre Schau: Tagträumer in einem verborgenen Land. Fotografien aus Rumänien. Wo träumen rumänische Staatsbürger was? Sie zeigen sich in weiter Graslandschaft, wurden fotografiert am Kiosk und auf dem Flohmarkt, obdachlos in Bukarester Stadtszene, vorm Hoftor im Gespräch zwischen Alt und Jung; festgehalten sind natürlich auch Hirten mit Einzelkuh oder Schafherde. Wir schauen auf ein Land, das die Sehnsucht nach Stille und Entschleunigung beflügelt, einfach liebenswert. Fernande Stein hat Rumänien mehrfach besucht, bevor sie 2015/16 in Klausenburg ein Studium absolvierte.Zu der gut besuchten Vernissage kamen übrigens u.a. neben Politprominenz und dem Frauenklub der Jüdischen Gemeinde auch zwei rumänische Migrantinnen, die sich freuten, mit der Künstlerin in ihrer Muttersprache reden zu können.

"Empört Euch!" - Bukarest, 15. September 2013. Foto: Daniel Vrăbioiu

Rumänien: (K)Ein enttäuschendes Wahlergebnis

Am 11. Dezember haben die rumänischen Bürger_innen die Abgeordnetenkammer und den Senat neu gewählt. Etliche gute Freund_innen waren am Tag nach der Wahl fast am Kofferpacken, so tief enttäuschte sie das Wahlergebnis. Die PSD mit einem historischen Wahlsieg – nein, das hatte sich niemand träumen lassen. Es lohnt sich dennoch, genauer zu schauen, was passiert ist.

Newsletter Moara Veche: Die Geschichte der Alten Mühle in Hosman/ Holzmengen

Moara Veche in Hosman/ Holzmengen, Winter 2004/2005.

Moara Veche in Hosman/ Holzmengen, Winter 2004/2005.

Alles begann 2004 in einer kleinen Gruppe von Freunden unterschiedlichen Alters und mit sehr verschiedenen Biographien. Trotzdem hatten wir etwas gemeinsam: Wir waren neu in Holzmengen/ Hosman. Als sich die Möglichkeit bot, die einstige Mühle des Dorfes zu erwerben, kannten wir uns noch kein Jahr. Wir sahen in der Möglichkeit eine grosse Chance, etwas Neues im Harbachtal/ Valea Hârtibaciului zu beginnen. Etwas, das die von der massenhaften Auswanderung aus der Region hervorgerufene Tristesse überwinden würde. Der Wiederaufbau der Mühle und die Einrichtung einer Bäckerei, so dachten wir, könnte zur Wiederbelebung der örtlichen Ökonomie beitragen und dringend nötigen Optismus schaffen.

Aufruhr #Colectiv: Schon wieder Revolution?

Seit einigen Jahren sind sich die Bürger*innen Rumäniens zunehmend ihrer Stärke bewusst. Jährlich kommt es zu intensiven Massenbewegungen: 2012 wegen der Bedingungen im Gesundheitswesen, 2013 für die Rettung von Roșia Montană, 2014 für den bürgerlichen Präsidentschaftskandidaten Klaus Iohannis.

Jetzt, im Herbst 2015, kam es wieder zu massiven Protesten. Der schreckliche Brand im bekannten Bukarester Club Colectiv forderte über 56 Todesopfer unter den Besucher*innen eines Metal-Konzerts, viele der zumeist jungen Menschen erlitten neben Verbrennungen schwerste Atemwegsverletzungen aufgrund hochgiftiger Materialien in der Schallschutzdecke des Clubs.. Das Unglück hätte nicht so geschehen müssen; die Betriebsgenehmigung des Clubs war aufgrund mafiöser Strukturen illegal erteilt worden. Nach dem Brand lobten Politiker*innen ohne Kenntnis der Realität angebliche Behandlungsmöglichkeiten wie einer kürzlich eröffneten Klinik für Verbrennungsopfer, die nie funktioniert hatte, und verzögerten mögliche Transporte von Verletzten ins Ausland. Die Staatstrauer bot den ersten Anlass für einen Trauermarsch durch die Hauptstadt Bukarest und in den Folgetagen wuchs die Menge der Protestierenden rasch auf mehrere Zehntausend an. Premier Ponta verkündete daraufhin seinen Rücktritt sowie den der gesamten Regierung.

http://jugendantifadortmund.blogsport.de/images/refugees_final_02.jpg

Nachtrag: Pegida ist Deutschland ist Lichtenhagen ist Solingen ist der Normalzustand.

Operation gelungen, Patient tot?

Der wütende Text der 89er hat mich gefreut, ehrlich. Hingerotzte Worte, östlicher Hauch von Religiosität, deutlich die Forderungen von einst. Ein Aufbegehren – das hätte doch wie wild durch die Medien gehen müssen. Hätte, hätte: Ist es nicht.

Sich von einem rumänischen Dorf durch die Netzmeldungen zu Pegida zu wühlen, hat etwas Skurriles. Aufgezählt wurde, wie viele brave Bürger*innen gegen die Bösis demonstrierten. Begeisterte Verlautbarungen, an welchem unnützen Gebäude welcher Pleitekommune das Licht ausgeschaltet wurde. Alles im Rahmen, Deutschland ist bunt. Pegida gespalten, alles wieder gut?

Archiv 2014: Quo vadis, Romania? Rumänien in den Medien

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28.12.2014
Pro-Linux.de: Rumäniens digitale Agenda setzt auf Open Source

27.12.2014

24.12.2014

23.12.2014

22.12.2014

21.12.2014
FAZ.net: Johannis vereidigt – Hohe Erwartungen an eine Wende in Rumänien

19.12.2014
Deutschlandfunk.de: Hoffnung auf den Ruck

Erklärung: Weihnachtsgruß von Neunundachtziger*innen 25 Jahre nach dem Mauerfall

*** In Solidarität hier übernommen ***

PEGIDA – Nie wieda!

Wir sind das Volk ruft ihr
Freiheit Toleranz Welt offen meinte das ’89
Visa frei bis Hawai war die Devise
Und: Die Mauer muss weg

Ihr aber wollt:
Visa frei nur für uns
Die Mauer muss weg nur für uns
Die Mauer muss her am Mittelmeer
25 Jahre nach Mauerfall

#KlausIohannis gewinnt Präsidentschaftswahlen in #Rumänien – Ein Erfolg für die kritische Masse

Dieser Tag war sehr lang. Es wird noch lange gezählt werden. Da aber auch der Kandidat des „sozialdemokratischen“ Lagers, der u. a. von der faschistischen Grossrumänien-Partei unterstützte Victor Ponta bereits seinem Kontrahenten Klaus Werner Iohannis zum Sieg gratuliert hat, scheint das Ergebnis wohl festzustehen.

Bukarest, 15. September 2013. Foto: Daniel Vrăbioiu

Gold, Minister, Volk und Wahlen

Vor einem Jahr gingen die Menschen in Rumänien gegen Goldabbau, Korruption und eine arrogante Politiker_innenkaste auf die Strassen. Eine Betrachtung wenige Wochen vor den Präsidentschaftswahlen.

Bild: Bianca Bogdan

Rumänien anders: Ein „Unruheständler“ in Siebenbürgen

An Zukunftsvisionen denke er selten, meint Ilarion Bârsan. Der fast 70-jährige mit den wachen Augen sagt das am Ende unseres langen Gespräches über das Harbachtal, seine Heimatregion. Seine Biographie beginnt, wo der Harbach entspringt, bei Retiș (Retersdorf) weit im Nordosten des Tals. Hier sitzen wir mit Blick über die für das Harbachtal prägenden, bisweilen endlos wirkenden Schafweiden. Ilarion Bârsan ist ein Beispiel dafür, wie die Bevölkerung nach tragfähigen Lösungen für ihre Region sucht.

Demonstration in Klausenburg/ Cluj, Herbst 2013 (Quelle: Kampagne Save Rosia Montana!)

Artikel im Rundbrief der Bewegungsstiftung „Bewegungsstiftung aktuell“: Wir retten Roșia Montană!

Gastbeitrag von Joachim Cotaru von der Kampagne Save Roșia Montană

Nach 15 Jahren Kampf gegen Europas größten geplanten Goldtagebau in Rumänien scheint ein Sieg greifbar. Die endgültige Entscheidung aber steht noch aus.

Demonstration in Klausenburg/ Cluj, Herbst 2013 (Quelle: Kampagne Save Rosia Montana!)

Demonstration in Klausenburg/ Cluj, Herbst 2013 (Quelle: Kampagne Save Rosia Montana!)

Im Herbst 2013 gingen insgesamt weit über hunderttausend rumänische Bürgerinnen und Bürger auf die Straße. Anlass war der Versuch der Regierung, ein Sondergesetz für die Genehmigung des Goldtagebau-Projekts in Roșia Montană ohne umständliche Anhörungen durch die Parlamentskammern zu jagen. Doch außerhalb der politischen Kaste Rumäniens will fast niemand dieses Projekt. Niemand will die Zerstörung der fast 1.900 Jahre alten Siedlung für 17 Jahre Gold- und Silberabbau. Nichts berechtigt die Ausbeutung von 300 t Gold und 1.300 t Silber im Tausch für ein 250 Millionen Kubikmeter fassendes Rückhaltebecken, in dem sich die Zyanidlauge für Jahrzehnte absetzen soll. Kein Argument gibt es für eine begrenzte Zahl von Arbeitsplätzen als Gegenleistung für eine vergiftete Zukunft, in der die Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) sicherlich nicht mehr haftbar sein wird. Hingegen gibt es Menschen, die weiterhin in Roșia Montană leben wollen und viele in Rumänien und der Welt, die sie bei diesem Kampf unterstützen. So ist aus „Save Roșia Montană!“ die größte Umwelt- und Sozialkampagne unseres Landes geworden. Die Bewegungsstiftung unterstützt sie seit 2013.

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