Tag: recht
Antiziganismuskongress 01.-03.12. 2006, KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Kongressthema:
- Holocaust Nachwirken im Nachkriegsdeutschland
- Die Vernichtung der Roma in Europa während der Zeit des Nationalsozialismus
Kongresssprachen: Englisch, Deutsch, Romanes
Kongress Website: www.ezaf.org/IIIIAZK/index.html
Congress Topic:
- Continue to have an effect Holocaust in the post war Germany
- The destruction of the Roma in Europe during the time of the German Nationalism
Congress Languages: English, Deutsch and Romanes
Congress website: www.ezaf.org/IIIIAZK/indexen.html
Einfach, aber kompliziert und konfliktuell: Chancen in Transsilvanien
„Was wollt ihr hier“, verwundert sich der Mann vom Film, „hier gibt es ja nicht mal eine Bar.“ Seit über 20 Jahren tourt er sommers durch Rumänien und Siebenbürgen, ent-lang dem Transeuropäischen Korridor der atemberaubenden Verkehrsströme zwischen Skandinavien und Türkei. Zum ersten Mal landet er nun abseits von den Magistralen in einem siebenbürgischen Dorf bei Sibiu/Hermannstadt, trifft auf die Bekannten von Bekannten und wundert sich. Die Antwort der anderen: „Wir wollen hier leben.“
Transsilvanien braucht viel Auferstehung (von Jens Langer)
Nach der vierten europäischen Grenze suchen wir – der schwarzweiße Münsterländer-Mischling Linus, eine dunkelblonde Kandidatin der Politik- und Sportwissenschaft und ein grauer Prediger – im rumänischen Arad eine Tankstelle, bei der die Aufkleber für die Straßenbenutzung gekauft werden können. Ein Mann in einem stabilen Landrover mit württembergischen Kennzeichen fragt nach Woher und Wohin. Er stammt aus einer deutschen Familie in Kasachstan. Und hat anscheinend Glück gehabt in der neuen Heimat. Wir einigen uns schnell über Bürokratie in Deutschland, den ungewöhnlichen Fahrstil in Rumänien, über Freiräume und den Sinn von persönlichem Einsatz.
pressetext.at: Rumänien: Gentech-Soja-Anbau außer Kontrolle – Umweltschützer fürchten Verunreinigung von fast 100 Prozent
Bukarest (pte/10.10.2005/14:38) – Der Anbau von genetisch verändertem Soja in Rumänien scheint völlig außer Kontrolle geraten zu sein. Die Umweltorganisation Greenpeace hat in zehn verschiedenen Regionen Sojapflanzen beim österreichischen Umweltbundesamt testen lassen. Sämtliche Proben waren positiv. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass 90 Prozent der Sojapflanzen im südosteuropäischen Staat ohne Wissen der Behörden gentechnisch verändert sind. Es handelt sich dabei um die Roundup-Ready-Sojasorte vom Agro-Konzern Monsanto.
„Sicherung der Kirchenburgen in Siebenbürgen“. Kulturkapital retten & nutzen.
Mitteilung des Friedrich-Teutsch-Hauses, Sibiu/ Hermannstadt vom 07. September 2005:
Hiermit möchten wir Sie bitten, folgende Veranstaltung im „Friedrich Teutsch“ – Haus, Kultur- und Begegnungszentrum der Evang. Kirche A.B. in Rumänien, Str. Mitropoliei Nr. 30, in Ihrer Umgebung freundlicherweise rechtzeitig publik zu machen und, wenn irgend möglich, selbst teilnehmen zu wollen. Am kommenden
Burgüter neuen Typs: Ein Kanon für die Zukunft?
Am 04. Juni 2005 trafen sich auf Einladung der KulturLand SRL, unterstützt von CORONA Berlin – Verein zur Förderung lokaler Initiativen e.V., auf der Kirchenburg zu Trappold/ Apold bei Schäßburg/ Sighişoara etwa 20 Interessierte, um über neue Ansätze in der Belebung der Kirchen und Kirchenburgen zu diskutieren.
Europa in Siebenbürgen – Konversation und Verhör der Kulturen: Eginald Schlattner (*13.9.1933), Dichter in Europa
„Was ist ein ‚Kotzen’?“, frage ich die sonntägliche Kaffeerunde vor der Sommerküche auf dem Hof von Sophia Schneider, der 75-jährigen Bäuerin, Witwe die Hälfte ihres Lebens. Das Wort findet sich mehrfach in Eginald Schlattners Roman „Rote Handschuhe“ von 2001 (dtv 2003), und gerade hatte in der „Hermannstädter Zeitung“ gestanden, dass auf einem bekannten Jahrmarkt die Kotzenhändler ihre Stände aufbauen würden. Ohne Rücksicht auf das siebenbürgische Deutsch das fremde Wort ausgesprochen, konnte es mir von keinem Einheimischen erklärt werden. „Aber Eginald Schlattner gebraucht dieses Wort oft.“ Auf diesen Hinweis reagiert Thomas Drotleff, Bruder von Tante Sophia, Bauer und Kurator der Kirchenburg in Holzmengen/Hosman/Holcmány, knochentrocken: „Ja, wenn Sie’s vom Schlattner gehört haben, mag das sein. Der gebraucht viele Wörter.“ Ein Marburger Musikstudent, der mit seiner Freundin zur Kaffeerunde ebenso wie im Sommer angereiste Geschwister und Kinder aus Deutschland gehört, hat schon einmal früher nach dem Wort im Lexikon gesucht: Es ist eine Pferdedecke. Das also ist die Schlafstatt im Gefängnis für den Protagonisten aus Schlattners Roman!
Jeder Tag ein Bild – Tägliche Kultur mitten am Rande Europas
Warum niemand mehr im Dorf Marmelade mache, frage ich. Die Holländer mit ihren Lkws voll Hilfsgütern würden ja wieder kommen, antwortet die Nachbarin. Manche waschen gar nicht mehr ihre Wäsche, sondern verbrennen sie, wenn der Haufen groß genug ist. Aer curat şi apă bună – saubere Luft und gutes Wasser – hätten sie, sagen Alte wie Junge und schütteln den Kopf, wenn ihnen jemand eine chemische Analyse zeigt, die das Gegenteil behauptet. Wir haben das immer getrunken, uns geht’s gut. Während ein netter Herr mittleren Alters eine Handvoll Düngergranulat neben seine Kartoffel in die Erde legt, versichert er ernsthaft: „100 Prozent biologisch.“
Rumänien, Land voll widersprüchlicher Bilder. Ich bin nun das dritte Jahr hier in einem Dorf Siebenbürgens. Die Gegend ist geschlagen von Abwanderung, vergessen von der Politik, besucht von wenigen – doch grundverschiedenen – Reisenden – und schlägt sich, wie der weite Rest des Landes, mit etlichen Problemen herum.
Der Beauftragte für Roma-Fragen des Kreises Alba Iulia schildert seine Lage
Ein Beitrag von Stephan Drube (via rumaenienrundbrief@web.de) – „Wenn es so wie bisher weitergeht, daß ich alle Fahrten ohne irgendeine Kostenerstattung und meine Projekte ohne Zuschüsse am Leben erhalten muß, dann lege ich mein Amt nieder. Fünf Enkel und zwei meiner Töchter leben noch bei mir in der Wohnung. Meine Frau verkauft Kräuter auf dem Markt, damit ich meine Arbeit finanzieren kann. Ist so ein Leben mit einer einzigen Rente von 2 Mio Lei ( 50 ¤) überhaupt möglich?“
ROSIA MONTANA: Vorsitzender der Bürgerinitiative Alburnus Major von Polizei vernommen
Der Vorsitzende der Bürgerintiative Alburnus Maior, die den lokalen Widerstand gegen die geplante Goldmine von Rosia Montana koordiniert, ist am 12.3. von der Polizei zwei Stunden verhört worden. Grund war eine Anzeige wegen angeblichen Verstoßes gegen das Urheberrecht durch Beatrice Cauuet von der Universität Toulouse. Im folgenden dazu eine Presseerklärung von Alburnus Maior in englischer Sprache.
Info-Package: Rosia Montana – Der Wert des Goldes
Zur Kampagne “Rettet Rosia Montana”
Das Peace, Action, Training und Research Institut Rumaeniens (PATRIR) hat die “Save Rosia Montana!” – Kampagne ins Leben gerufen, um zwei Ziele miteinander vereinbar zu machen: den Erhalt der natuerlichen Umwelt in Rosia Montana und die Idee nachhaltigen Wachstums fuer die Region zu bewerben. Die Kampagne basiert auf der Zusammenarbeit von vielen unterschiedlichen „Aktoren“ (Individuen, Organisationen und Institutionen) auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, deren Interesse eine breite Mobilisierung der Oeffentlichkeit ist, so das sie konsruktiv, gewaltfrei und demokratisch wirken kann mit Aktionen im Hinblick auf das gemeinsame Ziel.
Ueberblick zur Situation in Rosia Montana
Das Projekt hat nationale und internationale Kontroversen ausgeloest und die lokale Bevoelkerung veranlasst eine Widerstandsbewegung zu gruenden um sich gegen das Vorhaben zu wehren, zu dem unter anderem auch folgende Aspekte zaehlen:
1. Oekologische Probleme
2. Soziale Probleme
3. Archaeologische Probleme
4. Oekonomische Probleme
5. Juristische Probleme
Rumänien: Gold oder Leben (Radioversion)
Der Vollständigkeit halber der Verweis zum entsprechenden Beitrag in der Radiosendung „Europa von unten“ zu den Aktivitäten gegen die geplante größte Goldmine Europas im rumänischen Rosia Montana.
Rosia Montana kommt nach Deutschland
Alle Termine sind jetzt klar: Zwei VetreterInnen des Peace, Action, Training & Research Institutes Rumäniens (PATRIR) kommen Anfang Dezember nach Deutschland, um auf die Situation in Rosia Montana und den Widerstand gegen die geplante Goldmine aufmerksam zu machen.
Anfang Dezember soll für den Widerstand der BewohnerInnen von Rosia Montana mit einer kleinen Tournee in Deutschland geworben werden. Weitere Informationen gibt es über daskleinesymposium@web.de Bis jetzt stehen folgende Orte fest:
- Dresden, 3.12.: 19.00 Uhr, „Projekttheater“, Luisenstr. 42
- Halle, 4.12.: 19.30 Uhr, „VL“, Ludwigstr. 37
- Nürnberg, 5.12.: 20.00 Uhr, „Villa Leon“, Philipp-Korper-Weg 1
- Marburg, 6.12.: 20.30 Uhr, Cafe am Gruen, Am Gruen 28
- Potsdam, 8.12.: 19.00 Uhr, „Chamaeleon e.V.“, Hermann-Elflein-Str. 32
- Cottbus, 10.12.: 19.30 Uhr, Ort wird noch bekannt gegeben.
UPDATE: Links zu Rosia Montana
Die Links zum Thema Goldmine sind ergänzt um einen Aktionsaufruf von Alburnus Maior in englischer Sprache anläßlich der kommenden Synode der rum.-orthodoxen Kirche. Bitte unterstützen Sie weiterhin hin die Aktionen des Europäischen Bürgerforums und Alburnus Maior, um Rosia zu retten!
Goldfieber in Rumänien: Das verfluchte Gold
In Siebenbürgen will eine kanadische Firma die grösste Goldmine Europas erstellen. Vier Berge sollen abgetragen und tausend Familien umgesiedelt werden. Das lassen sich nicht alle bieten. 350 Familien wollen Rosia Montana im Westen Rumäniens auf keinen Fall verlassen.