Tag: gold corporation
Gold, Minister, Volk und Wahlen
Vor einem Jahr gingen die Menschen in Rumänien gegen Goldabbau, Korruption und eine arrogante Politiker_innenkaste auf die Strassen. Eine Betrachtung wenige Wochen vor den Präsidentschaftswahlen.
Roșia Montană: Rückblick auf das FânFest #9
Rosia Montana, Fân Fest #9 – Die Theatergruppe Circus Mundi in Aktion. Bild: Manfred Mehrer/ MIMAtelier
Am 17. August endete im rumänischen Roșia Montană nach einer Woche die neunte Ausgabe des jährlich stattfindenden FânFests (englisch-rumänisches Wortspiel zwischen „Heu“ und „Fan“) der Kampagne zur Rettung des Bergdorfes.
Etwa 7.000 Menschen aus dem In- und Ausland fanden vom 11. bis 17. August den Weg nach Roșia Montană. Neben einem reichhaltigen Angebot an Konzerten gab es Filvorführungen, Workshops und ein breit gefächertes Sozialforum. All dies fand unter freiem Himmel genauso statt wie in den zahlreichen örtlichen Kirchen der verschiedensten Konfessionen. Unter den Gästen waren AktivistInnen aus dem spanischen Corcoesto, dem französischen Nantes und dem türkischen Çanakkale, wo ein dem rumänischen Vorhaben vergleichbares Projekt geplant ist.
Artikel im Rundbrief der Bewegungsstiftung „Bewegungsstiftung aktuell“: Wir retten Roșia Montană!
Gastbeitrag von Joachim Cotaru von der Kampagne Save Roșia Montană
Nach 15 Jahren Kampf gegen Europas größten geplanten Goldtagebau in Rumänien scheint ein Sieg greifbar. Die endgültige Entscheidung aber steht noch aus.
Im Herbst 2013 gingen insgesamt weit über hunderttausend rumänische Bürgerinnen und Bürger auf die Straße. Anlass war der Versuch der Regierung, ein Sondergesetz für die Genehmigung des Goldtagebau-Projekts in Roșia Montană ohne umständliche Anhörungen durch die Parlamentskammern zu jagen. Doch außerhalb der politischen Kaste Rumäniens will fast niemand dieses Projekt. Niemand will die Zerstörung der fast 1.900 Jahre alten Siedlung für 17 Jahre Gold- und Silberabbau. Nichts berechtigt die Ausbeutung von 300 t Gold und 1.300 t Silber im Tausch für ein 250 Millionen Kubikmeter fassendes Rückhaltebecken, in dem sich die Zyanidlauge für Jahrzehnte absetzen soll. Kein Argument gibt es für eine begrenzte Zahl von Arbeitsplätzen als Gegenleistung für eine vergiftete Zukunft, in der die Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) sicherlich nicht mehr haftbar sein wird. Hingegen gibt es Menschen, die weiterhin in Roșia Montană leben wollen und viele in Rumänien und der Welt, die sie bei diesem Kampf unterstützen. So ist aus „Save Roșia Montană!“ die größte Umwelt- und Sozialkampagne unseres Landes geworden. Die Bewegungsstiftung unterstützt sie seit 2013.
Geburt des neuen Rumänien?
Rumänische Zivilgesellschaft formiert sich – auch Kirchen zeigen Flagge
Es gibt ein sinnvolles Ziel für die Gesellschaften,auf das hin sie sich entwickeln. Jede Revolution ist Ausdruck einer nicht assistierten oder resistierten Evolution auf dieses Ziel hin. Das sind Worte des Philosophen, Arztes, Bergbauingenieurs und Philosophen Franz von Baader (1765-1841), den ich notgedrungen aus dem Gedächtnis zitiere. (Seine uns Heutigen fremde Wortwahl unterstützt mein Gedächtnis, um nicht in dieser Tradition zu sagen: hilft ihm auf). Gut, er lebte im Zeitalter der Romantik!Könnte er dennoch mit seiner These den Puls der Zeit fühlen? Ich mußte in jüngerer Zeit oft an ihn denken. Wieso? Durch Begegnung mit gesellschaftlichen Wirklichkeiten:
Überraschungsschlag der Regierung in Bukarest: Drohende Genehmigung für Goldprojekt durch die Hintertür
Seit Montag abend vermeldeten die Medien quer durch Europa, es gäbe „Kein grünes Licht für Goldmine„. Der Parlamentssonderausschuss hatte den Ende August von der Regierung Ponta vorgelegten Entwurf eines auf die Bedürfnisse der Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) zugeschnittenen Sondergesetzes zurückgewiesen. Das war allgemein erwartet worden. Nun melden Quellen wie das Portal pesurse.ro, dass die
Roșia Montană: Gefährlicher Polit-Zirkus um verfassungsfeindliches Gesetz
Rumänien im Aufruhr. Acht Wochen seit Beginn der friedlichen Massenproteste. Die rumänische Politszene kriminalisiert vermehrt die Strassenproteste.
Im September waren die Proteste in Rumänien noch von der Euphorie getragen, erstmals zehntausende Menschen für eine Forderung auf die Strassen gebracht zu haben und nicht gegen eine_n bestimmte_n Politiker_in. Die Konzentration auf die Forderung „Rettet Roșia Montană!“ wird inzwischen zwar von Rücktrittsforderungen begleitet – es ist aber allen Protestierenden klar, dass es sich bei den Volksvertreter_innen in Bukarest um eine prinzipiell geschlossene Kaste handelt. Das „erwachte Dornröschen“, wie eine Bloggerin die Masse der Demonstrant_innen treffend bezeichnete, wusste von Anbeginn, dass personelle Konsequenzen zwar Teilerfolge sichern, das Goldtagebau-Projekt der Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) jedoch nicht aufhalten würde.
Vereint, enttäuscht – bald wütend?
Rumänien erlebt die grössten Proteste seit 1989 gegen die drohende Genehmigung einer Goldmine in Roșia Montană.
Ich schreibe diesen Text am 18. September im siebenbürgischen Cluj. Ende August übergab die Regierung den Entwurf eines Sondergesetzes für den Start des Goldminen-Projekts der Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) an das Parlament. Seither vergeht kein Tag ohne Proteste im Land. Jeden Sonntag gingen mehr Menschen auf die Strasse. Auch wenn es Zehntausende sind, ignorieren die öffentlichen und privaten Medien die Proteste weitgehend. Jeden Tag passieren unvorhersehbare Dinge. Die Politik ist irritiert. Derzeit ist absolut nicht absehbar, wo dieser Kampf Anfang Oktober stehen wird. Nur eins: Diese Revolution kommt nicht ins Fernsehen, aber sie hat einen Facebook-Account…
Chronologie der Kampagne „Rettet Roșia Montană!” 2002 – 2012
– Positionierung, Analysen und Studien, rechtliche Schritte, Aktionen –
Alburnus Maior ist der im September 2002 gegründete Verein der Bewohner und Eigentümer in Roșia Montană zur organisierten Umsetzung von Schritten gegen das von der Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) geplante Bergbauprojekt. Alburnus Maior koordiniert über seine laufenden Aktivitäten die derzeit größte soziale und Umweltkampagne Rumäniens. In diesem Sinne haben sich zahlreiche Organisationen, Institutionen, Künstler, Journalisten sowie Mitglieder der Zivilgesellschaft aller Altersgruppen und Schichten des Landes und darüber hinaus solidarisiert.
Zu erwähnen ist, daß das vorliegende Material ständig aktualisiert wird. Die Website www.rosiamontana.org steht für Informationen zu Verfügung. Die Veranstaltungen der Kampagne und die parallelen Berichte dazu werden auf der Facebook-Gruppe Save Rosia Montana kommuniziert.
Email – Subject: Konferenz der BW-Landesvertretung in Brüssel „Advancing with the Restoration Agenda“, Sponsoring durch die Rosia Montana Gold Corporation
Sent: Friday, March 23, 2012 10:49 PM
To: nicola.schelling@bruessel.bwl.de
Sehr geehrte Frau Schelling,
mit Entsetzen habe ich erfahren, dass die von der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU mitorganisierte Tagung „Advancing with the Restoration Agenda“ am 27. März 2012 von der Rosia Montana Gold Corporation (RMGC) gesponsort werden soll.
Ce treabă are Valea Hârtibaciului cu Roșia Montană?
Despre solidaritatea cu țăranii roșieni care nu vor să-și vândă pământul
„Cu minerii rezolvăm problema mediului, culturii, socială” – acest panou afișat în centrul localității apusene, cu stilul său lingval de mineriadă, a fost salutul adresat de susținătorii proiectului minier propus de Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) pentru participanți FânFest-ului de 12 – 14 august. M-am dus și eu la FânFest, împreună cu soția și fii noștri, pentru că sunt convins că nici pentru câteva miliarde de euro nu merită să distrugi o localitate atât de frumoasă, atât de veche (unii spun că ar fi chiar cea mai veche localitate minieră atestată documentar din România). Ce am văzut acolom-a convins că există o societate civilă în România, că merită în continuare să trăiesc aici.
Salvați Roșia Montană! Acțiuni urgente impotriva modificării legii minelor
Cu îngrijorare am aflat la FânFest despre proiectul de modificare a Legii Minelor 85/2003 inițiat de senatorii Toni Greblă (PSD) și Ion Ruşeţ (PDL), proiect ce urmează a fi introdus pe Ordinea de Zi a plenului Camerei Deputaților la începutul sesiunii de toamnă. Între modificările propuse există prevederi neconstituționale, care ar încălca grav drepturi fundamentale ale omului, constituțional garantate.
Dringend – Rosia Montana
Der bereits 14 Jahre anhaltende Kampf gegen den geplanten größten Gold-Tagebau in Europa hat an Dramatik zugenommen. Jüngst erteilte das Kulturministerium unter Hunor Kelemen (zugleich Vorsitzender des Koalitionspartners UDMR/ RMDSz) der Rosia Montana Gold Corporation eine Genehmigung zur „Sicherung historischer Stätten“. Dies ist allerdings nicht weniger als ein großer Schritt hin zur Zyanidflutung des Ortes…
Rosia Montana: Press release in English about 2010’s FânFest
23 July 2001
Dear members of the press,
At www.rosiamontana.org you can access our latest press release (in romanian language only).
FanFest2010 will take place at Rosia Montana from 13-15 august 2010; despite the efforts by Rosia Montana Gold Corporation and their cronies to block the event.
For more information visit our facebook page at http://www.facebook.com/pages/FanFest-2010-Roia-Montana/137108306301129 and www.fanfest.ro
Noutati de la Rosia Montana! (preluata din lista)
*26 martie 2009 – Indemn la actiune*
*! Trimite pana pe 3 aprilie contestatia prin care ceri sa nu se emita avizul de mediu pentru Planul „Modificare Plan Urbanistic Zonal – zona de dezvoltare industriala Rosia Montana“, titular Rosia Montana Gold Corporation catre Agentia Regionala pentru Protectia Mediului Sibiu si Ministerului Mediului.*
Contestatia poate fi vizualizata si descarcata de aici: http://www.rosiamontana.ro/doc/contestatie_generala_Martie2009.doc
Senat erklärt Rosia Montanã zu Archäologie- und Naturreservat
Die Allgemeine Deutsche Zeitung schreibt heute: „Rumäniens Senat hat am Montag die Gemeinde Rosia Montanã in den Westkarpaten zu einem archäologischen und Naturreservat erklärt und die Gründung einer Verwaltung für das neue Reservat beschlossen. Es gab 44 Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen und elf Enthaltungen. Der Gesetzentwurf stammte von der PSD und der PRM. Das Archäologie- und




