Tag: Arbeit
23.000 x Balkan: AIM-Archiv ist wieder online
Nach fast zwei unruhigen Monaten, ob die Arbeit von …zig JournalistInnen aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens der Jahre 1993 – 2003 sich in den endlosen Weiten des Netzes aufgelöst habe oder nicht – gibt es nun weitgehend Entwarnung. Wir vom Europäischen BürgerInnen Forum/ forumcivique halten die Website seit dem Ende der Finanzierung online. Das Archiv des
Tagungshinweis: „Rumänien zwischen Einheitsvorstellung und Vielfalt“, Regensburg
„Am 6.-7. Dezember 2012 wird an der Universität Regensburg ein interdisziplinäres Symposium zum Thema „Rumänien zwischen Einheitsvorstellung und Vielfalt“ stattfinden, das gemeinsam von der Universität Regensburg und dem Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg (IOS) organisiert wird.
Bucharest revisited (III)
Im Frühjahr schrieb ich nach meinem ersten Aufenthalt in den Diplomatischen Archiven:
„Das Diplomatische Archiv gehört zum Aussenministerium und befindet sich im Palatul Victoria/ Victoriapalast. Dort hoffe ich Material zu den Friedensverhandlungen mit Deutschland 1918 zu finden. Mein Antrag auf Nutzung wird nach weniger als 24 Stunden beantwortet. Da ich kein rumänischer Staatsbürger bin, muss ich mich direkt an die Öffentlichkeitsabteilung des Ministeriums wenden – Rumänen stellen den Antrag ans Archiv selbst. Die gesetzlich vorgesehene Bearbeitungszeit, so wird mir mitgeteilt, beläuft sich auf bis zu 30 Tage. Daran ist nichts zu ändern. Ich komme in einem Monat wieder.
Die online erfassten Bestände scheinen besser strukturiert zu sein als im Nationalarchiv. Aber dies ist nur ein erster Eindruck.“
Die weiteren Eindrücke bin ich an dieser Stelle noch schuldig geblieben. Das soll jetzt nachgeholt werden.
Zwei Augenblicke in SüdostEuropa (II): Zum Wochenend in Czernowitz
Endlich in Stadt voller Bücher und Menschen
Der Germanist Joachim Müller in Jena bot im Herbst 1960 eine Vorlesung für Hörer aller Fakultäten an mit dem Thema „Ausgewählte Lyrik des 20. Jahrhunderts“. Ich kannte ihn nicht. Erst 1963 wurde seine verständnisvolle Interpretation expressionistischer Dichtung öffentlich in der Presse angegriffen. 2006 wurde bekannt, daß er sich auf Anfrage brieflich zu seinen Verstrickungen in der NS-Zeit bekannte. So schlau waren die Studierenden damals nicht, als sie sich am späten Nachmittag des 14.10. 1960 zur ersten Vorlesung in einem kleinen Hörsaal des Hauptgebäudes der Universität Jena trafen. Aus dem überschaubaren Kreis erinnere ich mich u.a. an die Theologen Waldemar Schewe aus dem Eichsfeld und Karl-Heinrich Bieritz aus dem damals kirchlich noch immer hessischen Schmalkalden. Von den Mathematikern war zumindest Gerhard Maess präsent,nach 1989 erster frei gewählter Rektor der Rostocker Universität, ein Mann der Orientierung in Zeiten schöner Ideale und peinsamer Irrtümer. Joachim Müller begann mit einer Einfühlung in die lyrische Sprache. Dann lasen wir auf hektographierten Blättern die TODESFUGE von Paul Celan, und wir hörten von Czernowitz, wo nach den Worten seines berühmtesten Dichters Menschen und Bücher lebten, wir hörten von Deportationen und KZs in der Bukowina. Die Frage wurde gestellt, ob Celan mit seinem Gedicht die These widerlege, nach Auschwitz sei keine Dichtung mehr möglich. Kurzum: Seitdem hat mich das Gedicht, seine Geschichte, die seines Verfassers und vön dessen Stadt nicht losgelassen. Ich wußte, niemals würde ich nach Czernowitz kommen, soviel ich auch darüber läse.
Zwei Augenblicke in SüdostEuropa (I): Gott in Abtsdorf/ Apoș (RO/ Sb). Fast eine Erscheinung in Transilvanien
Was sonst noch am 25.8.2012 geschah
Als in meiner Vaterstadt Rostock am 25.8. 2012 demonstriert wird, um an den Pogrom vor 20 Jahren zu erinnern, stehe ich 2000 km davon entfernt auf einer Dorfstraße und sehe: Der Turm steht separat vor der Hallenkirche aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Als ich ihn das zweite Mal durchschreite, sitzen im Turmraum drei Kinder und unterhalten sich miteinander. Die Jungen sind Rumänen, das Mädchen besucht eine deutsche Schule in Griechenland. Unsere eigenen Enkel bewegen sich mit Rumänisch und Deutsch, notfalls auch etwas Ungarisch, wie Fische im Wasser durch das siebenbürgische Abtsdorf/ Apoș bei Agnetheln/ Agnita. Globalisierung auf Rumänisch im fernen und dazu auch noch ländlichen Winkel.
Putzfrauen der Globalisierung
Ifa-Koordinatorin über Berliner Haushalthilfen aus Rumänien
„Radio Neumarkt auf Deutsch“ vermeldete es, die Hermannstädter und die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (20.1.12, 11.12.2011) ebenso: Es gibt eine neue Regionalkoordinatorin des Instituts für Auslandsbeziehungen, die sich seit Anfang November um die IfA-Kulturmanager in Serbien, Ungarn und Rumänien kümmert. Davon gibt es allein in Rumänien vier, wobei allerdings die Stelle in der Evangelischen Akademie Siebenbürgens vakant ist. Die Neue ist Friederike Binder (37). Zu den Angaben über Biografisches kommt in den Meldungen auch die Berufsbezeichnung als Diplom-Sozialarbeiterin. Studiert hat sie an der Fachhochschule Potsdam und dort auch ihre Abschlußarbeit geschrieben, die 2008 in Saarbrücken veröffentlicht worden ist.
Daias bleicher Sohn
Georg Hoprich 29.12.1938 – 9.4.1969
(PDF-Fassung hier zum Download)
Wer von der Straße Sibiu/Hermannstadt – Agnita/Agnetheln zum Dorf Daia /Thalheim/Dolmany abbiegt, kann auf einer Gedenktafel an der Vorderfront des ersten Hauses im Ort lesen: Mit Gottes Hilfe hat David Petru dieses Haus im Jahre 1959 gebaut. Ein anderer Sohn des Dorfes hatte um diese Zeit begonnen, Fundamente seines Gebäudes aus deutscher Sprache zu errichten[1], daran erinnert hier nichts, und das Haus seiner Eltern Georg sen. und Sofia Hoprich ziert keine Tafel, ist unter der angegebenen Nummer 103[2] vielmehr überhaupt nicht zu finden. Vor Jahrzehnten wurde die Zählung verändert.
Übernommener Artikel: „Die EU-Ratspräsidentschaft „kann“ es nicht. Spendenaufruf zur Finanzierung der Berichterstattung zur Lage der Roma & Sinti in Ungarn“
Ein Haus unter Gewaltandrohung für einen Forint verkauft – wie bitte?
Da da ungarische Regierung nicht willens ist eine ausreichende, objektive und unabhängige Berichterstattung zur Lage der Sinti und Roma in Ungarn zu fördern oder anders zu gewährleisten; und auch keine Regierungsprogramme zur Förderung der Kultur in diesem Bereich bereitstellen möchte; sehen wir uns derzeit gezwungen eine öffentliche Spendenaktion, zumindest zur Berichterstattungsfinanzierung zu beginnen.
Wir sehen im Moment als einen fleissigen und unermüdlichen, den Filmdokumentator Herrn Ádám Csillag, welcher diese Arbeit seit langem ohne jegliche Förderung betreibt – also privat finanziert.
Neue Publikation: „Rumäniens Weg in den Schengenraum. Eine Untersuchung des öffentlichen Diskurses der rumänischen Außenpolitik zum verschobenen Schengenbeitritt“
Die Seminararbeit wurde im GRIN-Verlag veröffentlicht und kann u. a. unter dem Link www.grin.com/e-book/170418/rumaeniens-weg-in-den-schengenraum als Buch (12,99 EUR) und eBook (7,99 EUR) erworben werden.
Job: Editionprojekt Judenverfolgung 1933-1945
Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, nicht ortsgebunden
Bewerbungsschluss: 22.04.2011
Das Editionsprojekt „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“ (VEJ) publiziert in 16 Bänden zentrale Quellen zur Gesamtgeschichte des Holocaust. Weitere Informationen finden Sie unter
Neue Publikationen: „Johannis-Effekt“ (2004), Regierungskommunikation Rumänien (2010)
Joachim Cotaru hat zwei weitere Seminararbeiten veröffentlicht. Sie können unter folgenden Links eingesehen und als Buch oder eBook bestellt werden.
Archiv 2010: Quo vadis, Romania? Wirtschaft und Gesellschaft im Blick der Presse
Archive: 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020
hermannstadt.evang.ro, 21.12.2010
Hospiz am Ende der Kräfte
euractiv.com, 22.12.2010
Schengen: Rumänien erzürnt über dt.-frz. Blockade
punkto.ro , 21.12.2010
- Staatschef Basescu: Rumänien wird keine Diskriminierung hinnehmen, auch nicht seitens der mächtigsten Staaten der EU
- Politischer Sprengstoff
Guardian.co.uk, 20.12.2010
US embassy cables: US-Romania relations threatened by musician’s death
Puternicii – Die Starken. Sie sind in Berlin!
Eine Theater- Videoperformance zwischen Realität und Pixelwelt Wir laden ein zu PUTERNICUL- der Starke, dem ultimativen Computerspiel: Kommt in die virtuelle Stadt der Zukunft. Hier gibt es keine Grenzen für Erfolg, Schönheit und Reichtum! Migrations-Avatare aller Spiele sind willkommen! Wir zeigen utopische Szenarien, bevölkert von selbstentworfenen Helden und Mutationen. Realität und virtuelle Welt treten szenisch