Tag: Projekt
Endzeit ohne Schlußstrich – Siebenbürgischer Schriftsteller Eginald Schlattner 80
Den Beitrag können Sie hier als PDF-Datei herunterladen Vor Jahren hat er in seinem Rechenschaftsbericht als Gefängnispfarrer der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Rumänien einen Schlußstrich gezogen: „Mit der Großschriftstellerei ist es vorbei.“ Der am 13.9. 1933 in Arad geborene und in Fogarasch aufgewachsene Eginald Norbert Felix Schlattner ist inkonsequent geblieben. 2009 beteiligt er sich
Im Schatten der Menschenrechte
Neulich fuhr ich vom Dorf in die Stadt. Eine Mutter mit Kindern trampte an der Kreuzung, ich nahm sie mit. Sie sei zum Betteln unterwegs, was sie aber gern ließe, wenn sie anders das nötige Geld verdienen könne. „Betteln bringt ja nichts“, meinte sie. Sechs Kinder habe sie, die nicht 30jährige. Von Verhütung wolle ihr Mann nichts wissen, die Pille sei für sie zu teuer. Von meinem Dorf ist es übrigens nicht weit zu einem Ort, wo Menschen in dritter Generation ohne Dokumente leben: keine Geburtsurkunde, keine ID. So kommen sie nicht einmal in den Genuss der welken Früchte rumänischer Sozialgesetzgebung…
Über die Menschenrechtslage rumänischer Roma zu schreiben, ist schwer und banal zugleich. Fakt ist: Roma werden anhaltend aus allen Mehrheitsgesellschaften ausgegrenzt, in denen sie leben. Erklärungsversuche dazu verlieren sich schnell in einem Gewirr von sozialen und kulturellen Deutungsansätzen. „Wie geht es denn den Roma?“ fragten mich einmal BesucherInnen aus Deutschland. „Gehen wir hin und fragen“, antwortete ich – und wir blieben sitzen. So ist es meist: Es wird über ‚die Roma’ geredet. Wichtiger zu wissen wäre dabei eins: Wer ist gemeint, wenn ‚Weiße’ über ‚Roma’ sprechen? Denn ‚die Roma’ gibt es nicht – wir reden sie uns zurecht. Es gibt sicher eine ethnische Gruppe, aber diese wird um soziale Stereotype erweitert.
FânFest 2012, Roșia Montană: Zivilität im rumänischen Politchaos
Vergangenes Wochenende war ich mit der gesamten Mühlen-Equipe wieder in Roșia Montană, wieder zum jährlichen FânFest. Ohne daß der Charakter der Veranstaltung im Vergleich zum letzten Jahr getrübt worden wäre, kamen diesmal fast dreimal mehr Menschen zusammen: über 4.000 sollen es diesmal gewesen sein. Um einmal Relationen zu setzen: In einem zivilgesellschaftlich nicht gerade verschlafenen
Email – Subject: Konferenz der BW-Landesvertretung in Brüssel „Advancing with the Restoration Agenda“, Sponsoring durch die Rosia Montana Gold Corporation
Sent: Friday, March 23, 2012 10:49 PM
To: nicola.schelling@bruessel.bwl.de
Sehr geehrte Frau Schelling,
mit Entsetzen habe ich erfahren, dass die von der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU mitorganisierte Tagung „Advancing with the Restoration Agenda“ am 27. März 2012 von der Rosia Montana Gold Corporation (RMGC) gesponsort werden soll.
Roșia Montană, heute in der TAZ: Wo Gold mehr wert ist als Leben
Vor knapp zehn Tagen war ich auf dem „FânFest” der Kampagne zur Rettung von Roșia Montană. Wenn ich mich auch die letzten Jahre in der Sache etwas zurück gehalten haben mag – das FânFest 2011 hat mich mehr denn je davon überzeugt, dass der geplante Goldabbau dort ein Irrsinn ist. Es gibt eine Reihe von ernst zu nehmenden Alternativen für diesen Ort, der gar nicht so arm ist, wie es in der Öffentlichkeit erscheinen soll. Nun ja, die Berichterstattung in Rumänien zum Thema ist sehr einseitig, hängen die Medien doch zu sehr von potentiellen Werbeeinnahmen ab (siehe Artikel in der Washington Post).
Symposium: Populismus und Euroskeptizismus in Südosteuropa seit 1989. Jena, 17./18. Juni 2011
Das Versprechen eines radikalen Neubeginns und eines Bruchs mit den alten Seilschaften aus kommunistischer Zeit stellt in zahlreichen Ländern Südosteuropas ein prägendes Element des politischen Systems und der politischen Kultur seit dem Beginn der Transformationsprozesse dar. Um diesen Versprechungen Glaubwürdigkeit und Nachdruck zu verleihen, bedienen sich neue politische Bewegungen, aber auch etablierte Parteien, populistischer und mitunter nationalistisch konnotierter Handlungs- und Ausdrucksformen. Das proklamierte Ziel ist es, die breite Masse der Bevölkerung zu mobilisieren und in den politischen Willensbildungsprozess einzubeziehen.
Eng verknüpft mit dem Phänomen des Populismus ist der Euroskeptizismus, der den EU-Beitritt der Länder Südosteuropas als elitäres Projekt ablehnt und hierin einen Ausverkauf der nationalen Interessen zu Lasten der zbreiten Masse der Bevölkerung sieht.
Zwischen dem Euro-Skeptizismus und dem stetig voranschreitenden Prozess der EU-Integration Südosteuropas entstehen komplexe Wechselwirkungen. Ziel des zweitägigen Symposiums ist es, diese Phänomene in ihren Ursachen, Wirkungsmustern und Konsequenzen differenziert zu analysieren.
Job: Editionprojekt Judenverfolgung 1933-1945
Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, nicht ortsgebunden
Bewerbungsschluss: 22.04.2011
Das Editionsprojekt „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“ (VEJ) publiziert in 16 Bänden zentrale Quellen zur Gesamtgeschichte des Holocaust. Weitere Informationen finden Sie unter
Puternicii – Die Starken. Sie sind in Berlin!
Eine Theater- Videoperformance zwischen Realität und Pixelwelt Wir laden ein zu PUTERNICUL- der Starke, dem ultimativen Computerspiel: Kommt in die virtuelle Stadt der Zukunft. Hier gibt es keine Grenzen für Erfolg, Schönheit und Reichtum! Migrations-Avatare aller Spiele sind willkommen! Wir zeigen utopische Szenarien, bevölkert von selbstentworfenen Helden und Mutationen. Realität und virtuelle Welt treten szenisch
In eigener Sache: KulturLand SRL wechselt den Besitzer
Nach sechs guten Jahren haben die Gründer der KulturLand SRL ihren Rückzug aus der Firma beschlossen. Sie wird ab August 2010 von Raluca Morar, Sibiu/ Hermannstadt, als Inhaberin geführt. Die wirtschaftliche Lage, negativ dekoriert von den ergriffenen Steuermassnahmen, einerseits wie unser anhaltendes Engagement für das kulturell-unternehmerische Projekt „MOARA VECHE“ (www.moara-veche.ro) mit Bäckerei, Schmiede und Kulturscheune
Die „Presse“ zu Rosia Montana
Unter der Überschrift „Ungarn-Rumänien: ‚Goldkonflikt‘ eskaliert“ berichtet die Wiener „Presse“ in ihrer Ausgabe vom 21.2.2010 über zunehmenden Spannungen bezüglich der rumänischen Goldminen-Projekte, insbesondere zu den Befürchtungen einer Wiederaufnahme des Betriebs in der Katastrophenmine „Aurul“ nahe Baia Mare. Den Artikel finden Sie online unter der Adresse: diepresse.com/home/wirtschaft/eastconomist/541386/index.do?from=gl.home_wirtschaft.
AKW neben dem Harbachtal (oder sonstwo)?
27.10.2009
Romania Newswatch berichtet: „Environmental group Greenpeace won a court case in Romania on Monday that could force the authorities there to make public a list of potential locations for the construction of a nuclear power plant. (…)“
Der ganze Beitrag findet sich unter diesem Link.
Trappold / Apold (MS): „Gartenatelier“ vom 09.-13. April 2009 (Pressemitteilung transage)
Im Rahmen eines interkulturellen Gartenworkshops über das Osterwochenende vom 09.-13. April 2009 wird im Kirchenburggarten Apolds gegärtnert, im Garten gekünstlert und Ostern gefeiert. Die Teilnehmer sind 13 Fachleute und Studenten aus den Disziplinen Landschaftsarchitektur, Biologische Landwirtschaft und Kunst kommen aus Rumänien, Deutschland und Österreich. Sie werden 5 Tage in verschiedenen Aktivitäten auf kreative Art und Weise das Dorf und besonders den Garten der Apolder Kirchenburg entdecken und auch selber aktiv werden. Verschiedene Gartenbereiche, momentan verwahrlost und ungenutzt, werden Schauplatz einer Garteninstallation und temporären Nutzbarmachung. Zudem finden verschiedene Aktivitäten mit Kindern aus dem Dorf statt. Das Feiern verschiedener Oster-Bräuche stellt einen weiteren Schwerpunkt des Programms dar.
Natura2000 in Rumaenien: Harbach-Hochland-Initiative PH+ gegruendet
Agnita/Agnetheln, 31 Oktober 2008 – Vertreter von Landwirtschafts- und Umweltministerium, Lokalverwaltungen und NGO’s aus Natura2000-Gebieten des Schäßburger Gebiets und des Harbachtals haben am Freitag, 31. Oktober, in Agnetheln die Schwierigkeiten bei der Implementierung des europäischen Natura2000-netzwerkes in Rumänien sowie Lösungsansätze zum Nutzen der ansässigen Bevölkerung diskutiert.
Wissen is Macht: Susanne-Berckhemer-Fonds für Bildung und Kultur in Hosman/ Holzmengen
Der Susanne-Berckhemer-Fonds unterstützt Kinder und Jugendliche des siebenbürgischen Dorfes Holzmengen und Umgebung in den Bereichen Bildung, Beruf und Kultur.
„Mittels vielfältiger Projekte bieten wir Hilfe für die nächste Generation und stellen damit die Weichen für die Zukunft der Minderheiten Rumäniens. Ohne Hilfe von außen ist es für die Kinder aus den dörflichen Gegenden Rumäniens nahezu unmöglich, weiterführende Schulen zu besuchen und Berufe und Fremdsprachen zu erlernen.