Author: Joachim F. Cotaru

Demonstration in Klausenburg/ Cluj, Herbst 2013 (Quelle: Kampagne Save Rosia Montana!)

Artikel im Rundbrief der Bewegungsstiftung „Bewegungsstiftung aktuell“: Wir retten Roșia Montană!

Gastbeitrag von Joachim Cotaru von der Kampagne Save Roșia Montană

Nach 15 Jahren Kampf gegen Europas größten geplanten Goldtagebau in Rumänien scheint ein Sieg greifbar. Die endgültige Entscheidung aber steht noch aus.

Demonstration in Klausenburg/ Cluj, Herbst 2013 (Quelle: Kampagne Save Rosia Montana!)

Demonstration in Klausenburg/ Cluj, Herbst 2013 (Quelle: Kampagne Save Rosia Montana!)

Im Herbst 2013 gingen insgesamt weit über hunderttausend rumänische Bürgerinnen und Bürger auf die Straße. Anlass war der Versuch der Regierung, ein Sondergesetz für die Genehmigung des Goldtagebau-Projekts in Roșia Montană ohne umständliche Anhörungen durch die Parlamentskammern zu jagen. Doch außerhalb der politischen Kaste Rumäniens will fast niemand dieses Projekt. Niemand will die Zerstörung der fast 1.900 Jahre alten Siedlung für 17 Jahre Gold- und Silberabbau. Nichts berechtigt die Ausbeutung von 300 t Gold und 1.300 t Silber im Tausch für ein 250 Millionen Kubikmeter fassendes Rückhaltebecken, in dem sich die Zyanidlauge für Jahrzehnte absetzen soll. Kein Argument gibt es für eine begrenzte Zahl von Arbeitsplätzen als Gegenleistung für eine vergiftete Zukunft, in der die Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) sicherlich nicht mehr haftbar sein wird. Hingegen gibt es Menschen, die weiterhin in Roșia Montană leben wollen und viele in Rumänien und der Welt, die sie bei diesem Kampf unterstützen. So ist aus „Save Roșia Montană!“ die größte Umwelt- und Sozialkampagne unseres Landes geworden. Die Bewegungsstiftung unterstützt sie seit 2013.

Ausser der Reihe: G. Krone-Schmalz über die westliche Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt

Weil der Ukraine-Konflikt direkte Auswirkungen auch auf Rumänien hat, hier ein Youtube-Clip mit der bekannten Journalistin Gabriele-Krone-Schmalz zur einseitigen Berichterstattung – auch – der westlichen Medien im Ukraine-Konflikt.  

3 Artikel über ein Dorf – „Sie sehen, was Sie suchen.“

10Es ist im Rumänischen nicht anders als im Deutschen: Der Mythos zählt. Ich finde es immer wieder frappierend, wie unterschiedlich wir ein und denselben Ort sehen und bewerten können. Dass mir persönlich romantisches Quersprech abgeht, sei einmal dahingestellt und statt dessen einmal drei Beiträge aus dem Netz zu Hosman/ Holzmengen hierher verlinkt – vergleichen Sie selbst:

Wusch/ Mocăniță: Neue Perspektiven, neue Hoffnung?

Hat die „Wusch“ eine Zukunft? Rundtischgespräch identifizierte mögliche Strategie zur Wiederbelebung der Schmalspurbahn   Hier der Link zum ADZ-Artikel anlässlich des Rundtisch-Gespräches am Tag des Denkmals, 19.9. 2013 Neues Ende März 2014: Schmalspurbahn vom Tunnelende – Kampagne zur Wiedereinführung der Schmalspurbahn wurde prämiert Nachtrag am 22.10.2013: Der Herr Kreisratsvorsitzende Ioan Cindrea, ein wahrer Mann des

Mal was Anderes: Kinderspass – Wasser-Luftdruck-Rakete

Die Original-Anleitung gibt es hier: http://www.bauanleitung.org/diverses/rakete-bauanleitung/

Forum gegen Grossprojekte: 2014 in Roșia Montană

Vom 8. bis 11. Mai findet das 4. Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte statt. Diesmal im rumänischen Roșia Montană.

Nichts kann die Kampagne zur Rettung des westkarpatischen Bergdorfes Roșia Montană neben dem Widerstand der rumänischen Bürger_innen mehr brauchen als internationale Aufmerksamkeit. Die ist schwer zu erreichen, wenn es um die Ausbeutung von Bodenschätzen in einem strukturschwachen Land geht. Diese Feststellung gilt für ganz Osteuropa, auf dem in diesem Jahr auch der Fokus des Forums liegen soll. Nicht nur hat sich die freiheitliche Variante nach den Jahrzehnten kommunistischer Diktaturen für viele Bewohner_innen mittlerweile in einen „demokratischen Albtraum“ verwandelt, wie es im Aufruf heisst. Mehr noch, die gesamte östliche Grenzregion der Festung Europa steht mittlerweile unter Dampf. Nichts ist mehr gut von Kiew bis Damaskus und Europa scheint nicht aktiv an Entspannung, geschweige denn: Verbesserung dieser Lage interessiert.

Pressemitteilung von Alburnus Maior: Staatliche Bergbaufirma Rumäniens Minvest Deva von Zyanid- und Goldabbau-Gegnern besetzt

faracianuraHeute, am 3. Februar 2014, haben wir – Bürger von Rumänien und Deutschland – die Hauptgeschäftsstellte von Minvest Deva besetzt, um auf die illegalen und unrechtmäßigen Begünstigungen der Bergbauunternehmen durch den rumänischen Staat aufmerksam zu machen.

Wir verurteilen die zyanidbasierten Bergbauprojekte von Certej, Deva-Muncel, Băiţa, Crăciunești, Brad, Rovina and Roșia Montană. Diese Projekte haben zerstörerische Auswirkungen auf Natur und Mensch und können zudem nur durch Verstöße gegen die geltenden Genehmigungsverfahren starten. Allein in der Certej-Mine würden innerhalb der 16 Jahre Betriebsphase 26,448 Tonnen Natriumzyanid und 15.280 Tonnen Kupfersulfat verwendet werden. Die Verwendung von Zyanid bringt keinen Wohlstand in eine Gemeinschaft, sondern nur Tod und die Verhinderung anderer wirtschaftlicher Aktivitäten. Wir verurteilen das Handeln des derzeitigen Direktors der Deva Gold, Nicolae Stanca, denen der Geruch von Korruption, Interessenkonflikten und Amtsmissbrauch anhaftet. Er hat im Namen des rumänischen Staates, die Partnerschaftsabkommen zwischen Minvest Deva und Gabriel Resources im Jahr 1997 unterzeichnet und arbeitete danach für den umstrittenen Geschäftsmann Frank Timiș.

© Copyright 2013 Mocanita din Valea Hartibaciului, Foto: Daniel Secarescu

Aufruf aus dem Harbachtal/ Valea Hârtibaciului: Salvați mocanița Sibiu-Agnita! Rettet die Wusch!

Au trecut 12 ani de când fluierul mocăniţei nu se mai aude pe Valea Hârtibaciului. S-a aşternut liniştea şi nepăsarea autorităţilor peste soarta acestui obiectiv de suflet al hârtibăcenilor: Semnaţi petiţia, salvaţi mocăniţa!

Zwölf Jahre sind vergangen, seitdem zum letzten Mal das Pfeifen der Wusch im Harbachtal zu hören war. Gleichgültigkeit hat sich breitgemacht und Gleichgültigkeit der Behörden gegnüber diesem Stück Seele der Harbachtaler: Unterschreibt die Petition, rettet die Wusch!

Schiefergas? Umstrittene Erkundungen mittlerweile in ganz Rumänien. Aktivist_innen publizieren interaktive Karte

1507436_10202389705855623_1051523076_oHeute wurden Aktivitäten der umstrittenen Erkundungsfirma Prospecțiuni S. A. im nordöstlichen Landkreis Neamț bekannt. (( Der Blog NeuerWeg.ro berichtet dazu unter dem Link www.neuerweg.ro/gaze-de-sist-in-jud-neamt-prospectiuni-s-a-navaleste-in-razboieni/ mit dem Titel „Gaze de sist in jud. Neamt: PROSPECTIUNI S.A. navaleste in Razboieni.“, etwa: „Schiefergas im Landkreis Neamț: Prospecțiuni S. A. landet in Razboieni“ )) Dies ist ein weiterer Ort in einer inzwischen rasant an Umfang zunehmenden Liste betroffener Gebiete in ganz Rumänien.

Aus diesem Anlass wurde auf Facebook heute eine Google Map publiziert, mit der Aktivist_innen hoffen, einen Informationspool zu schaffen. Bild und Text übernehme ich hier in eigener Übersetzung (( Der Originaleintrag auf FB findet sich unter dem Link www.facebook.com/photo.php?fbid=10202389705855623&set=a.2879091028019.2133290.1582343439&type=1&theater )) :

„Mobile Sondenjäger-Einsatzgruppe  – eine grosse Notwendigkeit!

Archiv 2013: Quo vadis, Romania? Rumänien in den Medien

Archive: 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 |  2015  | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020

19.12.2013
ADZ.ro: Deutschsprachiger Unterricht – DFDR-Abgeordneter Ovidiu Ganț setzte sich bei Bildungsminister Remus Pricopie ein

18.12.2013
ADZ.ro: Viviane Reding – Rumänien auf dem falschen Weg

Schiefergas: Erkundungen im Harbach-Gebiet, Süd-Siebenbürgen. Kulturerbe in Gefahr

Vor einigen Wochen Im Sommer begannen in Süd-Siebenbürgen, dem einstigen „Sachsenland“ mit einzigartiger – zu weiten Teilen unter Natura2000 stehender – Kulturlandschaft und teils zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Kirchenburgen, Sondierungen für Schiefergas. Die Firma S. C. Prospecțiuni S. A. führt diese Arbeiten im Auftrag der S. C. Romgaz S. A. aus.

Wir dokumentieren hierzu diverses Material der betroffenen Bürger_innen sowie der sich formierenden Initiative.

Website, in rumänischer Sprache: www.tiny.cc/prospectiuni

Facebook, in rumänischer Sprache: Străjerul Hârtibaciului

20.12.2013
NeuerWeg.ro: Schiefergassuche in Siebenbuergen – Verwaltungsgericht Kronstadt hebt Umweltgenehmigung zeitweilig auf

Buchtipp: „Schwarze Milch“ von Benjamin M. Grilj (Hrsg.)

Unter www.studienverlag.at/page.cfm?vpath=buecher/buchdetail&titnr=5197 ist folgendes Buch gelistet, die dortige Inhaltsangabe hier im Zitat: Benjamin M. Grilj (Hrsg.) Schwarze Milch Zurückgehaltene Briefe aus den Todeslagern Transnistriens „Schwarze Milch der Frühe …“: Paul Celans „Todesfuge“ ist ein Mahnmal für die Shoa – eine Grabschrift für jene, die kein Grab haben, wie seine Mutter, zu Tode gekommen bei der

Roșia, Moșna und Pungești

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Ende des Rechtsstaats? Polizeisperre an der Chevron-Baustelle. Pungești, 2.12.2013

Seit Anfang September wird in Rumänien protestiert. Erst gegen ein  Sondergesetz,  mit  dem  die  sozialliberale Regierung den Startschuss für das Goldtagebau-Vorhaben in Roșia Montană geben  wollte.  Doch  das  Thema  Schiefergas  wurde  auch  immer  dringender. Inzwischen zählen siebenbürgische Dorf Moșna/ Meschen und das moldauische Pungești mit zu den Wegmarken der neuen rumänischen Protestkultur. Oft heisst es in Demoaufrufen: „Roșia, Moșna și Pungești – trei motive ai să ieși!” Drei Dörfer und drei Gründe für alle Bürger_innen, auf die Strasse zu gehen.

Zwar ist das Sondergesetz nicht durch die Parlamentskammern  gekommen.  Nicht, dass man in Bukarest die Verfassungswidrigkeit eingesehen hätte, sondern weil die Proteste zu massiv waren. Alle Verantwortlichen  ruderten  zurück.  Herr  Ponta  wollte  als Abgeordneter gegen den von ihm als Premier  unterzeichneten  Entwurf  stimmen. Und siehe da – ganz nebenbei wurden alle strittigen Punkte in eine Neufassung des Bergrechts gepackt:  Privatfirmen  mit  Schürfrechten sollen u. a. auch enteignen dürfen. Dass die  erfolgreiche  Abstimmung  im  ersten Anlauf  misslang,  lag  nur  an  der  Unaufmerksamkeit  der  Senatoren    (die  falsch abstimmten…) und daran, dass im Parlament zu wenige Abgeordnete zum Votum erschienen.  Der  Kampf  um  die Aufnahme Roșia Montanăs in die Weltkulturerbeliste der UNESCO geht weiter.

The new mining law is dead – Long live Rosia Montana!

Übernommen von www.rosiamontana.org, eigene Übersetzung: Das neue Bergrecht ist tot – Es lebe Rosia Montana! Parlament lehnt Änderungen am rumänischen Bergrecht ab, mit dem der Beginn des Rosia-Montana-Projekts durchgedrückt werden sollte Bukarest/ Rumänien – Nach langen Debatten innerhalb des Parlaments und Demonstrationen in ganz Rumänien haben die Abgeordneten heute eine Reihe von Änderungen zur Ankurbelung

Chevron, frack off: News 8.12.2013

Einige Posts und News von heute, alle Zeiten in rumänischer Ortszeit: Video: Sicherheitskräfte des Wachdienstes SSG werfen mit Steinen auf Demonstranten Meldung der Nachrichtenagentur Hotnews.ro, eigene Übersetzung: „Die Gemeinde Pungesti (Vaslui) wurde zu einem Sonderbereich öffentlicher Sicherheit erklärt. Gemäß einem Auftrag der Gendarmerie werden besondere Maßnahmen in Bereichen ergriffen, in denen es zu gewalttätigen Ereignissen

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