Tag: ungarn
Online-Aktion: Ministerin Aigner muss NEIN bei Abstimmung im Ministerrat am 2.3. erreichen
Meldung der IG Gentechnikfreie Saat vom 25.2. 2009
Hallo zusammen – diesen Protestaufruf könnt ihr gerne weiterleiten, damit er noch mehr Nachdruck bekommt.
Unsere ungarischen KollegInnen bitten darum, dass wir uns ins Zeug legen: Die deutsche Regierung soll bei der Abstimmung am 2.3. über die nationalen Anbauverbote von Gentech-Mais zu einem NEIN bewegt werden.
Die deutsche Regierung soll bei der Abstimmung am 2.3. über die nationalen Anbauverbote von Gentech-Mais zu einem NEIN bewegt werden.
Wendet Euch unter: www.greenpeace.at/protest_gentechmais.html bitte an die Vertretungen dieser fünf Länder [Deutschland, Italien, Rumänien, Slowakei, Spanien] in Österreich. Fordert sie auf, ihre Verantwortung als Botschafter wahrzunehmen und euren Wunsch nach einer gentechnikfreien Landwirtschaft an ihre Regierungen zu übermitteln.
Im grünen Tal entschleunigen – In der Mikroregion Harbach baut man auf sanften Tourismus
Abseits der Hauptverkehrswege, weit weg von Hotelanlagen und touristischen Vergnügungen erstrecken sich nordöstlich von Hermannstadt/Sibiu inmitten grüner Weidelandschaft 48 kleine Dörfer. Gemeinsam mit der Stadt Agnetheln/Agnita haben sich die dort liegenden 13 Gemeinden in und um das grüne Harbachtal/Valea Hârtibaciului zur Mikroregion Harbach/Microregiunea Hârtibaciu zusammengeschlossen. Eine einzigartig Natur- und Kulturlandschaft erstreckt sich hinter den Hügeln der Thalheimer Höhe. Sie lädt neugierige Besucher ein, in eine kaum erschlossene Region einzutauchen, die sich durch traditionelles Leben und Handwerk auszeichnet.
„Gold oder Leben in der Region?“ – Vierte EAS-Ökologie-Konferenz über Rosia Montana mußte unter Polizeischutz tagen
Seit rund zehn Jahren gibt es nun schon die Diskussion über das Goldabbauprojekt der Firma „Gold Corporation“ in Rosia Montana. Dort liegen die größten Goldvorkommen Europas unter der Erde. Mit einem gewaltigen Tagebau will die rumänisch-kanadische Firma dort die Vorkommen ausschöpfen. Doch dazu muß das Dorf weichen, es müssen mehrere Kirchen abgerissen und Gräber verlegt werden. Eine der schönsten Karpatenlandschaften würde dauerhaft zerstört werden. Mehrere Berge müßten komplett abgetragen werden. Und es drohen als Konsequenz zwei riesige Schlackenbecken mit hochgiftigen Zyanidresten aus dem Abbauprozeß.
Buchempfehlung: Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu. Rumäniendeutsche in der Waffen-SS (von Paul Milata)
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Die jüngere Vergangenheit der Deutschen im östlichen und südöstlichen Teil Europas ist in den letzten Jahren wiederholt Gegenstand von Auseinandersetzungen gewesen. Osteuropäische Staaten haben aus unterschiedlichen Anlässen auf die NS-Sympathien der »Volksdeutschen« zwischen 1933 und 1945 hingewiesen, während von bundesdeutscher Seite die Geschichte der Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg in die Debatte gebracht wurde. Was aber ist wirklich über das Verhalten der Deutschen in diesen Regionen Europas bekannt? Für das Gebiet von Rumänien bietet nun der vorliegende Band Antworten auf diese Frage. So zeigt sich, dass sowohl die erste als auch die größte SS-Auslandsrekrutierung bei den deutschen Gruppen in Rumänien stattfand. Der freiwillige Eintritt der Rumäniendeutschen in die Waffen-SS kann dabei nicht nur als eine Unterstützung NS-Deutschlands – trotz oder wegen Hitlers – gewertet werden, sondern auch als Reaktion auf den Nationalismus des Heimatstaates und als ein deutliches Zeichen gegen das sowjetische System stalinistischer Prägung.
Erinnerung in Sibiu/Hermannstadt an 50 Jahre Ungarnaufstand – ermöglicht von der KulturLand SRL
Unter der Überschrift „Aufstand 1956 und die Folgen. Beeindruckende Veranstaltung zu den Ereignissen in Ungarn vor 50 Jahren“ berichtet die Journalistin Hannelore Baier in der ADZ vom 24.11. 2006: „Erinnerungen, neue Informationen über Zusammenhänge, Fakten, Sympathie. Sie kamen geballt am vergangenen Freitagabend während eines langen, beeindruckenden Abends zum Ausdruck. Es war die erste Veranstaltung, die
Einfach, aber kompliziert und konfliktuell: Chancen in Transsilvanien
„Was wollt ihr hier“, verwundert sich der Mann vom Film, „hier gibt es ja nicht mal eine Bar.“ Seit über 20 Jahren tourt er sommers durch Rumänien und Siebenbürgen, ent-lang dem Transeuropäischen Korridor der atemberaubenden Verkehrsströme zwischen Skandinavien und Türkei. Zum ersten Mal landet er nun abseits von den Magistralen in einem siebenbürgischen Dorf bei Sibiu/Hermannstadt, trifft auf die Bekannten von Bekannten und wundert sich. Die Antwort der anderen: „Wir wollen hier leben.“
Transsilvanien braucht viel Auferstehung (von Jens Langer)
Nach der vierten europäischen Grenze suchen wir – der schwarzweiße Münsterländer-Mischling Linus, eine dunkelblonde Kandidatin der Politik- und Sportwissenschaft und ein grauer Prediger – im rumänischen Arad eine Tankstelle, bei der die Aufkleber für die Straßenbenutzung gekauft werden können. Ein Mann in einem stabilen Landrover mit württembergischen Kennzeichen fragt nach Woher und Wohin. Er stammt aus einer deutschen Familie in Kasachstan. Und hat anscheinend Glück gehabt in der neuen Heimat. Wir einigen uns schnell über Bürokratie in Deutschland, den ungewöhnlichen Fahrstil in Rumänien, über Freiräume und den Sinn von persönlichem Einsatz.
Das Gelächter der Deklassierten
Siebenbürgen-Drama, 2. Akt – E. Schlattners „Das Klavier im Nebel“
Um 6.00 Uhr früh am Montag, dem 04. April 2005, schließt Eginald Schlattner in sei-nem Schreibzimmer in Roşia/Rothberg die achte und endgültige Überarbeitung seines Romans „Das Klavier im Nebel“ ab. Im Februar hatte es von dem Buch noch gehei-ßen: „Es liegt in den letzten Zügen, löst sich von mir, wird fremd.“ Er hatte das Manu-skript durch einen Freund an den Verlag von Rumänien nach Wien bringen lassen. Das war vor 4 Jahren, und die letzte Hälfte davon hatte er dem Text immer wieder zugesetzt und dieser ihm. Nun sind es über 500 Seiten geworden. Nach allen damit verbundenen Strapazen schrieb er an jenem Morgen unter sein drittes Buch über Eu-ropa in Siebenbürgen nur noch ein einziges Wort: „Kaputt!“ Bei wiederholtem An-schauen schien es ihm am falschen Platz. „Ich habe es durchgestrichen und wie in alten Zeiten geschrieben SOLI DEO GLORIA“, erzählte er drei Wochen später in sei-nem Haus. Diesen Zusatz strich der Verlag. Schlattner aber nimmt in aller Herrgotts-frühe sich selbst beim Wort, geht zum Hoftor hinaus, das er im Schreibzimmer mittels einer einfachen Spiegelkonstruktion immer im Blick haben kann, und schließt die Kir-che auf, deren Informationstafel er mit dem Hinweis „Vor 1220 – älter als Berlin!“ ver-sehen hat. Eingetreten, legt er die Hände vors Gesicht und spricht: „Mein Herr und Gott, lass mir bitte nichts mehr einfallen zu dem neuen Buch!“
Neue Autobahn gefährdet Land und Leute
Im Winter 2003/ 2004 bekam der US-Konzern BECHTEL per nachgeschobenem Dringlichkeitserlaß die Lizenz zum Bau einer Autobahn. Sie soll von Bros an der ungarischen Grenze über Cluj (Klausenburg), Tîrgu Mures (Neumarkt) und Brasov (Kronstadt) nach Bukarest führen.
Per Staatsschulden finanziert, soll die Trasse 2,6 Milliarden Euro kosten. Angesichts der rumänischen Verhältnisse eine unglaubliche Summe. Schätzungen gehen davon aus, dass die Gesamtkosten für den rumänischen Staat bis zu 4 Milliarden Euro erreichen könnten.
Wen interessiert, was unter den großen Brücken geschieht? Hier eine Liste mit Web-Beiträgen zum Thema.
ROSIA MONTANA: Gemeinsame Pressekonferenz der Umweltminister Rumäniens und Ungarns am 17.01.2005
Am 17. Januar 2005 traf Sulfina Barbu, neue rumänische Umweltministerin, ihren ungarischen Amtskollegen Miklos Persanyi. In den Gesprächen ging es unter anderem um die geplante Goldmine in Rosia Montana. Alburnus Maior stellt einen Mitschnitt der PK (in Rumänisch und Ungarisch) auf www.rosiamontana.org/documents/mp3/rec05.wav zum Download bereit.
…als ich jung war. Nachruf auf einen Unbekannten
Als Bukarest vor nun fast drei Jahren sein Volk zählen ließ, begab es sich, daß die Gesandten ein Dorf für tot erklärten. Nicht nur eines – eines aber lebte sicher noch zu jener Zeit. Es lebte und war doch schon gestorben.
Engenthal – rumänisch Mighindoala, ungarisch Ingodály – liegt versteckt zwischen Bell und Petersdorf nördlich des Kaltbachtales. Der Bericht über ein aufgegebenes Dorf in der Nähe weckte Abenteuerlust, Erzählungen von sächsischen Schäfern ließen aufhorchen. Im Frühjahr wanderten wir dort hinauf. In Bell glaubte man seinen Ohren nicht zu hören, als wir nach dem Weg fragten…
Europa in Siebenbürgen – Konversation und Verhör der Kulturen: Eginald Schlattner (*13.9.1933), Dichter in Europa
„Was ist ein ‚Kotzen’?“, frage ich die sonntägliche Kaffeerunde vor der Sommerküche auf dem Hof von Sophia Schneider, der 75-jährigen Bäuerin, Witwe die Hälfte ihres Lebens. Das Wort findet sich mehrfach in Eginald Schlattners Roman „Rote Handschuhe“ von 2001 (dtv 2003), und gerade hatte in der „Hermannstädter Zeitung“ gestanden, dass auf einem bekannten Jahrmarkt die Kotzenhändler ihre Stände aufbauen würden. Ohne Rücksicht auf das siebenbürgische Deutsch das fremde Wort ausgesprochen, konnte es mir von keinem Einheimischen erklärt werden. „Aber Eginald Schlattner gebraucht dieses Wort oft.“ Auf diesen Hinweis reagiert Thomas Drotleff, Bruder von Tante Sophia, Bauer und Kurator der Kirchenburg in Holzmengen/Hosman/Holcmány, knochentrocken: „Ja, wenn Sie’s vom Schlattner gehört haben, mag das sein. Der gebraucht viele Wörter.“ Ein Marburger Musikstudent, der mit seiner Freundin zur Kaffeerunde ebenso wie im Sommer angereiste Geschwister und Kinder aus Deutschland gehört, hat schon einmal früher nach dem Wort im Lexikon gesucht: Es ist eine Pferdedecke. Das also ist die Schlafstatt im Gefängnis für den Protagonisten aus Schlattners Roman!
Border 04-Projekt, unterwegs in Osteuropa …
Ein Beitrag von Hagen, Hanau: Border 04 ist ein vielgestaltiges Kontakt- und Untersuchungsprojekt, das von Juli bis September 04 vom Balkan bis ins Baltikum entlang der neuen EU-Außengrenzen unterwegs sein wird. In Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, Medien- und Kulturzentren, sollen die alten und neuen Grenzen des amtlichen Europa erkundet, umrundet und durchlöchert werden. Befindet sich jenseits der politischen Grenzen ein virtuelles Europa? Ein offenes Europa, dem es nicht länger um Ein- oder Ausschluss geht, sondern vielmehr um Kommunikations- und Bewegungsfreiheit?
Goldfieber in Rumänien: Das verfluchte Gold
In Siebenbürgen will eine kanadische Firma die grösste Goldmine Europas erstellen. Vier Berge sollen abgetragen und tausend Familien umgesiedelt werden. Das lassen sich nicht alle bieten. 350 Familien wollen Rosia Montana im Westen Rumäniens auf keinen Fall verlassen.
Hin und Her
Mitte Februar fuhr ich von Kärnten durch Slowenien, Kroatien und die Vojvodina im Zug nach Belgrad – mit Bozas Einladung, dem Visa und allerlei dingend empfohlenen wie überflüssigen Halbdokumenten im Gepäck. Mein zweites Visum überhaupt; im November 1989 einmal Stunden schlangestehen, um mir von spätpreussischen Beamten ein „Visum zur Ausreise in die BRD“ in den Personalausweis stempeln zu lassen. Februar 2001: Visum, die zweite.
