Tag: Juli
Ukraine: Den Wald von Svydovets retten! ***Aufruf auch auf Französisch und Englisch**
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En français: „Défendons le massif Svydovets!“
In English: „Defend Svydovets!“
Im Jahr 2016 hat man zum ersten Mal vom Plan eines Skizentrum auf dem Svydovets gehört. Es soll größer und schicker werden als ‘Bukovel’, die bekannteste Skistation in der Ukraine, eine Art Doppelgänger nur noch grandioser. Der Gouverneur von Transkarpatien, Guenady Moskal, nannte zu dem neuen Tourismus-komplex unglaubliche Zahlen: geplant sind mehr als 60 Hotels, 120 Restaurants, 33 Lifte, die zu Pisten mit einer Gesamtlänge von 230 km führen. All das wird von Investoren finanziert, deren Namen er nicht nennen will.
Roșia, Moșna und Pungești
Seit Anfang September wird in Rumänien protestiert. Erst gegen ein Sondergesetz, mit dem die sozialliberale Regierung den Startschuss für das Goldtagebau-Vorhaben in Roșia Montană geben wollte. Doch das Thema Schiefergas wurde auch immer dringender. Inzwischen zählen siebenbürgische Dorf Moșna/ Meschen und das moldauische Pungești mit zu den Wegmarken der neuen rumänischen Protestkultur. Oft heisst es in Demoaufrufen: „Roșia, Moșna și Pungești – trei motive ai să ieși!” Drei Dörfer und drei Gründe für alle Bürger_innen, auf die Strasse zu gehen.
Zwar ist das Sondergesetz nicht durch die Parlamentskammern gekommen. Nicht, dass man in Bukarest die Verfassungswidrigkeit eingesehen hätte, sondern weil die Proteste zu massiv waren. Alle Verantwortlichen ruderten zurück. Herr Ponta wollte als Abgeordneter gegen den von ihm als Premier unterzeichneten Entwurf stimmen. Und siehe da – ganz nebenbei wurden alle strittigen Punkte in eine Neufassung des Bergrechts gepackt: Privatfirmen mit Schürfrechten sollen u. a. auch enteignen dürfen. Dass die erfolgreiche Abstimmung im ersten Anlauf misslang, lag nur an der Unaufmerksamkeit der Senatoren (die falsch abstimmten…) und daran, dass im Parlament zu wenige Abgeordnete zum Votum erschienen. Der Kampf um die Aufnahme Roșia Montanăs in die Weltkulturerbeliste der UNESCO geht weiter.
Antiziganismus: Vorurteil und Diskriminierung Darstellung und Wahrnehmung rumänischer Roma. Wissenschaftliche Tagung veranstaltet vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin – 9.-10. Juli 2010 in Berlin
Quelle: Mailing-Liste „JOE“ (Junge Osteuropa Experten) – www.joe-list.de
Tagungsort
Technische Universität
H 1035
Strasse des 17. Juni 135
10587 Berlin
Information und Anmeldung:
Dr. Brigitte Mihok
Tel. 030/314 23 079
Fax 030/314 21 136
mihok [at] zfa.kgw.tu-berlin.de
Update: Kostenexplosion bei umstrittenem Bau der Siebenbürgen-Autobahn
Die Tageszeitung „Bihoreanul“ berichtet in ihrer Ausgabe vom 7. Juli 2008, dass die Kosten für denBau der Siebenbürgen-Autobahn von 2,2 Mrd. Euro auf mittlerweile 7,17 Mrd. Euro gestiegen seien. Die Länge der zumeist nach Kriterien des „geringen Raumwiderstands“ geplanten Trasse durch große Gebiete hoher Biodiversität (u. a. Natura2000-Gebiete) beträgt 415km und zählte bereits 2002 zu
Zeitgemäße Interpretation dörflichen Lebens
Der Verein „Hosman Durabil“ bemüht sich um Steigerung der Lebensqualität für die Dorfbevölkerung / Von Karoline Langer
Imposant erheben sich die Gipfel der Fogarascher Berge / Munţii Făgăraş im Rücken des 800-Seelen Ortes. Die prächtige Kirchenburg vor ihren Füßen versucht es ihnen gleich zu tun und ragt aus der Dorfmitte empor. Von außen betrachtet scheint es, als sei in Holzmengen / Hosman wie in unzähligen anderen Dörfern auch, die Zeit stehengeblieben. Wo traditionelles Leben und Handwerk noch den Alltag der Menschen bestimmen, erfährt der Betrachter ein herrlich idyllisches Bild. Auch daraus schöpft sich der Reichtum der einmaligen Kultur- und Naturlandschaft. Jenseits verklärter Blicke aber gestaltet sich die Lebenswirklichkeit der Dorfgemeinschaft in der Gegenwart. Im Zuge von Modernisierungsprozessen, Arbeitsmigration und Verstädterung ist es darum ein wünschenswerter Beitrag, Dorfentwicklungen zu fördern, welche auch durch den Erhalt des baulichen wie kulturellen Erbes die Lebensqualität der Einheimischen absichern.
Soweit die Wolken gehen II: Barocco Locco erneut in Siebenbürgen
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Biertan/ Birthälm: 7.8., 13.00 17:00
Vom 30.Juli bis 6. August 2006 gab das das Ensemble Barocco locco eine Serie von acht Konzerten in siebenbürgischen Dörfern und Städten. Der warme menschliche Empfang und das Verständnis und Interesse des Publikums für die zu Gehör gebrachte Musik, veranlasste die Künstler, in der Zeit vom 29. Juli bis 14. August 2007 eine weitere Reise nach Siebenbürgen zu planen.
Bei der letzten Konzertreihe standen Beispiele frühbarocker Musik aus Deutschland, Italien und Holland auf dem Programm mit einer Betonung auf Musik aus der protestantischen Glaubenswelt.
Mit einem Orgelwerk von Daniel Croner und einer Chanson von Johann Stockem kam auch Musik aus Siebenbürgen zu Gehör.
Für 2007 ist die Programmierung spezifischer siebenbürgisch zugeschnitten: Als äußerstes östliches Bollwerk der westlichen Zivilisation stand Siebenbürgen im 17. Jahrhundert in regem musikalischen Austausch mit den europäischen Kernlanden.
Brukenthal-Kulturweg auf WDR 5
Ein Beitrag von Jaqueline Hene über den Brukenthal-Kulturwanderweg war am 24. Juli auf WDR 5 zu hören und zwar als 11-minütiger Schwerpunkt in der Stunde zwischen 12 und 13 Uhr MESZ (siehe Programm). die Sendung kann nun als WDR-Podcast aus Internet hier heruntergeladen werden.
Informationen zum Brukenthal-Kulturweg finden Sie hier.
Konzertreise des Ensembles „Barocco Locco“ durch Südsiebenbürgen beendet
Vom 30. Juli bis zum 06. August konzertierte das deutsch-niederländische Ensemble Barocco Locco in vier Städten und vier Dörfern des südlichen Siebenbürgens. Angefangen vom ersten Konzert in Jibert/ Seiburg bis zum Abschluß in Sibiu/ Hermannstadt kamen über 500 Menschen in die evangelischen Kirchen. Besonders in den Dörfern gab es so für bei de Seiten sehr eindrucksvolle Konzerte: In Orten wie Apold (MS)/ Trappold oder Szakadat/ Săcădate zeigte sich die alle Menschen verbindende Wirkung der Musik besonders deutlich.
Konzertreise des deutsch-niederländischen Ensembles „Barocco Locco“ vom 30.7. bis 6.8.2006
Barocco Locco ist ein internationales Ensemble mit Musikern aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Es wurde 1985 von Fritz Heller gegründet und setzt sich zum Ziel, Musik des 16. und 17. Jahrhunderts auf Originalinstrumenten in authentischer Weise aufzuführen. Jedem Programm geht ein umfangreiches Quellenstudium voraus; die Musiker spielen soweit möglich aus Facsimiles oder eigenen Bearbeitungen der Originale.
Gabriel Lambescu ist tot.
Am Abend des 8. Juli 2006 verstarb unerwartet Gabriel Lambescu, der als begnadeter und visionärer Architekt sich mit Leib & Seele der Rettung des siebenbürgischen Bauerbes verschrieben hatte. In den letzten Jahren realisierte er im Auftrag des Mihai Eminescu Trust cca. 400 Projekte zwischen Schäßburg, Mediasch, Hermannstadt und Kronstadt. Gabriels Tod bedeutet für alle,
Pressemitteilung: Radio Romania Live
Seit dem 1.Januar 2006 gibt es nun das Deutsch/Rumänische Internetradio Radio Romania Live (RRL). Angesprochen sind all Rumänienfreunde, alle Rumänen in Deutschland und alle Deutschen in Rumänien.
Neue Autobahn gefährdet Land und Leute
Im Winter 2003/ 2004 bekam der US-Konzern BECHTEL per nachgeschobenem Dringlichkeitserlaß die Lizenz zum Bau einer Autobahn. Sie soll von Bros an der ungarischen Grenze über Cluj (Klausenburg), Tîrgu Mures (Neumarkt) und Brasov (Kronstadt) nach Bukarest führen.
Per Staatsschulden finanziert, soll die Trasse 2,6 Milliarden Euro kosten. Angesichts der rumänischen Verhältnisse eine unglaubliche Summe. Schätzungen gehen davon aus, dass die Gesamtkosten für den rumänischen Staat bis zu 4 Milliarden Euro erreichen könnten.
Wen interessiert, was unter den großen Brücken geschieht? Hier eine Liste mit Web-Beiträgen zum Thema.
Wusch, Schmalspurbahn im Harbachtal
Wie in vielen Dingen, auch hier noch nichts Greifbares: Wann wird die Wusch (oder auf rumänisch Mocanita) genannte Schmalspurbahn wieder durch das Harbachtal/ Valea Hârtibaciului fahren? Langsam regen sich wieder Aktivitäten von menschen aus der Region und weiter weg und wir hoffen, daß es noch eine Chance für die Bahn gibt. Julian Nolte hat nun
Moara Veche/ Alte Mühle: Dank an 9 WadldörferInnen + 1 Begleiter
Den Schülerinnen und Schülern Hannah Kaspers, Mira Kreuzer, Karolin Lensch, Anna Ostheimer, Julian Baum, Konstantin Fick, Christian Schenk, Matthias Vogel und Fabian Walter von der Würzburger Waldorfschule danken wir für ihre unermüdliche Arbeit im Rahmen der Praktikumswochen vom 30.5. bis 16.6.2005 auf der Holzmengener Alten Mühle wie der Kirchenburg.
Europa in Siebenbürgen – Konversation und Verhör der Kulturen: Eginald Schlattner (*13.9.1933), Dichter in Europa
„Was ist ein ‚Kotzen’?“, frage ich die sonntägliche Kaffeerunde vor der Sommerküche auf dem Hof von Sophia Schneider, der 75-jährigen Bäuerin, Witwe die Hälfte ihres Lebens. Das Wort findet sich mehrfach in Eginald Schlattners Roman „Rote Handschuhe“ von 2001 (dtv 2003), und gerade hatte in der „Hermannstädter Zeitung“ gestanden, dass auf einem bekannten Jahrmarkt die Kotzenhändler ihre Stände aufbauen würden. Ohne Rücksicht auf das siebenbürgische Deutsch das fremde Wort ausgesprochen, konnte es mir von keinem Einheimischen erklärt werden. „Aber Eginald Schlattner gebraucht dieses Wort oft.“ Auf diesen Hinweis reagiert Thomas Drotleff, Bruder von Tante Sophia, Bauer und Kurator der Kirchenburg in Holzmengen/Hosman/Holcmány, knochentrocken: „Ja, wenn Sie’s vom Schlattner gehört haben, mag das sein. Der gebraucht viele Wörter.“ Ein Marburger Musikstudent, der mit seiner Freundin zur Kaffeerunde ebenso wie im Sommer angereiste Geschwister und Kinder aus Deutschland gehört, hat schon einmal früher nach dem Wort im Lexikon gesucht: Es ist eine Pferdedecke. Das also ist die Schlafstatt im Gefängnis für den Protagonisten aus Schlattners Roman!


