Pester Llyod – „Vom Steppenidyll zur Rassentheologie: Ungarn blickt nach Osten“
Äußerst interessanter Artikel im Pester Lloyd zur Struktur der ungarisch-nationalistischen Herkunftsideologie… Die wilden Reiter von Absurdistan Vom Steppenidyll zur Rassentheologie: Warum Ungarn nach Osten blickt via Vom Steppenidyll zur Rassentheologie: Ungarn blickt nach Osten.
Bucharest revisited (II)
Kurz bevor es das dritte Mal nach Bukarest in die Archive geht, noch einige Worte zum Recherche-Trip vor fast einem Monat. Wie zu erwarten war, hatte ich die Genehmigung fürs Diplomatische Archiv noch nicht erhalten. Sie kam fast punktgenau nach den gesetzlichen 30 Pflicht-Tagen – aber immerhin kam sie; davon nächstes Mal mehr.
Ende März hatte ich hingegen die Möglichkeit, das Archiv des Zentrums zum Studium der Geschichte der Juden Rumäniens (Centrul pentru Studiul Istoriei Evreilor din România, CSIER) zu besuchen.
Email – Subject: Konferenz der BW-Landesvertretung in Brüssel „Advancing with the Restoration Agenda“, Sponsoring durch die Rosia Montana Gold Corporation
Sent: Friday, March 23, 2012 10:49 PM
To: nicola.schelling@bruessel.bwl.de
Sehr geehrte Frau Schelling,
mit Entsetzen habe ich erfahren, dass die von der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU mitorganisierte Tagung „Advancing with the Restoration Agenda“ am 27. März 2012 von der Rosia Montana Gold Corporation (RMGC) gesponsort werden soll.
Die alte Leier: Eine neue Filmkollektion über das Harbachtal
Vor einigen Tagen präsentierte Günter Czernetzky die von ihm koordinierte Film-DVD „Oh Jammer im Harbachtal“ im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums. Nachdem der Titel bereits die Reproduktion einer ermüdend vertrauten Sichtweise vermuten liess, übertraf das Gesehene leider die Erwartungen. In der ADZ kommentierte Holger Wermke das Ereignis nüchtern. Die Diskussion im Anschluss an die Vorführung blieb leider zu kurz und war von gewissen Verhärtungen der gegensätzlichen Positionen bestimmt. Die Filmschaffenden und ihr Mentor haben allerdings einiges getan, um dies auch so zu lassen.
Jedes einzelne Filmchen könnte Anlass bieten zu spezifischen Diskussionen und wäre für sich genommen – von technischen Schwächen einmal abgesehen – auch nicht sonderlich dramatisch. Doch der Produzent hat es ja mit der DVD auf ein vermeintliches Gesamtbild abgesehen und so ist das Material dann auch zu behandeln.
Unhaltbare Zustände im Arader Transborder-Camp?
Migreurop hat auf ihrer Website eine Nachricht von Insassen des Gefangenenlagers für EU-Asylantragstellende in der Gemeinde Horia veröffentlicht. Das Camp liegt in der Nähe der westlichen Grenzstadt Arad. Wie aus der Meldung zu entnehmen ist, scheinen in dem Camp katastrophale Zustände zu herrschen. So klagen die Insassen über fehlende medizinische Betreuung, schlechte Ernährung sowie drastisch
„Save Roșia Montană!“ und Re-Generation blockieren Bukarester Umweltministerium
Heute gab es eine gute Aktion am Umweltministerium in Bukarest: AktivistInnen der Kampagne „Save Roșia Montană!“ und und von Re-Generation blockierten kurzzeitig den Eingang Gebäudes. Als „Gesundheitsinspektoren“ wollten sie dieses wegen eines Infektionsherdes von Korruption und Inkompetenz unter Quarantäne stellen. Die überforderten Sicherheitskräfte beförderten die Aktion letzlich mit in verschiedene News-Kanäle. Die AktivistInnen kündigeten ihre Rückkehr an – der Widerstand geht weiter!
Salvați Roșia Montană! Save Roșia Montană! Rettet Roșia Montană!
Bucharest revisited (I)
Die Vorbereitungen zur Abschlussarbeit im Geschichtsstudium (eher zu verschweigen nach mehr als zehn Jahren Dauer…) haben mich wieder einmal nach Bukarest gebracht. Drei Archive standen auf dem Plan, eines konnte ich immerhin betreten. Kurze Eindrücke, später mehr, die vielleicht andern hilfreich sind oder gar Kommentare auslösen…
Putzfrauen der Globalisierung
Ifa-Koordinatorin über Berliner Haushalthilfen aus Rumänien
„Radio Neumarkt auf Deutsch“ vermeldete es, die Hermannstädter und die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (20.1.12, 11.12.2011) ebenso: Es gibt eine neue Regionalkoordinatorin des Instituts für Auslandsbeziehungen, die sich seit Anfang November um die IfA-Kulturmanager in Serbien, Ungarn und Rumänien kümmert. Davon gibt es allein in Rumänien vier, wobei allerdings die Stelle in der Evangelischen Akademie Siebenbürgens vakant ist. Die Neue ist Friederike Binder (37). Zu den Angaben über Biografisches kommt in den Meldungen auch die Berufsbezeichnung als Diplom-Sozialarbeiterin. Studiert hat sie an der Fachhochschule Potsdam und dort auch ihre Abschlußarbeit geschrieben, die 2008 in Saarbrücken veröffentlicht worden ist.
Nachtrag zur Holocaustleugnung durch (vorläufig-ex-)PSD-Sprecher Șova
Wenigstens gibt es öffentliche Reaktionen – nach dem Statement des Elie-Wiesel-Instituts (INSHR-EW) haben das MCA (rumänisches Zentrum zur Antisemitismus-Bekämpfung ) und die Roma-Organisation Romani Criss gegen Șova Anzeige erstattet. Die Leugnung der Shoah ist schließlich auch hier Straftatbestand. Parteichef Ponta spricht jedoch nur von einer „vorläufigen“ Amtsenthebung, „bis er [Șova – jfc] nicht umgehend das
Ein Kind des hiesigen Geschichtsdiskurses: PSD-Sprecher leugnet Holocaust
Vorgestern abend liess der Sprecher der rumänischen Sozialdemokraten, Dan Şova, eine altbekannte Katze aus dem Sack: In Rumänien seien „nur“ ein paar Juden ermordet worden und zwar von Deutschen.[1] Da ist also wieder einmal die Behauptung, es hätte gar keinen Holocaust in Rumänien gegeben. Dass sich die nationalistische Geschichtsschreibung im Lande gerne von der Tatsache reinwaschen möchte, dass nahezu die Hälfte der rumänischen Juden ermordet wurde, ist bekannt.[2]
Kurze Rede…
Hendrik Kraft, Betreiber des Blogs sibiuaner.noblogs.org, hat mich jüngst drauf hingewiesen, dass kürzere Blogmeldungen zur Lage im Lande den UserInnen eventuell hilfreicher sein könnten, als „nur“ die Linklisten zu verschiedenen Themen. Ich werd’s versuchen. Im Gegenzug wurde Hendrik zu den Autoren auf cotaru.com hinzugefügt, in der Hoffnung, dass seine Beiträge zu „verschiedene[n] Erscheinungsformen von Ausgrenzung,
Daias bleicher Sohn
Georg Hoprich 29.12.1938 – 9.4.1969
(PDF-Fassung hier zum Download)
Wer von der Straße Sibiu/Hermannstadt – Agnita/Agnetheln zum Dorf Daia /Thalheim/Dolmany abbiegt, kann auf einer Gedenktafel an der Vorderfront des ersten Hauses im Ort lesen: Mit Gottes Hilfe hat David Petru dieses Haus im Jahre 1959 gebaut. Ein anderer Sohn des Dorfes hatte um diese Zeit begonnen, Fundamente seines Gebäudes aus deutscher Sprache zu errichten[1], daran erinnert hier nichts, und das Haus seiner Eltern Georg sen. und Sofia Hoprich ziert keine Tafel, ist unter der angegebenen Nummer 103[2] vielmehr überhaupt nicht zu finden. Vor Jahrzehnten wurde die Zählung verändert.
Explodiert die Mamaliga? Proteste in Rumänien
Links zu den Protesten in Rumänien. Ausgangspunkt war der Rücktritt des Staatssekretärs für Gesundheitsfragen, Raed Arafat.
Der TV-Sender Antena 3 bietet einen Livestream unter der Adresse www.antena3.ro/live.php an, ebenso Realitatea unter webtv.realitatea.net/live. Hinweis: Die Sender sind nicht als unabhängig einzuschätzen.
7.2.2012
Auf Facebook sind eine Vielzahl von Gruppen, die in etlichen Städten Rumäniens zu Kundgebungen im Rahmen des europaweiten STOP-ACTA-Aktionstages aufrufen. Es wird behauptet, dass mit Zehntausenden DemonstrantInnen zu rechnen sei. Das wird abzuwarten sein.
Vorerst Links zur Lage nach der Beauftragung von Mihai-Razvan Ungureanu mit der Regierungsbildung:
- ORF.at: Misstrauen gegen politische Klasse
- punkto.ro: Aus Alt mach Neu: Voraussichtliche Zusammensetzung der Regierung Ungureanu
- WienerZeitung.at (vom 6.2.): Nach dem Rücktritt der Regierung muss der neue Permier Auflagen der internationalen Geldgeber erfüllen: Rumänien hält an Sparkurs fest
- Focus.de (vom 6.2.): Ungureanu soll das Volk beruhigen
