Category: Cultura
Wusch/ Mocăniță: Neue Perspektiven, neue Hoffnung?
Hat die „Wusch“ eine Zukunft? Rundtischgespräch identifizierte mögliche Strategie zur Wiederbelebung der Schmalspurbahn Hier der Link zum ADZ-Artikel anlässlich des Rundtisch-Gespräches am Tag des Denkmals, 19.9. 2013 Neues Ende März 2014: Schmalspurbahn vom Tunnelende – Kampagne zur Wiedereinführung der Schmalspurbahn wurde prämiert Nachtrag am 22.10.2013: Der Herr Kreisratsvorsitzende Ioan Cindrea, ein wahrer Mann des
Aufruf aus dem Harbachtal/ Valea Hârtibaciului: Salvați mocanița Sibiu-Agnita! Rettet die Wusch!
Au trecut 12 ani de când fluierul mocăniţei nu se mai aude pe Valea Hârtibaciului. S-a aşternut liniştea şi nepăsarea autorităţilor peste soarta acestui obiectiv de suflet al hârtibăcenilor: Semnaţi petiţia, salvaţi mocăniţa!
Zwölf Jahre sind vergangen, seitdem zum letzten Mal das Pfeifen der Wusch im Harbachtal zu hören war. Gleichgültigkeit hat sich breitgemacht und Gleichgültigkeit der Behörden gegnüber diesem Stück Seele der Harbachtaler: Unterschreibt die Petition, rettet die Wusch!
Buchtipp: „Schwarze Milch“ von Benjamin M. Grilj (Hrsg.)
Unter www.studienverlag.at/page.cfm?vpath=buecher/buchdetail&titnr=5197 ist folgendes Buch gelistet, die dortige Inhaltsangabe hier im Zitat: Benjamin M. Grilj (Hrsg.) Schwarze Milch Zurückgehaltene Briefe aus den Todeslagern Transnistriens „Schwarze Milch der Frühe …“: Paul Celans „Todesfuge“ ist ein Mahnmal für die Shoa – eine Grabschrift für jene, die kein Grab haben, wie seine Mutter, zu Tode gekommen bei der
Geburt des neuen Rumänien?
Rumänische Zivilgesellschaft formiert sich – auch Kirchen zeigen Flagge
Es gibt ein sinnvolles Ziel für die Gesellschaften,auf das hin sie sich entwickeln. Jede Revolution ist Ausdruck einer nicht assistierten oder resistierten Evolution auf dieses Ziel hin. Das sind Worte des Philosophen, Arztes, Bergbauingenieurs und Philosophen Franz von Baader (1765-1841), den ich notgedrungen aus dem Gedächtnis zitiere. (Seine uns Heutigen fremde Wortwahl unterstützt mein Gedächtnis, um nicht in dieser Tradition zu sagen: hilft ihm auf). Gut, er lebte im Zeitalter der Romantik!Könnte er dennoch mit seiner These den Puls der Zeit fühlen? Ich mußte in jüngerer Zeit oft an ihn denken. Wieso? Durch Begegnung mit gesellschaftlichen Wirklichkeiten:
Roșia Montană: Gefährlicher Polit-Zirkus um verfassungsfeindliches Gesetz
Rumänien im Aufruhr. Acht Wochen seit Beginn der friedlichen Massenproteste. Die rumänische Politszene kriminalisiert vermehrt die Strassenproteste.
Im September waren die Proteste in Rumänien noch von der Euphorie getragen, erstmals zehntausende Menschen für eine Forderung auf die Strassen gebracht zu haben und nicht gegen eine_n bestimmte_n Politiker_in. Die Konzentration auf die Forderung „Rettet Roșia Montană!“ wird inzwischen zwar von Rücktrittsforderungen begleitet – es ist aber allen Protestierenden klar, dass es sich bei den Volksvertreter_innen in Bukarest um eine prinzipiell geschlossene Kaste handelt. Das „erwachte Dornröschen“, wie eine Bloggerin die Masse der Demonstrant_innen treffend bezeichnete, wusste von Anbeginn, dass personelle Konsequenzen zwar Teilerfolge sichern, das Goldtagebau-Projekt der Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) jedoch nicht aufhalten würde.
Crowdfunding: Doku über Kleinbauern/ -innen in Rumänien und Frankreich
Please – support #crowdfunding for a film about small-scale #agriculture in #Romania and #France http://www.kisskissbankbank.com/echanges-paysans-le-documentaire
Vereint, enttäuscht – bald wütend?
Rumänien erlebt die grössten Proteste seit 1989 gegen die drohende Genehmigung einer Goldmine in Roșia Montană.
Ich schreibe diesen Text am 18. September im siebenbürgischen Cluj. Ende August übergab die Regierung den Entwurf eines Sondergesetzes für den Start des Goldminen-Projekts der Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) an das Parlament. Seither vergeht kein Tag ohne Proteste im Land. Jeden Sonntag gingen mehr Menschen auf die Strasse. Auch wenn es Zehntausende sind, ignorieren die öffentlichen und privaten Medien die Proteste weitgehend. Jeden Tag passieren unvorhersehbare Dinge. Die Politik ist irritiert. Derzeit ist absolut nicht absehbar, wo dieser Kampf Anfang Oktober stehen wird. Nur eins: Diese Revolution kommt nicht ins Fernsehen, aber sie hat einen Facebook-Account…
Uniți Salvăm Roșia Montană. Lupta continua. Der Kampf geht weiter.
Uniți Salvăm Roșia Montană. Dar sunt absolut convins că ne vom trezi cu mari surprize, dacă nu continuăm cu proteste și cu acțiunile gen contactarea deputaților → legea.rosiamontana.org, până nu atîngem scopurile campaniei „Salvați Roșia Montană!”: Înterzicerea definitivă a mineritului cu cianuri Declararea Roșiei Montane sit UNESCO Lupta continua. „Uniți Salvăm Roșia Montană!“ –
Jüdische Spuren im Harbachtal
Seit wenigen Tagen haben zwei Archivare des New Yorker Leo-Baeck-Instituts, Julie Dawson und Ryan Mendenhall, ihre Recherchen (siehe: jewish-transylvania-bukovina.tumblr.com) von Suceava nach Sibiu/ Hermannstadt verlegt. Unter den ersten Überraschungen fand sich ein Geburtenbuch aus Alzen/ Alțâna. Sie schreiben dazu in ihrem heutigen Blogeintrag: „The book above, apparently kept in Alzen / Alțen, has an elaborate
Zwei Augenblicke in SüdostEuropa (II): Zum Wochenend in Czernowitz
Endlich in Stadt voller Bücher und Menschen
Der Germanist Joachim Müller in Jena bot im Herbst 1960 eine Vorlesung für Hörer aller Fakultäten an mit dem Thema „Ausgewählte Lyrik des 20. Jahrhunderts“. Ich kannte ihn nicht. Erst 1963 wurde seine verständnisvolle Interpretation expressionistischer Dichtung öffentlich in der Presse angegriffen. 2006 wurde bekannt, daß er sich auf Anfrage brieflich zu seinen Verstrickungen in der NS-Zeit bekannte. So schlau waren die Studierenden damals nicht, als sie sich am späten Nachmittag des 14.10. 1960 zur ersten Vorlesung in einem kleinen Hörsaal des Hauptgebäudes der Universität Jena trafen. Aus dem überschaubaren Kreis erinnere ich mich u.a. an die Theologen Waldemar Schewe aus dem Eichsfeld und Karl-Heinrich Bieritz aus dem damals kirchlich noch immer hessischen Schmalkalden. Von den Mathematikern war zumindest Gerhard Maess präsent,nach 1989 erster frei gewählter Rektor der Rostocker Universität, ein Mann der Orientierung in Zeiten schöner Ideale und peinsamer Irrtümer. Joachim Müller begann mit einer Einfühlung in die lyrische Sprache. Dann lasen wir auf hektographierten Blättern die TODESFUGE von Paul Celan, und wir hörten von Czernowitz, wo nach den Worten seines berühmtesten Dichters Menschen und Bücher lebten, wir hörten von Deportationen und KZs in der Bukowina. Die Frage wurde gestellt, ob Celan mit seinem Gedicht die These widerlege, nach Auschwitz sei keine Dichtung mehr möglich. Kurzum: Seitdem hat mich das Gedicht, seine Geschichte, die seines Verfassers und vön dessen Stadt nicht losgelassen. Ich wußte, niemals würde ich nach Czernowitz kommen, soviel ich auch darüber läse.
Zwei Augenblicke in SüdostEuropa (I): Gott in Abtsdorf/ Apoș (RO/ Sb). Fast eine Erscheinung in Transilvanien
Was sonst noch am 25.8.2012 geschah
Als in meiner Vaterstadt Rostock am 25.8. 2012 demonstriert wird, um an den Pogrom vor 20 Jahren zu erinnern, stehe ich 2000 km davon entfernt auf einer Dorfstraße und sehe: Der Turm steht separat vor der Hallenkirche aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Als ich ihn das zweite Mal durchschreite, sitzen im Turmraum drei Kinder und unterhalten sich miteinander. Die Jungen sind Rumänen, das Mädchen besucht eine deutsche Schule in Griechenland. Unsere eigenen Enkel bewegen sich mit Rumänisch und Deutsch, notfalls auch etwas Ungarisch, wie Fische im Wasser durch das siebenbürgische Abtsdorf/ Apoș bei Agnetheln/ Agnita. Globalisierung auf Rumänisch im fernen und dazu auch noch ländlichen Winkel.
Die alte Leier: Eine neue Filmkollektion über das Harbachtal
Vor einigen Tagen präsentierte Günter Czernetzky die von ihm koordinierte Film-DVD „Oh Jammer im Harbachtal“ im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums. Nachdem der Titel bereits die Reproduktion einer ermüdend vertrauten Sichtweise vermuten liess, übertraf das Gesehene leider die Erwartungen. In der ADZ kommentierte Holger Wermke das Ereignis nüchtern. Die Diskussion im Anschluss an die Vorführung blieb leider zu kurz und war von gewissen Verhärtungen der gegensätzlichen Positionen bestimmt. Die Filmschaffenden und ihr Mentor haben allerdings einiges getan, um dies auch so zu lassen.
Jedes einzelne Filmchen könnte Anlass bieten zu spezifischen Diskussionen und wäre für sich genommen – von technischen Schwächen einmal abgesehen – auch nicht sonderlich dramatisch. Doch der Produzent hat es ja mit der DVD auf ein vermeintliches Gesamtbild abgesehen und so ist das Material dann auch zu behandeln.
Daias bleicher Sohn
Georg Hoprich 29.12.1938 – 9.4.1969
(PDF-Fassung hier zum Download)
Wer von der Straße Sibiu/Hermannstadt – Agnita/Agnetheln zum Dorf Daia /Thalheim/Dolmany abbiegt, kann auf einer Gedenktafel an der Vorderfront des ersten Hauses im Ort lesen: Mit Gottes Hilfe hat David Petru dieses Haus im Jahre 1959 gebaut. Ein anderer Sohn des Dorfes hatte um diese Zeit begonnen, Fundamente seines Gebäudes aus deutscher Sprache zu errichten[1], daran erinnert hier nichts, und das Haus seiner Eltern Georg sen. und Sofia Hoprich ziert keine Tafel, ist unter der angegebenen Nummer 103[2] vielmehr überhaupt nicht zu finden. Vor Jahrzehnten wurde die Zählung verändert.
Jüdisches Massengrab in Rumänien entdeckt
punkto.ro, 17.11.2011: „Massengrab bei Popricani: Holocaust-Opfer waren größtenteils Kinder und Frauen“ „Vor genau einem Jahr entdeckten in Rumänien Archäologen des Iasier Geschichtsinstituts „A. D. Xenopol“ und des Bukarester Elie-Wiesel-Instituts zur Erforschung des Holocausts in einem Wald des Dorfes Popricani, unweit der nordöstlichen Großstadt Iasi, ein Massengrab mit Überresten von im Zweiten Weltkrieg ermorderter Juden. Inzwischen


