Tag: Europa
Ukraine: Den Wald von Svydovets retten! ***Aufruf auch auf Französisch und Englisch**
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En français: „Défendons le massif Svydovets!“
In English: „Defend Svydovets!“
Im Jahr 2016 hat man zum ersten Mal vom Plan eines Skizentrum auf dem Svydovets gehört. Es soll größer und schicker werden als ‘Bukovel’, die bekannteste Skistation in der Ukraine, eine Art Doppelgänger nur noch grandioser. Der Gouverneur von Transkarpatien, Guenady Moskal, nannte zu dem neuen Tourismus-komplex unglaubliche Zahlen: geplant sind mehr als 60 Hotels, 120 Restaurants, 33 Lifte, die zu Pisten mit einer Gesamtlänge von 230 km führen. All das wird von Investoren finanziert, deren Namen er nicht nennen will.
Das Eigene und das Fremde
Beobachtungen zu Andreea Dumitru, Inter- und Multikulturalität in Eginald Schlattners Romantrilogie Versunkene Gesichter, Honterus: Hermannstadt 2017, 179 S. 29,- Lei 9,90 Euro
Noch schwärmen Siebenbürger Sachsen von ihrem großartigen Treffen in Hermannstadt Anfang August 2017 (Vgl. B.Ungar, Von Heimat und Apfelbäumchen: HZ 11.8.2017; Siebenbürgen aktuelles Thema für siebenbürgisch-sächsische Jugend im Ausland: ADZ-Gespräch mit E.Drottleff (…): ADZ 6.9.2017 ) Werden die Enkel der Ausgewanderten nach dieser Inspiration mit neuem Schwung mehr und mehr Aufgaben auch in der süßen Heimat übernehmen und diese auf sächsische Art stärken? Mir ist diese Sicht auf die Zukunft genauso kürzlich freundschaftlich mitgeteilt worden. Hierbei handelt es sich selbstredend um eine spontane Äußerung nach einem aktuellen Ereignis. Andererseits gibt es immer noch festgefahrene Positionen. Eine solche Haltung wird beispielsweise von einer kritischen Sächsin zitiert, die den Kontakt zu ihrer Herkunftskultur bewußt abgebrochen hat:“Die Sachsen sind alles, die anderen sind minderwertig.“ (S.Pichotta, Schicksale – Deutsche Zeitzeugen in Rumänien, Schiller:Hermannstadt 2013, S. 111). Seinerzeit ist kein Aufschrei des Für und Wider gegenüber dieser Einstellung zu hören gewesen, aber ganz unabhängig von Ethnozentrismus und Event hat Andreea Dumitru 2017 ein Buch vorgelegt, das den Beziehungen, Wechselwirkungen und Ergebnissen im Zusammenleben der verschiedenen Völker in Rumänien nachgeht, und zwar anhand von Eginald Schlattners Romantrilogie. Die Autorin enfaltet eingängig und schlüssig, wie Schlattner die Welt des Mit-, Neben- und bisweilen auch Gegeneinander in nuce veranschaulicht. Schlattner weiß, wovon er schreibt; denn er hat diesen farbenprächtigen grandiosen Mikrokosmos, in dem das siebenbürgische Leben spielt, ausgelebt und durchlitten. So hat er insgesamt ohne Besserwisserei, aber im Mitleiden, Ausharren und Durchstehen ein spannendes Lehrstück entworfen, aus dem Zukunftswissen geschöpft werden kann.
Buchtipp: „Niederschriften aus dem 20. und 21. Jahrhundert“ von Jens Langer
Quelle: http://www.buechercafe.ro/artikel.html?cat=31&idx=2&nummer=57353, Weiterleitung bei Kauf zu buechercafe.ro Niederschriften aus dem 20. und 21. Jahrhundert von Jens Langer Versammelte Texte zur Theologie in DDR und BRD, Mecklenburg und Siebenbürgen Preis pro Stück: Lei 69 / € 17,90 Inkl. Mwst.: 9% (Lei) / 7% (EUR) zzgl. Versandkosten auf Lager Kategorie: Bücher Seiten / Format: 455 S.; 15,4×21,3
Kommentar: Nicht mit #Gold aufzuwiegen – #RosiaMontana kommt auf die rumänische #UNESCO -Liste
Bukarest 2013: Proteste für Rosia Montana (Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10153927162580816&set=a.449719750815.255101.600085815&type=3&theater)
Es geht also doch: Ein paar Dutzend Bergbauern und Aktivist*innen können es mit einem milliardenschweren Industrieprojekt und einer kleptokratischen Politelite aufnehmen. Roșia Montană ist vor seiner Zerstörung gerettet. Ein paar Tonnen Gold weniger in der globalen Umlaufbahn, zweitausend Jahre reichhaltige Kulturgeschichte für die Zukunft bewahrt.
Solange Leute so reden, bin ich #Gutmensch…
…bin ich für politische Korrektheit. Heute auf SPON.de gelesen: Zsolt Bayer, Freund von Viktor Orbán: „Die deutsche Presse sei unter den Diktaturen freier und anständiger gewesen. „Es gibt keine verfluchteren und zerstörerischeren Bastarde zwischen Himmel und Erde als diese migrationsfreundlichen, liberalen Schweine, die Totengräber Europas“.“ Robert Fico: „(…) Zeitungen wie „Sme“ oder „Dennik N“ geben
„Wir haben Sie gewählt, wir stürzen Sie…“ – Zur Wahl des neuen rumänischen Präsidenten
Zur Wahl des neuen rumänischen Präsidenten1 November 2014 in Rumänien – das waren heisse Wochen. Nur wenige konnten sich der aufgeladenen Stimmung entziehen, noch weniger sich der Zuspitzung der Fragen nach Rumäniens Zukunft auf die Pole Ponta oder Iohannis2 entziehen. Am Ende dann der von niemandem erwartete, deutliche Sieg des Siebenbürgers über den Bukarester. Er
Veranstaltung in Berlin: Proteste gegen Goldabbau in Rosia Montana/Rumänien
Am 13.11.2014 (Donnerstag) 14.11.2014, ab 19. 30 im Freien Museum Berlin, Bülowstrasse. 90,
im Rahmen der Ausstellung „40 Jahre Longo mai“
Rumänien ist bekannt als Schmuddelkind in der EU. In vielen Bereichen trifft diese Stigmatisierung auf den ersten Blick zu – allerdings tun die europäischen Institutionen trotz eines Monitorings in den Problembereichen Justiz und Korruption schrecklich wenig, um die politische Kaste in ihre Schranken zu weisen. Andererseits gibt es in Rumänien eine junge und erstarkende Zivilgesellschaft, die sich auch vor Kämpfen mit internationalen Akteuren wie im Falle des Goldminenprojekts von Rosia Montana nicht scheut. Zudem ist Rumänien auf vielen Ebenen eine spannende Schnittstelle zwischen dem Westen, Osteuropa und dem Nahen Osten.
Joachim Cotaru kommt aus Mecklenburg, lebte auf der LM-Kooperative in Kärnten und seit zwölf Jahren in Rumänien als Mitglied einer dörflichen Gruppe.
Stephanie Roth wuchs in der Schweiz auf und prägte u. a. die Save-Rosia-Montana-Kampagn
Gold, Minister, Volk und Wahlen
Vor einem Jahr gingen die Menschen in Rumänien gegen Goldabbau, Korruption und eine arrogante Politiker_innenkaste auf die Strassen. Eine Betrachtung wenige Wochen vor den Präsidentschaftswahlen.
Reisewarnung/ Travel Warning: #MosMaiorum – #Frontex gegen #sanspapiers
Aus gegebenem Anlass poste ich hier die eingegangene Information zu einer europaweiten Aktion der Frontex:
!! Achtung – Reisewarnung !!
*Vom 13.-26.10. findet in der gesamten EU eine Polizeioperation unter dem Namen ”mos maiorum” statt. In diesen zwei Wochen werden etwa 18.000 Polizisten in enger Zusammenarbeit mit FRONTEX auf Jagd nach Menschen ohne Aufenthaltsstatus gehen. Sie wollen unsere Migrationswege herausfinden und möglichst viele von uns festnehmen. Warnt bitte alle Menschen ohne Papiere! Vor allem in Zügen, auf Bahnhöfen, an Flughäfen, auf Autobahnen und an innereuropäischen Grenzen sind vermehrt Kontrollen zu erwarten.
Gegen die Festung Europa! Kein Mensch ist illegal!
Dokument bei StateWatch.org: http://www.statewatch.org/news/2014/sep/eu-council-2014-07-10-11671-mos-maioum-jpo.pdf
Roșia Montană: Rückblick auf das FânFest #9
Rosia Montana, Fân Fest #9 – Die Theatergruppe Circus Mundi in Aktion. Bild: Manfred Mehrer/ MIMAtelier
Am 17. August endete im rumänischen Roșia Montană nach einer Woche die neunte Ausgabe des jährlich stattfindenden FânFests (englisch-rumänisches Wortspiel zwischen „Heu“ und „Fan“) der Kampagne zur Rettung des Bergdorfes.
Etwa 7.000 Menschen aus dem In- und Ausland fanden vom 11. bis 17. August den Weg nach Roșia Montană. Neben einem reichhaltigen Angebot an Konzerten gab es Filvorführungen, Workshops und ein breit gefächertes Sozialforum. All dies fand unter freiem Himmel genauso statt wie in den zahlreichen örtlichen Kirchen der verschiedensten Konfessionen. Unter den Gästen waren AktivistInnen aus dem spanischen Corcoesto, dem französischen Nantes und dem türkischen Çanakkale, wo ein dem rumänischen Vorhaben vergleichbares Projekt geplant ist.
Die Ordnungsmacht des Wortes
Der siebenbürgische Schriftsteller Joachim Wittstock wird am 28.8.2014 75 Jahre alt
Der Philologe und Schriftsteller Joachim Wittstock ist in seinem Geburtsort Hermannstadt/Sibiu ungemein präsent, und das auf eine feinfühlig zurückhaltende Weise. „Sprichwörtlicher Takt, unnachgiebiger Anspruch“ hat Martin Ohnweiler seine Adresse zur Verleihung der Ehrendoktorwürde überschrieben.1 Diese Haltung macht Joachim Wittstock unauffällig einflußreich. Ich habe ihn in den Jahren 2012/2013 als einen unermüdlichen Kultur-Netzwerker kennengelernt, der über seine Mühen in der Sache nicht klagte, sondern unverdrossen für das angestrebte Ziel wirkte.2
Rumänien anders: Ein „Unruheständler“ in Siebenbürgen
An Zukunftsvisionen denke er selten, meint Ilarion Bârsan. Der fast 70-jährige mit den wachen Augen sagt das am Ende unseres langen Gespräches über das Harbachtal, seine Heimatregion. Seine Biographie beginnt, wo der Harbach entspringt, bei Retiș (Retersdorf) weit im Nordosten des Tals. Hier sitzen wir mit Blick über die für das Harbachtal prägenden, bisweilen endlos wirkenden Schafweiden. Ilarion Bârsan ist ein Beispiel dafür, wie die Bevölkerung nach tragfähigen Lösungen für ihre Region sucht.
Artikel im Rundbrief der Bewegungsstiftung „Bewegungsstiftung aktuell“: Wir retten Roșia Montană!
Gastbeitrag von Joachim Cotaru von der Kampagne Save Roșia Montană
Nach 15 Jahren Kampf gegen Europas größten geplanten Goldtagebau in Rumänien scheint ein Sieg greifbar. Die endgültige Entscheidung aber steht noch aus.
Im Herbst 2013 gingen insgesamt weit über hunderttausend rumänische Bürgerinnen und Bürger auf die Straße. Anlass war der Versuch der Regierung, ein Sondergesetz für die Genehmigung des Goldtagebau-Projekts in Roșia Montană ohne umständliche Anhörungen durch die Parlamentskammern zu jagen. Doch außerhalb der politischen Kaste Rumäniens will fast niemand dieses Projekt. Niemand will die Zerstörung der fast 1.900 Jahre alten Siedlung für 17 Jahre Gold- und Silberabbau. Nichts berechtigt die Ausbeutung von 300 t Gold und 1.300 t Silber im Tausch für ein 250 Millionen Kubikmeter fassendes Rückhaltebecken, in dem sich die Zyanidlauge für Jahrzehnte absetzen soll. Kein Argument gibt es für eine begrenzte Zahl von Arbeitsplätzen als Gegenleistung für eine vergiftete Zukunft, in der die Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) sicherlich nicht mehr haftbar sein wird. Hingegen gibt es Menschen, die weiterhin in Roșia Montană leben wollen und viele in Rumänien und der Welt, die sie bei diesem Kampf unterstützen. So ist aus „Save Roșia Montană!“ die größte Umwelt- und Sozialkampagne unseres Landes geworden. Die Bewegungsstiftung unterstützt sie seit 2013.







