Tag: Alzen
Jüdische Spuren im Harbachtal
Seit wenigen Tagen haben zwei Archivare des New Yorker Leo-Baeck-Instituts, Julie Dawson und Ryan Mendenhall, ihre Recherchen (siehe: jewish-transylvania-bukovina.tumblr.com) von Suceava nach Sibiu/ Hermannstadt verlegt. Unter den ersten Überraschungen fand sich ein Geburtenbuch aus Alzen/ Alțâna. Sie schreiben dazu in ihrem heutigen Blogeintrag: „The book above, apparently kept in Alzen / Alțen, has an elaborate
Buia/ Bell/ Bolya: Jüdischer Friedhof/ Cimitirul Evreiesc/ Jewish Cemetery
Stefan Vaida aus Alzen hatte mir schon vor längerer Zeit von dem jüdischen Friedhof in Bell/ Kaltbachtal berichtet. Heute endlich hab ich es einmal geschafft...
Zeitgemäße Interpretation dörflichen Lebens
Der Verein „Hosman Durabil“ bemüht sich um Steigerung der Lebensqualität für die Dorfbevölkerung / Von Karoline Langer
Imposant erheben sich die Gipfel der Fogarascher Berge / Munţii Făgăraş im Rücken des 800-Seelen Ortes. Die prächtige Kirchenburg vor ihren Füßen versucht es ihnen gleich zu tun und ragt aus der Dorfmitte empor. Von außen betrachtet scheint es, als sei in Holzmengen / Hosman wie in unzähligen anderen Dörfern auch, die Zeit stehengeblieben. Wo traditionelles Leben und Handwerk noch den Alltag der Menschen bestimmen, erfährt der Betrachter ein herrlich idyllisches Bild. Auch daraus schöpft sich der Reichtum der einmaligen Kultur- und Naturlandschaft. Jenseits verklärter Blicke aber gestaltet sich die Lebenswirklichkeit der Dorfgemeinschaft in der Gegenwart. Im Zuge von Modernisierungsprozessen, Arbeitsmigration und Verstädterung ist es darum ein wünschenswerter Beitrag, Dorfentwicklungen zu fördern, welche auch durch den Erhalt des baulichen wie kulturellen Erbes die Lebensqualität der Einheimischen absichern.
Sondermüllverbrennungsanlage in Alzen/ Alţîna – boykottiert von den EinwohnerInnen des Harbachtals/ Valea Hârtibaciului
6. März 2008, Alzen/ Alţîna, Kreis Hermannstadt/ Sibiu – Heute protestierten in Alzen zahlreiche EinwohnerInnen aus Gemeinden der Mikroregion Harbach gegen die Pläne, eine Verbrennungsanlage für medizinische und andere gefährliche Abfälle zu errichten. Die Protestaktion vor dem Alzener Rathaus war die erste Kundgebung, zu der sich die EinwohnerInnen trafen, um gemeinsam und öffentlich ihre Meinung zu einer Verbrennungsanlage in ihrer Gemeinde zu äußern.
Transsilvanien braucht viel Auferstehung (von Jens Langer)
Nach der vierten europäischen Grenze suchen wir – der schwarzweiße Münsterländer-Mischling Linus, eine dunkelblonde Kandidatin der Politik- und Sportwissenschaft und ein grauer Prediger – im rumänischen Arad eine Tankstelle, bei der die Aufkleber für die Straßenbenutzung gekauft werden können. Ein Mann in einem stabilen Landrover mit württembergischen Kennzeichen fragt nach Woher und Wohin. Er stammt aus einer deutschen Familie in Kasachstan. Und hat anscheinend Glück gehabt in der neuen Heimat. Wir einigen uns schnell über Bürokratie in Deutschland, den ungewöhnlichen Fahrstil in Rumänien, über Freiräume und den Sinn von persönlichem Einsatz.
Shooting at the Gates – Phototour zu den Kirchenburgen
Eine Gruppe junger Leute -StädterInnen allesamt – hat sich auf den Weg gemacht, die Kirchenburgen zu erkunden, sie und das Drumherum in Bildern festzuhalten. Neben vielen guten Eindrücken wohl auch der, daß die meisten Burgen leider tot sind, weil sie eben ihren sakral-spirituellen Charakter nur noch im Schweigen äußern. Dennoch eine wunderbare der Idee der Echipe von dordeduca.ro.
Blick nach Alzen
Ich bin in Alzen gewesen. Das Schild am Ortseingang sagt mir Altîna, sagt weniger Willkommen! als wo ich bin. Die Häuser an der Straße stehen stumm und sagen Sachsenland, Altes Land – schau, wo du bist. Die Kirche, die der Protestanten, thront über ihrer eigenen Geschichte: Früher ein typisches Sachsendorf, heute rumänische Sprache und neue Mehrheiten. Rechterhand an einem Hang, als hätte jemand mit der Hand etwas zur Seite geschoben, liegt Klein-Berlin. Eine Zigeunersiedlung, so höre ich. Welche Zunge ihr diesen Namen verlieh, erfahre ich nicht, genauso wenig, welche Idee sich mit der Taufe verband. Das verfallene Bürgermeisteramt – einst ein k.u.k.-Prachtbau, wird erzählt – in der Mitte Alzens ist verschwunden, und so ist, von Hermannstadt kommend, der Blick frei: halb durch den Ort hindurch, halb über ihn hinweg.
