Category: Mediu
Kein Gold aus Roșia Montană
An einem ziemlich heissen Sommertag 2003 war ich das erste Mal in Roșia Montană, gemeinsam mit meinem ebenso neugierigen Vater. Wir hatten gehört, dass hier eine Initiative von lokalen Kleinbäuer·innen und jungen Städter·innen sich gegen eine Goldmine wehrten. Ein paar Davids kämpften gemeinsam gegen einen mit Geheimdiensten und Kleptokraten verbandelten Goliath. Ich interviewte eine alte
Für die offene Landschaft!
Offen für Menschen, offen für die Tierwelt: Offen für Möglichkeiten. Seit zehn Monaten arbeiten die GAL Microregiunea Hârtibaciu und der Verein Hosman Durabil gemeinsam an der Umsetzung des Projekts „Activism civic și advocacy în Valea Hartibaciului. Prezervarea peisajului deschis”, finanziert vom Active Citizens Fund Rumänien, einem durch Island, Liechtenstein und Norwegen über die SEE-Fördermittel 2014-2021
Umweltschutz in Rumänien: Roșia Montană, Wald und mehr
Für Berichte über verschiedene Umweltsauereien, schlichtweg illegale Infrastrukturprojekte u. ä. in Rumänien und den jahrelangen Widerstand gegen das Goldtagebau-Projekt von Roșia Montană sowie „grüne Themen“ richten wir hier eine eigene Linkliste ein.
30.11.2022
Spiegel.de: Wie Rumänien einen umstrittenen Minireaktor ans Netz bringen will
28.11.2022
Klimareporter.de: Illegale Abholzung in der EU – Die Axt im Karpaten-Wald
22.11.2022
SRF.ch: Das Goldgräber-Dorf ist gerettet – aber ausgelaugt
Randständiges – Was geschieht im ländlichen Rumänien?
Im ländlichen Rumänien leben nach den geltenden administrativen Kriterien etwa 50% der Landesbevölkerung; andere Zählweisen – bspw. der OECD – kommen auf weit über 3/4…
Die Liste ist ausdrücklich offen auch für rumänische oder englische Beiträge. Keine der gelisteten News muss allerdings unsere Meinung widerspiegeln, allerdings sind wir – wie immer – dankbar für weitere Hinweise.
15.12. 2022
gabot.de: Vertikale Farmen für die Städte der Zukunft
Free Svydovets, Ukraine: Helfen Sie mit, Wald und Wasser zu retten!
Vor einiger Zeit haben wir hier über die drohende Zerstörung des Svydovets-Massivs in den ukrainischen Karpaten berichtet. Mittlerweile hat der Kampf der Aktivist*innen vor Ort an Fahrt aufgenommen. Fast 4.000 Protesbriefe erreichten Präsidenten Poroschenko. Namhafte Umweltschutz-Organisationen unterstützen die Anstrengungen, das ökologisch bedeutsame Gebiet vor dem Zugriff politisch gut vernetzter Geschäftleute zu schützen.
Sie können heute ebenfalls einen Beitrag leisten und die unten stehende Petition zur Rettung des Svydovets-Massivs unterzeichnen und sie an Freund*innen und Bekannte weiter leiten (wahlweise auch als Link https://freesvydovets.org/de/#reasons ). Der Text und weitere Informationen ist auf Ukrainisch, Deutsch, Englisch und Französisch abrufbar. Machen Sie mit!
Ukraine: Den Wald von Svydovets retten! ***Aufruf auch auf Französisch und Englisch**
Download des Texts als PDF, mit zusätzlichen Bildern und Infos
En français: „Défendons le massif Svydovets!“
In English: „Defend Svydovets!“
Im Jahr 2016 hat man zum ersten Mal vom Plan eines Skizentrum auf dem Svydovets gehört. Es soll größer und schicker werden als ‘Bukovel’, die bekannteste Skistation in der Ukraine, eine Art Doppelgänger nur noch grandioser. Der Gouverneur von Transkarpatien, Guenady Moskal, nannte zu dem neuen Tourismus-komplex unglaubliche Zahlen: geplant sind mehr als 60 Hotels, 120 Restaurants, 33 Lifte, die zu Pisten mit einer Gesamtlänge von 230 km führen. All das wird von Investoren finanziert, deren Namen er nicht nennen will.
Kommentar: Nicht mit #Gold aufzuwiegen – #RosiaMontana kommt auf die rumänische #UNESCO -Liste
Bukarest 2013: Proteste für Rosia Montana (Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10153927162580816&set=a.449719750815.255101.600085815&type=3&theater)
Es geht also doch: Ein paar Dutzend Bergbauern und Aktivist*innen können es mit einem milliardenschweren Industrieprojekt und einer kleptokratischen Politelite aufnehmen. Roșia Montană ist vor seiner Zerstörung gerettet. Ein paar Tonnen Gold weniger in der globalen Umlaufbahn, zweitausend Jahre reichhaltige Kulturgeschichte für die Zukunft bewahrt.
#RosiaMontana: Roșia Montană für #UNESCO #Weltkulturerbe vorgeschlagen
Roșia Montană, 5. Februar 2016 – Das Erbe von Roșia Montană erfreut sich ab heute der offiziellen Anerkennung seiners außergewöhnlichen Wertes durch den rumänischen Staat. Die Siedlung wurde in die vorläufige Weltkulturerbe-Liste Rumäniens aufgenommen. Die gemeinsame öffentliche Bekanntmachung durch die Ministerien für Kultur sowie Umwelt kommt sechs Jahre nach der entsprechenden Antragstellung durch die Zivilgesellschaft beim Kultusministerium.
#FanFestZece #RosiaMontana: 10 Jahre gemeinsam für Hoffnung und Freiheit
18. August 2015, Roșia Montană – Der Verein der Einwohner*innen von Roșia Montană, Alburnus Maior, dankt allen, die ihm während zehn Jahren Ffest zur Seite gestanden haben. Die zehntausenden Teilnehmer*innen, welche die Dorfwiesen in eine grosse Bühne verwandelten, haben die hiesigen Werte wiederbelebt und aus Roșia Montană einen Ort der Begegnung freier Menschen gemacht.
Kennt ein rumänischer Bauer seine Nachbarn noch?
von Attila Szocs, Aktivist für Landrechte, Eco Ruralis, Rumänien
Vor kurzem ging das „Jahr für familiär betriebene Landwirtschaft“ (2014) zu Ende und 2015, das „Jahr der Erde“, begann. Für die Zukunft unseres Ernährungssystems und für ein nachhaltiges Management unserer natürlichen Ressourcen sind sie gleich wichtig. Doch wie sieht die Realität aus?
Good times & results: Thanks to WWF Romania!
From November 2011 to March 2015, I have been part of the Romanian WWF Danube-Carpathian-Programme team. A great team that has been working (and still is) on hte Natura 2000 Management Plan for Southern Transylvania’s Hârtibaciu Highlands. Thank you everbody! The management plan draft has been published for public consultations and can be downloaded at
Das Rosia Montana Fan Fest 2014 (11.-17. August). Ein Bericht von Hugo-Alexander Frohn
Rosia Montana (dt. Goldbach) ist ein kleiner Ort im Apuseni-Gebirge (Kreis Karlsburg) wo schon zu römischen Zeiten Gold gefördert wurde. Der internationale Konzern „Rosia Montana Gold Corparation“ (Hauptshareholder: Gabriel Resources, Gründer: Frank Timis) plant dort die Eröffnung einer neuen „offenen“ Goldmine, in der auch Zyanid verwendet werden soll. Aus Protest dagegen findet seit 2004 jährlich das „Rosia Montana FanFest“, ein ökologisch-kulturelles Festival organisiert von „Alburnus Maior“ (Leiter: Eugen David), „Green Transylvania“ (Leiter: Csongor Kovacs) und anderen NGOs, statt.
Roșia Montană: Rückblick auf das FânFest #9
Rosia Montana, Fân Fest #9 – Die Theatergruppe Circus Mundi in Aktion. Bild: Manfred Mehrer/ MIMAtelier
Am 17. August endete im rumänischen Roșia Montană nach einer Woche die neunte Ausgabe des jährlich stattfindenden FânFests (englisch-rumänisches Wortspiel zwischen „Heu“ und „Fan“) der Kampagne zur Rettung des Bergdorfes.
Etwa 7.000 Menschen aus dem In- und Ausland fanden vom 11. bis 17. August den Weg nach Roșia Montană. Neben einem reichhaltigen Angebot an Konzerten gab es Filvorführungen, Workshops und ein breit gefächertes Sozialforum. All dies fand unter freiem Himmel genauso statt wie in den zahlreichen örtlichen Kirchen der verschiedensten Konfessionen. Unter den Gästen waren AktivistInnen aus dem spanischen Corcoesto, dem französischen Nantes und dem türkischen Çanakkale, wo ein dem rumänischen Vorhaben vergleichbares Projekt geplant ist.
Artikel im Rundbrief der Bewegungsstiftung „Bewegungsstiftung aktuell“: Wir retten Roșia Montană!
Gastbeitrag von Joachim Cotaru von der Kampagne Save Roșia Montană
Nach 15 Jahren Kampf gegen Europas größten geplanten Goldtagebau in Rumänien scheint ein Sieg greifbar. Die endgültige Entscheidung aber steht noch aus.
Im Herbst 2013 gingen insgesamt weit über hunderttausend rumänische Bürgerinnen und Bürger auf die Straße. Anlass war der Versuch der Regierung, ein Sondergesetz für die Genehmigung des Goldtagebau-Projekts in Roșia Montană ohne umständliche Anhörungen durch die Parlamentskammern zu jagen. Doch außerhalb der politischen Kaste Rumäniens will fast niemand dieses Projekt. Niemand will die Zerstörung der fast 1.900 Jahre alten Siedlung für 17 Jahre Gold- und Silberabbau. Nichts berechtigt die Ausbeutung von 300 t Gold und 1.300 t Silber im Tausch für ein 250 Millionen Kubikmeter fassendes Rückhaltebecken, in dem sich die Zyanidlauge für Jahrzehnte absetzen soll. Kein Argument gibt es für eine begrenzte Zahl von Arbeitsplätzen als Gegenleistung für eine vergiftete Zukunft, in der die Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) sicherlich nicht mehr haftbar sein wird. Hingegen gibt es Menschen, die weiterhin in Roșia Montană leben wollen und viele in Rumänien und der Welt, die sie bei diesem Kampf unterstützen. So ist aus „Save Roșia Montană!“ die größte Umwelt- und Sozialkampagne unseres Landes geworden. Die Bewegungsstiftung unterstützt sie seit 2013.
Forum gegen Grossprojekte: 2014 in Roșia Montană
Vom 8. bis 11. Mai findet das 4. Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte statt. Diesmal im rumänischen Roșia Montană.
Nichts kann die Kampagne zur Rettung des westkarpatischen Bergdorfes Roșia Montană neben dem Widerstand der rumänischen Bürger_innen mehr brauchen als internationale Aufmerksamkeit. Die ist schwer zu erreichen, wenn es um die Ausbeutung von Bodenschätzen in einem strukturschwachen Land geht. Diese Feststellung gilt für ganz Osteuropa, auf dem in diesem Jahr auch der Fokus des Forums liegen soll. Nicht nur hat sich die freiheitliche Variante nach den Jahrzehnten kommunistischer Diktaturen für viele Bewohner_innen mittlerweile in einen „demokratischen Albtraum“ verwandelt, wie es im Aufruf heisst. Mehr noch, die gesamte östliche Grenzregion der Festung Europa steht mittlerweile unter Dampf. Nichts ist mehr gut von Kiew bis Damaskus und Europa scheint nicht aktiv an Entspannung, geschweige denn: Verbesserung dieser Lage interessiert.













