Tag: Gedenken

Lampedusa und Frontex: 19.000 Menschen mussten seit 1988 sterben

Die Fraktion der GUE/ NGL sowie Die Linke im Europa-Parlament haben im Gedenken an die tausenden Toten an den EU-Aussengrenzen am Wochenende eine Anzeige in deutschen Tageszeitungen geschaltet: „Frontex muss abgeschafft werden. Abschiebungen müssen gestoppt werden. Wir fordern offene Grenzen für Menschen in Not.“

Daias bleicher Sohn

Georg Hoprich 29.12.1938 – 9.4.1969

(PDF-Fassung hier zum Download)

Wer von der Straße Sibiu/Hermannstadt – Agnita/Agnetheln zum Dorf  Daia /Thalheim/Dolmany abbiegt, kann auf einer Gedenktafel an der Vorderfront des ersten Hauses im Ort lesen: Mit Gottes Hilfe hat David Petru dieses Haus im Jahre 1959 gebaut. Ein anderer Sohn des Dorfes hatte um diese Zeit begonnen, Fundamente seines Gebäudes aus deutscher Sprache zu errichten[1], daran erinnert hier nichts, und das Haus seiner Eltern Georg sen. und Sofia Hoprich ziert keine Tafel, ist unter der angegebenen Nummer 103[2] vielmehr überhaupt nicht zu finden. Vor Jahrzehnten wurde die Zählung verändert.

Archiv 2011: Quo vadis, Romania? Wirtschaft und Gesellschaft im Blick der Presse

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27.12.2011
ADZ.ro: Krötenschlucken

Christoph „Lindi“ Lindenmaier zum Gedenken: Pirat aus Leidenschaft (Daniel de Roulet in der WoZ, 16.4.09)

Die Nachricht von Lindis Tod Anfang April kam aus heiterem Himmel. Seine letzte Email am Morgen habe ich schon in die Leere beantwortet, die sein Tod in dieser Welt hinterlässt – glücklicherweise bleiben so viele Erinnerungen. Aber jetzt ist es unfassbar, nicht zu begreifen, zu verstehen. N-am cuvinte, keine Worte. Daniel de Roulet hat sie

Einfach, aber kompliziert und konfliktuell: Chancen in Transsilvanien

„Was wollt ihr hier“, verwundert sich der Mann vom Film, „hier gibt es ja nicht mal eine Bar.“ Seit über 20 Jahren tourt er sommers durch Rumänien und Siebenbürgen, ent-lang dem Transeuropäischen Korridor der atemberaubenden Verkehrsströme zwischen Skandinavien und Türkei. Zum ersten Mal landet er nun abseits von den Magistralen in einem siebenbürgischen Dorf bei Sibiu/Hermannstadt, trifft auf die Bekannten von Bekannten und wundert sich. Die Antwort der anderen: „Wir wollen hier leben.“

Transsilvanien braucht viel Auferstehung (von Jens Langer)

Nach der vierten europäischen Grenze suchen wir – der schwarzweiße Münsterländer-Mischling Linus, eine dunkelblonde Kandidatin der Politik- und Sportwissenschaft und ein grauer Prediger – im rumänischen Arad eine Tankstelle, bei der die Aufkleber für die Straßenbenutzung gekauft werden können. Ein Mann in einem stabilen Landrover mit württembergischen Kennzeichen fragt nach Woher und Wohin. Er stammt aus einer deutschen Familie in Kasachstan. Und hat anscheinend Glück gehabt in der neuen Heimat. Wir einigen uns schnell über Bürokratie in Deutschland, den ungewöhnlichen Fahrstil in Rumänien, über Freiräume und den Sinn von persönlichem Einsatz.