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Trappold / Apold (MS): „Gartenatelier“ vom 09.-13. April 2009 (Pressemitteilung transage)

Im Rahmen eines interkulturellen Gartenworkshops über das Osterwochenende vom 09.-13. April 2009 wird im Kirchenburggarten Apolds gegärtnert, im Garten gekünstlert und Ostern gefeiert. Die Teilnehmer sind 13 Fachleute und Studenten aus den Disziplinen Landschaftsarchitektur, Biologische Landwirtschaft und Kunst kommen aus Rumänien, Deutschland und Österreich. Sie werden 5 Tage in verschiedenen Aktivitäten auf kreative Art und Weise das Dorf und besonders den Garten der Apolder Kirchenburg entdecken und auch selber aktiv werden. Verschiedene Gartenbereiche, momentan verwahrlost und ungenutzt, werden Schauplatz einer Garteninstallation und temporären Nutzbarmachung. Zudem finden verschiedene Aktivitäten mit Kindern aus dem Dorf statt. Das Feiern verschiedener Oster-Bräuche stellt einen weiteren Schwerpunkt des Programms dar.

Wissen is Macht: Susanne-Berckhemer-Fonds für Bildung und Kultur in Hosman/ Holzmengen

Der Susanne-Berckhemer-Fonds unterstützt Kinder und Jugendliche des siebenbürgischen Dorfes Holzmengen und Umgebung in den Bereichen Bildung, Beruf und Kultur.

„Mittels vielfältiger Projekte bieten wir Hilfe für die nächste Generation und stellen damit die Weichen für die Zukunft der Minderheiten Rumäniens. Ohne Hilfe von außen ist es für die Kinder aus den dörflichen Gegenden Rumäniens nahezu unmöglich, weiterführende Schulen zu besuchen und Berufe und Fremdsprachen zu erlernen.

Wo das Feuer brennt. Kulturlandschaft in Siebenbürgen jenseits der Kulturmetropolen

von Jens Langer

Eginald Schlattner zum 75. Geburtstag am 13.9.2008

Am Horizont lodern zwei mächtige Holzstöße zum Himmel. Damit versuchen auch in dieser Augustnacht 2007 die Bauern in der Ferne das Maisfeld am Waldrand vor den Wildschweinen zu schützen. Von der Galerie eines Bauernhauses im rumänischen Transilvanien aus ein archaischer Anblick! Diese Archaik wird von den Schauern des gegen Mitternacht einsetzenden Landregens gelöscht und ertränkt, so sehr sich die Dorfbewohner auch mühen, das Feuer erneut anzufachen und zu erhalten, wie selbst aus der Ferne eine Zeit lang an einzelnen, mit frischer Kraft auflodernden Feuerschüben zu erkennen ist.
Um solche Feuer hatten sich in der Steppe der Verbannung die rumänischen Zigeuner in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts versammelt wie seit Urzeiten in ihren Zeltlagern, und sie suchten Schutz vor den Klauen des Krieges, die sie dennoch immer wieder tödlich trafen. So sah es der mörderische Deportationsplan der Regierenden vor, ursprünglich in diesem Krieg Deutschland verbündet, in der Endphase mit dessen Feindmächten alliiert.

Neben den urtümlichen Flammen jener Augustnacht werden täglich unzählige Holzfeuer in Küchen und Stuben, auf Höfen und Feldern angefacht und gehütet; denn auch sie werden gebraucht, um zu überleben.

Zeitgemäße Interpretation dörflichen Lebens

Der Verein „Hosman Durabil“ bemüht sich um Steigerung der Lebensqualität für die Dorfbevölkerung / Von Karoline Langer

Imposant erheben sich die Gipfel der Fogarascher Berge / Munţii Făgăraş im Rücken des 800-Seelen Ortes. Die prächtige Kirchenburg vor ihren Füßen versucht es ihnen gleich zu tun und ragt aus der Dorfmitte empor. Von außen betrachtet scheint es, als sei in Holzmengen / Hosman wie in unzähligen anderen Dörfern auch, die Zeit stehengeblieben. Wo traditionelles Leben und Handwerk noch den Alltag der Menschen bestimmen, erfährt der Betrachter ein herrlich idyllisches Bild. Auch daraus schöpft sich der Reichtum der einmaligen Kultur- und Naturlandschaft. Jenseits verklärter Blicke aber gestaltet sich die Lebenswirklichkeit der Dorfgemeinschaft in der Gegenwart. Im Zuge von Modernisierungsprozessen, Arbeitsmigration und Verstädterung ist es darum ein wünschenswerter Beitrag, Dorfentwicklungen zu fördern, welche auch durch den Erhalt des baulichen wie kulturellen Erbes die Lebensqualität der Einheimischen absichern.

Mocanita revisited… Mocanita-Piraten on tour

  Die Mocanita/ Wusch lebt doch… Dies beweist seit kurzem jedes Wochenende ein Gruppe entthusiastischer Hermannstädter, die vom Streckenabschnitt Kastenholz-Holzmengen (Caşolţ-Hosman) in bewundernswerter Leichtigkeit Besitz ergriffen hat. Alles mit einem Schmunzeln und viel Müll-Sammeln entlang der Schienen. Wir von KulturLand freuen uns darüber – und beglückwünschen handwerkliches Geschick und jeden getanen Tritt in die Pedale

Bewandert: Brukenthal-Kulturweg, Tour 4 – von Markus Gärtner

Wegweiser in Noul Român/ Rum.-Neudorf; Foto: M. Gärtner

„Es gibt wenige Namen, welche heute wie gestern noch durch die Gassen und Höfe von Sibiu wehen, wie der von Samuel von Brukenthal.

Obwohl schon 200 Jahre nicht mehr auf Erden lässt sich sein Name an vielen Ecken finden. Nicht zu übersehen ist z.B. das Brukenthal-Museum mitten in Sibiu am Großen Ring/Piata Mare, ebenso das Brukenthal-Lyzeum gegenüber der evangelischen Kirche. Nicht zu vergessen die nach von Brukenthal benannte Straße oder etwa 30km entfernt die Sommerresidenz in Avrig.

Und etwa 35km östlich von Sibiu, im Harbachtal, steht in Nocrich/Leschkirch das Geburtshaus Brukenthals.

Presseerklärugn ifa: Die Botschaft heißt Öffnung und Zusammenarbeit – Konferenz zur kulturellen Vielfalt und Regionalentwicklung verabschiedet die „Erklärung von Hermannstadt“

Stuttgart, 24.09.2007 – Mit der Verabschiedung der Erklärung von Hermannstadt ging am Sonntag die dreitägige Konferenz zur kulturellen Vielfalt und Regionalentwicklung im rumänischen Hermannstadt/Sibiu zu Ende. Auf Initiative des Instituts für Auslandsbeziehungen diskutierten rund 80 Regionalentwickler, Bürgermeister, Kulturmanager und Vertreter von Minderheiten aus zwölf europäischen Ländern die Potenziale von Regionen in Europa. Dabei spielen die kulturelle und ethnische Vielfalt für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung eine wesentliche Rolle.

Die Verschiedenartigkeit der Kulturen und multiethnische Zusammensetzung der Gesellschaft sind zu Tatsachen in nahezu allen Regionen Europas geworden. Auch entlegene Gebiete können ihr Entwicklungspotenzial nur noch im Austausch mit anderen europäischen Regionen entfalten. Dazu bedürfen sie eines Verständnisses für den Wert von Unterschiedlichkeit, das sie am besten entwickeln können, wenn sie Vielfalt und kulturelle Unterschiede „zu Hause“ als Ressource nutzen. Mehrsprachigkeit, interkulturelle Kompetenz und kulturelle Eigenheiten lassen im Zusammenspiel einen auch ökonomisch nachweisbaren Kreativitätsschub entstehen. Über diese Ressourcen verfügen besonders Regionen mit Minderheitsbevölkerungen als wesentliche Kompetenz.

Brukenthal-Kulturweg auf WDR 5

Ein Beitrag von Jaqueline Hene über den Brukenthal-Kulturwanderweg war am 24. Juli auf WDR 5 zu hören und zwar als 11-minütiger Schwerpunkt in der Stunde zwischen 12 und 13 Uhr MESZ (siehe Programm). die Sendung kann nun als WDR-Podcast aus Internet hier heruntergeladen werden.
Informationen zum Brukenthal-Kulturweg finden Sie hier.

Buchempfehlung: Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu. Rumäniendeutsche in der Waffen-SS (von Paul Milata)

Die jüngere Vergangenheit der Deutschen im östlichen und südöstlichen Teil Europas ist in den letzten Jahren wiederholt Gegenstand von Auseinandersetzungen gewesen. Osteuropäische Staaten haben aus unterschiedlichen Anlässen auf die NS-Sympathien der »Volksdeutschen« zwischen 1933 und 1945 hingewiesen, während von bundesdeutscher Seite die Geschichte der Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg in die Debatte gebracht wurde. Was aber ist wirklich über das Verhalten der Deutschen in diesen Regionen Europas bekannt? Für das Gebiet von Rumänien bietet nun der vorliegende Band Antworten auf diese Frage. So zeigt sich, dass sowohl die erste als auch die größte SS-Auslandsrekrutierung bei den deutschen Gruppen in Rumänien stattfand. Der freiwillige Eintritt der Rumäniendeutschen in die Waffen-SS kann dabei nicht nur als eine Unterstützung NS-Deutschlands – trotz oder wegen Hitlers – gewertet werden, sondern auch als Reaktion auf den Nationalismus des Heimatstaates und als ein deutliches Zeichen gegen das sowjetische System stalinistischer Prägung.

KulturLand interkulturell: „Szász erődtemplomok“

Im Budapester Verlag Anno Kiadó ist Ende vergangenen Jahres das Buch „Szász erődtemplomok“ („Sächsische Kirchenburgen“) von Tamás Thaler und Vilmos Zsidi erschienen. Ein kleines, feines Büchlein, daß den ungarischsprachigen LeserInnen die historischen Bauten des meist weniger bekannten szászföld näher bringen möchte. Es ist u.a. im Internet für 1050 Forint zu beziehen. Jochen Cotaru steuerte seitens

Antiziganismuskongress 01.-03.12. 2006, KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Kongressthema:

  • Holocaust Nachwirken im Nachkriegsdeutschland
  • Die Vernichtung der Roma in Europa während der Zeit des Nationalsozialismus

Kongresssprachen: Englisch, Deutsch, Romanes
Kongress Website: www.ezaf.org/IIIIAZK/index.html

Congress Topic:

  • Continue to have an effect Holocaust in the post war Germany
  • The destruction of the Roma in Europe during the time of the German Nationalism

Congress Languages: English, Deutsch and Romanes
Congress website: www.ezaf.org/IIIIAZK/indexen.html

Anschieben: Internationale Delegation in Sachen Harbachtalbahn „Wusch“

Auf dem Bahndepot in Sibiu/ Hermannstadt: Radu Curcean und Stephen Wiggs (2. u. 3.v.l.)

Frank Cooper und Stephen Wiggs (UK) vom New Europe Railway Heritage Trust sowie Andries Biedrins (LV) seitens der FEDECRAIL weilten Anfang Juni d.J. Rumänien. Anlass ihrer vom MET ermöglichten Reise war es, sich vor Ort ein Bild über den Zustand der „Wusch“-Strecke und des Umlandes zu machen sowie die internationale Unterstützung für die regionale Intiative zur Wiederbelebung der Strecke deutlich zu machen. Radu Curcean, Bürgermeister der Stadt Agnita/ Agnetheln im Harbachtal und Kopf der Initiative, fuhr mit der Delegation nach Bukarest, wo eine Reihe von Gesprächen mit Entscheidungsträgern geführt wurden.

Pressemitteilung zum Werkstatt-Treffen Burghüter Neuen Typs II „Der Schlüssel liegt in unsrer Hand!“

In den Räumen des zur Jugendherberge umgenutzten Pfarrhauses Arbegen / Agîrbiciu fand am 08. April 2006 das zweite Werkstatt-Treffen zum Thema „Burghüter Neuen Typs“ statt. Nach einem ersten Treffen im Juni 2005 stand es diesmal unter dem Motto „Der Schlüssel liegt in unserer Hand!“. Eingeladen hatten die KulturLand SRL, das „Friedrich-Teutsch“-Haus der Evang. Kirche A.B. und das Evang. Bezirkskonsistorium Mediasch A.B.

Unter den TeilnehmerInnen waren u.a. Bezirksdechant Reinhard Guib, Pf. Gerhard Servatius-Depner, Bezirkskirchenkurator Wilhelm Untch und Stadtkirchenkurator Hugo Schneider, Mediasch, Lauren Bohatka und Brian King der US-amerikanischen Firma „Community Habitat Finance International“ Rumänien (CHF, Sibiu), sowie Dagmar Mazur von CORONA e.V. Berlin und Sebastian Szaktilla, GTZ.

Das Gelächter der Deklassierten

Siebenbürgen-Drama, 2. Akt – E. Schlattners „Das Klavier im Nebel“

Um 6.00 Uhr früh am Montag, dem 04. April 2005, schließt Eginald Schlattner in sei-nem Schreibzimmer in Roşia/Rothberg die achte und endgültige Überarbeitung seines Romans „Das Klavier im Nebel“ ab. Im Februar hatte es von dem Buch noch gehei-ßen: „Es liegt in den letzten Zügen, löst sich von mir, wird fremd.“ Er hatte das Manu-skript durch einen Freund an den Verlag von Rumänien nach Wien bringen lassen. Das war vor 4 Jahren, und die letzte Hälfte davon hatte er dem Text immer wieder zugesetzt und dieser ihm. Nun sind es über 500 Seiten geworden. Nach allen damit verbundenen Strapazen schrieb er an jenem Morgen unter sein drittes Buch über Eu-ropa in Siebenbürgen nur noch ein einziges Wort: „Kaputt!“ Bei wiederholtem An-schauen schien es ihm am falschen Platz. „Ich habe es durchgestrichen und wie in alten Zeiten geschrieben SOLI DEO GLORIA“, erzählte er drei Wochen später in sei-nem Haus. Diesen Zusatz strich der Verlag. Schlattner aber nimmt in aller Herrgotts-frühe sich selbst beim Wort, geht zum Hoftor hinaus, das er im Schreibzimmer mittels einer einfachen Spiegelkonstruktion immer im Blick haben kann, und schließt die Kir-che auf, deren Informationstafel er mit dem Hinweis „Vor 1220 – älter als Berlin!“ ver-sehen hat. Eingetreten, legt er die Hände vors Gesicht und spricht: „Mein Herr und Gott, lass mir bitte nichts mehr einfallen zu dem neuen Buch!“

Neue Bilder

Auf der KulturLand-Gallerie finden sich eine Reihe neuer Bilder und auch Orte. Meist solche, wo selten noch jemand hin kommt. Gürteln (Gherdeal, Gerdály) z.B… Hier entlang: http://photo.kulturland.net.

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