Author: Joachim F. Cotaru
Ein Kind des hiesigen Geschichtsdiskurses: PSD-Sprecher leugnet Holocaust
Vorgestern abend liess der Sprecher der rumänischen Sozialdemokraten, Dan Şova, eine altbekannte Katze aus dem Sack: In Rumänien seien „nur“ ein paar Juden ermordet worden und zwar von Deutschen.[1] Da ist also wieder einmal die Behauptung, es hätte gar keinen Holocaust in Rumänien gegeben. Dass sich die nationalistische Geschichtsschreibung im Lande gerne von der Tatsache reinwaschen möchte, dass nahezu die Hälfte der rumänischen Juden ermordet wurde, ist bekannt.[2]
Kurze Rede…
Hendrik Kraft, Betreiber des Blogs sibiuaner.noblogs.org, hat mich jüngst drauf hingewiesen, dass kürzere Blogmeldungen zur Lage im Lande den UserInnen eventuell hilfreicher sein könnten, als „nur“ die Linklisten zu verschiedenen Themen. Ich werd’s versuchen. Im Gegenzug wurde Hendrik zu den Autoren auf cotaru.com hinzugefügt, in der Hoffnung, dass seine Beiträge zu „verschiedene[n] Erscheinungsformen von Ausgrenzung,
Daias bleicher Sohn
Georg Hoprich 29.12.1938 – 9.4.1969
(PDF-Fassung hier zum Download)
Wer von der Straße Sibiu/Hermannstadt – Agnita/Agnetheln zum Dorf Daia /Thalheim/Dolmany abbiegt, kann auf einer Gedenktafel an der Vorderfront des ersten Hauses im Ort lesen: Mit Gottes Hilfe hat David Petru dieses Haus im Jahre 1959 gebaut. Ein anderer Sohn des Dorfes hatte um diese Zeit begonnen, Fundamente seines Gebäudes aus deutscher Sprache zu errichten[1], daran erinnert hier nichts, und das Haus seiner Eltern Georg sen. und Sofia Hoprich ziert keine Tafel, ist unter der angegebenen Nummer 103[2] vielmehr überhaupt nicht zu finden. Vor Jahrzehnten wurde die Zählung verändert.
Explodiert die Mamaliga? Proteste in Rumänien
Links zu den Protesten in Rumänien. Ausgangspunkt war der Rücktritt des Staatssekretärs für Gesundheitsfragen, Raed Arafat.
Der TV-Sender Antena 3 bietet einen Livestream unter der Adresse www.antena3.ro/live.php an, ebenso Realitatea unter webtv.realitatea.net/live. Hinweis: Die Sender sind nicht als unabhängig einzuschätzen.
7.2.2012
Auf Facebook sind eine Vielzahl von Gruppen, die in etlichen Städten Rumäniens zu Kundgebungen im Rahmen des europaweiten STOP-ACTA-Aktionstages aufrufen. Es wird behauptet, dass mit Zehntausenden DemonstrantInnen zu rechnen sei. Das wird abzuwarten sein.
Vorerst Links zur Lage nach der Beauftragung von Mihai-Razvan Ungureanu mit der Regierungsbildung:
- ORF.at: Misstrauen gegen politische Klasse
- punkto.ro: Aus Alt mach Neu: Voraussichtliche Zusammensetzung der Regierung Ungureanu
- WienerZeitung.at (vom 6.2.): Nach dem Rücktritt der Regierung muss der neue Permier Auflagen der internationalen Geldgeber erfüllen: Rumänien hält an Sparkurs fest
- Focus.de (vom 6.2.): Ungureanu soll das Volk beruhigen
Jüdisches Massengrab in Rumänien entdeckt
punkto.ro, 17.11.2011: „Massengrab bei Popricani: Holocaust-Opfer waren größtenteils Kinder und Frauen“ „Vor genau einem Jahr entdeckten in Rumänien Archäologen des Iasier Geschichtsinstituts „A. D. Xenopol“ und des Bukarester Elie-Wiesel-Instituts zur Erforschung des Holocausts in einem Wald des Dorfes Popricani, unweit der nordöstlichen Großstadt Iasi, ein Massengrab mit Überresten von im Zweiten Weltkrieg ermorderter Juden. Inzwischen
Rumenye (back) on the klezmer bandwagon? By Julie Dawson
Until quite recently, notably absent from the map of the institutions and events working to revive and commemorate Yiddish culture in central and eastern Europe has been Romania, that fabled land, beautiful, sweet, and fine, where, to quote Aaron Lebedeff, one can live a carefree life, drinking wine all the time, kissing girls, and eating the local gastronomical specialties – carnaţi (sausages, kosher naturally), mamaliga (corn porridge), brînza, and caşcaval (soft and hard cheese). As succinct an illustration as any of the existing gap in cultural memory were the pregnant silence and blank faces greeting New York-based klezmorim Deborah Strauss, Jeff Warschauer, and Benjy Fox-Rosen when in 2009 they opened a concert in Transylvania with the well-known (in American Jewish circles) strains of Lebedeff’s 1920s vaudeville hit Rumenye Rumenye. Fox-Rosen, bassist and singer, recalls “There was absolutely no sign of recognition.”
„Reclaim the Fields“: Solidaritate internationala pentru Rosia Montana
E cam sigur: We are Samba! (sursa/ Quelle: Hans Hedrich)
Kirchenburgen-Restaurierung im Vergleich… Restaurea bisericiilor fortificate în comparație
(Erstellt von/ realizat de: Hans Hedrich)
Roșia Montană: Es geht um mehr als nur Gold
Die vergangenen Wochen waren geprägt von einer verschärften Auseinandersetzung um Europas grössten geplanten Goldtagebau. Die Befürworter geben sich grün und wollen eine Kulturlandschaft opfern. Die Bedingungen für das Goldprojekt waren nie so günstig wie jetzt. Aber auch der Widerstand für die Rettung des Ortes ist reifer geworden.
Quelle: http://voxpublica.realitatea.net/politica-societate/ce-am-castigat-la-rosia-montana-bonus-cum-a-reinviat-noi-muncim-nu-gandim-66701.html
„Cu minerii rezolvăm problema mediului, culturii, socială” („Mit den Bergleuten lösen wir das Umwelt-, Kultur- und Sozialproblem”): Dieser Gruss im Stil der berüchtigten Mineriaden empfing Mitte August die zum FânFest der Kampagne „Salvaţi Roșia Montană!” („Rettet Roșia Montană!”) angereisten Teilnehmer. Zu der dreitägigen Veranstaltung kamen die Gegner des von der Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) betriebenen Projekts. Die gut 2.000 Jahre alte Ortschaft im Herzen der Westkarpaten/ Munţii Apuseni soll, geht es nach der RMGC, 300 Tonnen Gold geopfert werden.
CONCURSUL CĂRUȚELOR 2011
CONCURSUL CĂRUȚELOR 2011 va avea loc la Marpod pe data de 10 septembrie, începând cu ora 10.
Ce treabă are Valea Hârtibaciului cu Roșia Montană?
Despre solidaritatea cu țăranii roșieni care nu vor să-și vândă pământul
„Cu minerii rezolvăm problema mediului, culturii, socială” – acest panou afișat în centrul localității apusene, cu stilul său lingval de mineriadă, a fost salutul adresat de susținătorii proiectului minier propus de Roșia Montană Gold Corporation (RMGC) pentru participanți FânFest-ului de 12 – 14 august. M-am dus și eu la FânFest, împreună cu soția și fii noștri, pentru că sunt convins că nici pentru câteva miliarde de euro nu merită să distrugi o localitate atât de frumoasă, atât de veche (unii spun că ar fi chiar cea mai veche localitate minieră atestată documentar din România). Ce am văzut acolom-a convins că există o societate civilă în România, că merită în continuare să trăiesc aici.
Roșia Montană, heute in der TAZ: Wo Gold mehr wert ist als Leben
Vor knapp zehn Tagen war ich auf dem „FânFest” der Kampagne zur Rettung von Roșia Montană. Wenn ich mich auch die letzten Jahre in der Sache etwas zurück gehalten haben mag – das FânFest 2011 hat mich mehr denn je davon überzeugt, dass der geplante Goldabbau dort ein Irrsinn ist. Es gibt eine Reihe von ernst zu nehmenden Alternativen für diesen Ort, der gar nicht so arm ist, wie es in der Öffentlichkeit erscheinen soll. Nun ja, die Berichterstattung in Rumänien zum Thema ist sehr einseitig, hängen die Medien doch zu sehr von potentiellen Werbeeinnahmen ab (siehe Artikel in der Washington Post).