Tag: Februar

Rumänien und der mögliche EU-Beitritt

Dies ist eine dynamische Zusammenstellung kritischer Beiträge zum EU-Beitritt Rumäniens zwischen Februar 2004 und Dezember 2006. Sämtliche Meldungen enthalten einen Link zum Ort ihrer Publikation im Web. Für weitere Hinweise zu Berichten sind wir dankbar.

DiePresse.com, 21.12.2006
Regierung strauchelt vor EU-Ziellinie

DW-World.de, 20.12.2006
Rumänien vor dem EU-Beitritt: Korruption auf allen Ebenen

Fowl Play: Vogelgrippe, Industrie und Diversität

Da in Rumänien die Vogelgrippe gerade nach den grossen Ausbrüchen auf Farmen in der Umgebung von Codlea/ Zeiden und Braşov/ Kronstadt plötzlich wieder aus der Berichterstattung verschwand, sind Fragen nach der Rolle der Geflügelproduktionsindustrie aufgetaucht. Die NGO GRAIN stellt entsprechendes Infomaterial zur Verfügung, auf dessen deutschsprachige Übersetzungen von dieser Stelle verwiesen werden soll. Sobald rumänische

Das Gelächter der Deklassierten

Siebenbürgen-Drama, 2. Akt – E. Schlattners „Das Klavier im Nebel“

Um 6.00 Uhr früh am Montag, dem 04. April 2005, schließt Eginald Schlattner in sei-nem Schreibzimmer in Roşia/Rothberg die achte und endgültige Überarbeitung seines Romans „Das Klavier im Nebel“ ab. Im Februar hatte es von dem Buch noch gehei-ßen: „Es liegt in den letzten Zügen, löst sich von mir, wird fremd.“ Er hatte das Manu-skript durch einen Freund an den Verlag von Rumänien nach Wien bringen lassen. Das war vor 4 Jahren, und die letzte Hälfte davon hatte er dem Text immer wieder zugesetzt und dieser ihm. Nun sind es über 500 Seiten geworden. Nach allen damit verbundenen Strapazen schrieb er an jenem Morgen unter sein drittes Buch über Eu-ropa in Siebenbürgen nur noch ein einziges Wort: „Kaputt!“ Bei wiederholtem An-schauen schien es ihm am falschen Platz. „Ich habe es durchgestrichen und wie in alten Zeiten geschrieben SOLI DEO GLORIA“, erzählte er drei Wochen später in sei-nem Haus. Diesen Zusatz strich der Verlag. Schlattner aber nimmt in aller Herrgotts-frühe sich selbst beim Wort, geht zum Hoftor hinaus, das er im Schreibzimmer mittels einer einfachen Spiegelkonstruktion immer im Blick haben kann, und schließt die Kir-che auf, deren Informationstafel er mit dem Hinweis „Vor 1220 – älter als Berlin!“ ver-sehen hat. Eingetreten, legt er die Hände vors Gesicht und spricht: „Mein Herr und Gott, lass mir bitte nichts mehr einfallen zu dem neuen Buch!“

ROSIA MONTANA: Neue Pressemitteilung von Alburnus Maior

Return to Sender

Rosia Montana, 28. March 2005 – Alburnus Maior has come into the possession of a document that implies ‘APD’ (1), ‘GEC’ (2) and ‘CENTRAS’ (3), three Bucharest-based NGOs, in the monitoring of public participation for the permitting of the Rosia Montana mine development. The reason for drawing attention to this is that Alburnus Maior has clear indicators that this is a flawed monitoring project.

Gabriel Resources (‘Gabriel’), a junior Canadian mining company, intends to realize Europe’s largest opencast mining development in Rosia Montana (RMGC). It entails, amongst other, the involuntary resettlement of over 2000 people as well as the destruction of unique archaeological and natural sites. In December 2004 ‘Gabriel’ initiated the procedure to modify the Zoning Plan for the Rosia Montana Industrial Development area as well as the environmental impact assessment (EIA) procedure to obtain an environmental agreement for its mining project.

Representatives of APD, GEC and CENTRAS first appeared in Rosia Montana in RMGC cars in December 2004. Given that none of them explained their role in the public consultations, Alburnus Maior wrote to APD and CENTRAS to enquire about their mission. Since none of them replied, Alburnus Maior contacted them by phone. Cristian Pirvulescu, APD’s president stated during several conversations that his NGO had no project with regards to the Rosia Montana permitting procedure. Regarding CENTRAS it is interesting to note that Dan Petrescu, a founder of this NGO, now is RMGC’s director for permitting.

Europa in Siebenbürgen – Konversation und Verhör der Kulturen: Eginald Schlattner (*13.9.1933), Dichter in Europa

„Was ist ein ‚Kotzen’?“, frage ich die sonntägliche Kaffeerunde vor der Sommerküche auf dem Hof von Sophia Schneider, der 75-jährigen Bäuerin, Witwe die Hälfte ihres Lebens. Das Wort findet sich mehrfach in Eginald Schlattners Roman „Rote Handschuhe“ von 2001 (dtv 2003), und gerade hatte in der „Hermannstädter Zeitung“ gestanden, dass auf einem bekannten Jahrmarkt die Kotzenhändler ihre Stände aufbauen würden. Ohne Rücksicht auf das siebenbürgische Deutsch das fremde Wort ausgesprochen, konnte es mir von keinem Einheimischen erklärt werden. „Aber Eginald Schlattner gebraucht dieses Wort oft.“ Auf diesen Hinweis reagiert Thomas Drotleff, Bruder von Tante Sophia, Bauer und Kurator der Kirchenburg in Holzmengen/Hosman/Holcmány, knochentrocken: „Ja, wenn Sie’s vom Schlattner gehört haben, mag das sein. Der gebraucht viele Wörter.“ Ein Marburger Musikstudent, der mit seiner Freundin zur Kaffeerunde ebenso wie im Sommer angereiste Geschwister und Kinder aus Deutschland gehört, hat schon einmal früher nach dem Wort im Lexikon gesucht: Es ist eine Pferdedecke. Das also ist die Schlafstatt im Gefängnis für den Protagonisten aus Schlattners Roman!

ROSIA MONTANA: Die RMGC soll Strafe zahlen (AM Presserklärung)

Weil die Rosia Montana Gold Corporation offensichtlich ohne Genehmigung Bohrungen und Wege anlegte, soll sie nun Strafe zahlen. In einer Presseerklärung in formiert Alburnus Maior über den Vorgang. (Anmerkung aus dem kultur:land – 2.300 $ wegen illegalem Wegebau, da könnte ja manch Straßenbauunternehmen schwach werden…)

ROSIA MONTANA: Gabriel’s Rosia Montana project – Effectively Dead

Rosia Montana, România; 19. February 2004 – ‘Alburnus Maior’ has learned that Gabriel Resources (‘Gabriel’) again postponed the submission of the environmental study required for governmental approval in order to start developing the Rosia Montana gold mining project(1).

Interkulturelle Projekte in „national befreiten Zonen“ – ein Lokalaugenschein in Mecklenburg-Vorpommern

Im Februar 2001 publizierte die Hamburger Zeitschrift „Die Woche“ eine Landkarte mit den sogenannten „National befreiten Zonen“. Die Gebiete bezeichnen aus Sicht der Betroffenen rechtsextremer und rassistischer Gewalt, Angst- und Bedrohungsräume, die sich zumeist im östlichen Teil Deutschlands befinden. Diskriminierende und ausgrenzende Tendenzen bis hin zu körperlicher Gewalt sind dort vorzufinden.

Hin und Her

Mitte Februar fuhr ich von Kärnten durch Slowenien, Kroatien und die Vojvodina im Zug nach Belgrad – mit Bozas Einladung, dem Visa und allerlei dingend empfohlenen wie überflüssigen Halbdokumenten im Gepäck. Mein zweites Visum überhaupt; im November 1989 einmal Stunden schlangestehen, um mir von spätpreussischen Beamten ein „Visum zur Ausreise in die BRD“ in den Personalausweis stempeln zu lassen. Februar 2001: Visum, die zweite.

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