Tag: Spannung
Forum gegen Grossprojekte: 2014 in Roșia Montană
Vom 8. bis 11. Mai findet das 4. Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte statt. Diesmal im rumänischen Roșia Montană.
Nichts kann die Kampagne zur Rettung des westkarpatischen Bergdorfes Roșia Montană neben dem Widerstand der rumänischen Bürger_innen mehr brauchen als internationale Aufmerksamkeit. Die ist schwer zu erreichen, wenn es um die Ausbeutung von Bodenschätzen in einem strukturschwachen Land geht. Diese Feststellung gilt für ganz Osteuropa, auf dem in diesem Jahr auch der Fokus des Forums liegen soll. Nicht nur hat sich die freiheitliche Variante nach den Jahrzehnten kommunistischer Diktaturen für viele Bewohner_innen mittlerweile in einen „demokratischen Albtraum“ verwandelt, wie es im Aufruf heisst. Mehr noch, die gesamte östliche Grenzregion der Festung Europa steht mittlerweile unter Dampf. Nichts ist mehr gut von Kiew bis Damaskus und Europa scheint nicht aktiv an Entspannung, geschweige denn: Verbesserung dieser Lage interessiert.
Demokratie in Gefahr, Land am Abgrund?
9.7.2013
KAS.de: Die Verfassungsreform in Rumänien wirft Fragen auf – Parlament als oberstes Entscheidungsgremium der Nation
„In kürzester Zeit hat die Parlamentskommission zur Reform der Verfassung Vorschläge erarbeitet und vorgelegt, einige davon sind durchaus positiv zu bewerten, andere wirken unausgegoren, wieder andere geben Anlass zu erheblicher Besorgnis.“
29.6.2013
Expertforum.ro: The new Romanian constitution: incompetent legislator, dangerous provisions
Die „Presse“ zu Rosia Montana
Unter der Überschrift „Ungarn-Rumänien: ‚Goldkonflikt‘ eskaliert“ berichtet die Wiener „Presse“ in ihrer Ausgabe vom 21.2.2010 über zunehmenden Spannungen bezüglich der rumänischen Goldminen-Projekte, insbesondere zu den Befürchtungen einer Wiederaufnahme des Betriebs in der Katastrophenmine „Aurul“ nahe Baia Mare. Den Artikel finden Sie online unter der Adresse: diepresse.com/home/wirtschaft/eastconomist/541386/index.do?from=gl.home_wirtschaft.
Das Gelächter der Deklassierten
Siebenbürgen-Drama, 2. Akt – E. Schlattners „Das Klavier im Nebel“
Um 6.00 Uhr früh am Montag, dem 04. April 2005, schließt Eginald Schlattner in sei-nem Schreibzimmer in Roşia/Rothberg die achte und endgültige Überarbeitung seines Romans „Das Klavier im Nebel“ ab. Im Februar hatte es von dem Buch noch gehei-ßen: „Es liegt in den letzten Zügen, löst sich von mir, wird fremd.“ Er hatte das Manu-skript durch einen Freund an den Verlag von Rumänien nach Wien bringen lassen. Das war vor 4 Jahren, und die letzte Hälfte davon hatte er dem Text immer wieder zugesetzt und dieser ihm. Nun sind es über 500 Seiten geworden. Nach allen damit verbundenen Strapazen schrieb er an jenem Morgen unter sein drittes Buch über Eu-ropa in Siebenbürgen nur noch ein einziges Wort: „Kaputt!“ Bei wiederholtem An-schauen schien es ihm am falschen Platz. „Ich habe es durchgestrichen und wie in alten Zeiten geschrieben SOLI DEO GLORIA“, erzählte er drei Wochen später in sei-nem Haus. Diesen Zusatz strich der Verlag. Schlattner aber nimmt in aller Herrgotts-frühe sich selbst beim Wort, geht zum Hoftor hinaus, das er im Schreibzimmer mittels einer einfachen Spiegelkonstruktion immer im Blick haben kann, und schließt die Kir-che auf, deren Informationstafel er mit dem Hinweis „Vor 1220 – älter als Berlin!“ ver-sehen hat. Eingetreten, legt er die Hände vors Gesicht und spricht: „Mein Herr und Gott, lass mir bitte nichts mehr einfallen zu dem neuen Buch!“
Border 04-Projekt, unterwegs in Osteuropa …
Ein Beitrag von Hagen, Hanau: Border 04 ist ein vielgestaltiges Kontakt- und Untersuchungsprojekt, das von Juli bis September 04 vom Balkan bis ins Baltikum entlang der neuen EU-Außengrenzen unterwegs sein wird. In Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, Medien- und Kulturzentren, sollen die alten und neuen Grenzen des amtlichen Europa erkundet, umrundet und durchlöchert werden. Befindet sich jenseits der politischen Grenzen ein virtuelles Europa? Ein offenes Europa, dem es nicht länger um Ein- oder Ausschluss geht, sondern vielmehr um Kommunikations- und Bewegungsfreiheit?
Alte Narben – Neue Spannungen!
AIM, das Alternative Informationsnetzwerk unabhängiger Journalisten und Journalistinnen auf dem Balkan, hat ein Dossier veröffentlicht, das die möglichen Konsequenzen der aktuellen Krise für die ganze Region zu analysieren versucht.
