Tag: Friedhof
Rumänien anders: Ein „Unruheständler“ in Siebenbürgen
An Zukunftsvisionen denke er selten, meint Ilarion Bârsan. Der fast 70-jährige mit den wachen Augen sagt das am Ende unseres langen Gespräches über das Harbachtal, seine Heimatregion. Seine Biographie beginnt, wo der Harbach entspringt, bei Retiș (Retersdorf) weit im Nordosten des Tals. Hier sitzen wir mit Blick über die für das Harbachtal prägenden, bisweilen endlos wirkenden Schafweiden. Ilarion Bârsan ist ein Beispiel dafür, wie die Bevölkerung nach tragfähigen Lösungen für ihre Region sucht.
Buia/ Bell/ Bolya: Jüdischer Friedhof/ Cimitirul Evreiesc/ Jewish Cemetery
Stefan Vaida aus Alzen hatte mir schon vor längerer Zeit von dem jüdischen Friedhof in Bell/ Kaltbachtal berichtet. Heute endlich hab ich es einmal geschafft...
Zwei Augenblicke in SüdostEuropa (II): Zum Wochenend in Czernowitz
Endlich in Stadt voller Bücher und Menschen
Der Germanist Joachim Müller in Jena bot im Herbst 1960 eine Vorlesung für Hörer aller Fakultäten an mit dem Thema „Ausgewählte Lyrik des 20. Jahrhunderts“. Ich kannte ihn nicht. Erst 1963 wurde seine verständnisvolle Interpretation expressionistischer Dichtung öffentlich in der Presse angegriffen. 2006 wurde bekannt, daß er sich auf Anfrage brieflich zu seinen Verstrickungen in der NS-Zeit bekannte. So schlau waren die Studierenden damals nicht, als sie sich am späten Nachmittag des 14.10. 1960 zur ersten Vorlesung in einem kleinen Hörsaal des Hauptgebäudes der Universität Jena trafen. Aus dem überschaubaren Kreis erinnere ich mich u.a. an die Theologen Waldemar Schewe aus dem Eichsfeld und Karl-Heinrich Bieritz aus dem damals kirchlich noch immer hessischen Schmalkalden. Von den Mathematikern war zumindest Gerhard Maess präsent,nach 1989 erster frei gewählter Rektor der Rostocker Universität, ein Mann der Orientierung in Zeiten schöner Ideale und peinsamer Irrtümer. Joachim Müller begann mit einer Einfühlung in die lyrische Sprache. Dann lasen wir auf hektographierten Blättern die TODESFUGE von Paul Celan, und wir hörten von Czernowitz, wo nach den Worten seines berühmtesten Dichters Menschen und Bücher lebten, wir hörten von Deportationen und KZs in der Bukowina. Die Frage wurde gestellt, ob Celan mit seinem Gedicht die These widerlege, nach Auschwitz sei keine Dichtung mehr möglich. Kurzum: Seitdem hat mich das Gedicht, seine Geschichte, die seines Verfassers und vön dessen Stadt nicht losgelassen. Ich wußte, niemals würde ich nach Czernowitz kommen, soviel ich auch darüber läse.
Gräber auf jüdischem Friedhof in Rumänien geschändet
Bukarest (AP) Auf dem jüdischen Friedhof in Bukarest haben Unbekannte nach Behördenangaben bis zu 200 Gräber geschändet. Wie die jüdische Gemeinschaft in der rumänischen Hauptstadt am Freitag mitteilte, wurden dabei einige der bedeutendsten Denkmäler beschädigt. Die Taten seien am Donnerstag entdeckt worden, die Behörden hätten Ermittlungen aufgenommen. Der jüdische Friedhof in Bukarest umfasst 35.000 Gräber.
…als ich jung war. Nachruf auf einen Unbekannten
Als Bukarest vor nun fast drei Jahren sein Volk zählen ließ, begab es sich, daß die Gesandten ein Dorf für tot erklärten. Nicht nur eines – eines aber lebte sicher noch zu jener Zeit. Es lebte und war doch schon gestorben.
Engenthal – rumänisch Mighindoala, ungarisch Ingodály – liegt versteckt zwischen Bell und Petersdorf nördlich des Kaltbachtales. Der Bericht über ein aufgegebenes Dorf in der Nähe weckte Abenteuerlust, Erzählungen von sächsischen Schäfern ließen aufhorchen. Im Frühjahr wanderten wir dort hinauf. In Bell glaubte man seinen Ohren nicht zu hören, als wir nach dem Weg fragten…
Vergessene Orte 4: Schlatt/ Zlagna
Schlatt, wann schaffen wir’s einmal zu Dir? Seit über einem Jahr fehlt schon das Schild am Abzweig zwischen Magarei/ Pelisor und Meschen/ Mosna.
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