Überraschungsschlag der Regierung in Bukarest: Drohende Genehmigung für Goldprojekt durch die Hintertür

Seit Montag abend vermeldeten die Medien quer durch Europa, es gäbe „Kein grünes Licht für Goldmine„. Der Parlamentssonderausschuss hatte den Ende August von der vorgelegten Entwurf eines auf die Bedürfnisse der Roșia Montană Corporation (RMGC) zugeschnittenen Sondergesetzes zurückgewiesen. Das war allgemein erwartet worden.

Nun melden wie das Portal pesurse.ro, dass die nach aussen belastet wirkende sozialliberale Koalition (USL) aus Sozialdemokraten () und Nationalliberalen (PNL) offenbar bestens funktioniert. Unter der Überschrift „Mișcarea bliț pregătită de USL pentru Roșia Montană“ (Blitzangriff für Roșia Montană von der USL vorbereitet) wird berichtet, die Rückweisung des ohnehin umstrittenen Gesetzentwurfes sei lediglich ein Abschnitt gewesen.

„Liderii USL anunțau deja că va fi inițiată o nouă lege-cadru, care va reglementa exploatările miniere în general, fără ca Roșia Montană să fie tratată ca un subiect separat. (…) Sursele noastre susțin că se pregătește o mișcare bliț din partea USL. Astfel, noul proiect va urma un traseu legislativ ultra-rapid, iar în acest timp Guvernul va renegocia Acordul cu Roșia Montană .“

Führungsmitglieder der USL hätten bereits ein neues Rahmengesetz zu Enteignungen im allgemein angekündigt, in dem Roșia Montană nicht namentlich Erwähnung finden würde.  Es hiesse zudem, dass dieses Gesetz im Eiltempo und parallel zu weiteren Verhandlungen mit der RMGC durch das gebracht werden würde. Ein Beginn des Goldprojektes sei dann noch in der ersten Jahreshälfte 2014 realisitisch.

Ein entsprechender Gesetzentwurf findet sich auf der Website des rumänischen Senats. Das hierfür bestimmte Umlaufverfahren (adoptare tacită bzw.  silent procedure) läuft am 25. November 2013 ab.

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