Dass mit dem gutmenschlichen Wechsel von “Zigeuner” in das Schönsprech “Roma” kein einziges Problem gelöst wird, scheint logisch. Wo aber verlaufen die Brüche zwischen der Paria und der sich selbst “zivilisiert” nennenden Mehrheitsgesellschaft? Wie kann eine Integration attraktiv werden, die nicht nur die unkommentierte Übernahme des zweifelhaften rumänischen aka “europäischen” Wertekanons bedeutet, sondern Emanzipation wie Partizipation auch für die marginalisierten BürgerInnen bedeutet? Und überhaupt: Ist Integration überhaupt eine gerechtfertigte Forderung, ausgestoßen von der Mehrheit*?
6.6.2013
Laut Presseschau des deutschen Generalkonsulat in Sibiu/ Hermannstadt berichtet Evenimentul Zilei Folgendes:
“Aktuelles aus Rumänien: Baia Mare
Das Berufungsgericht Bukarest habe zu Beginn dieser Woche festgelegt, dass die Mauer um die Romasiedlung in Baia Mare, Landkreis Maramures, mit Einhaltung aller gesetzlicher Vorgaben errichtet worden sei. 2011 sei eine zwei Meter hohe Mauer um drei Wohnblocks, in welchen zahlreiche Roma, ohne Arbeit aber mit zahlreichen Einträgen in das Führungszeugnis, wohnen, errichtet worden. Rumänische und internationale Menschenrechtsorganisationen und Bürgervereine protestierten dagegen, der Romaverein Romani Criss ging gerichtlich dagegen vor, hätte jedoch nicht Recht erhalten. Bürgermeister Cătălin Cherecheş erklärte, er bedauere nicht, die Mauer errichtet zu haben, die Gegend sei sicherer geworden, die Anzahl der Verkehrsunfälle sei zurückgegangen.” Continue reading →
