Agnita/Agnetheln, 31 Oktober 2008 – Vertreter von Landwirtschafts- und Umweltministerium, Lokalverwaltungen und NGO’s aus Natura2000-Gebieten des Schäßburger Gebiets und des Harbachtals haben am Freitag, 31. Oktober, in Agnetheln die Schwierigkeiten bei der Implementierung des europäischen Natura2000-netzwerkes in Rumänien sowie Lösungsansätze zum Nutzen der ansässigen Bevölkerung diskutiert. Continue Reading »
Update: Kostenexplosion bei umstrittenem Bau der Siebenbürgen-Autobahn
Die Tageszeitung “Bihoreanul” berichtet in ihrer Ausgabe vom 7. Juli 2008, dass die Kosten für denBau der Siebenbürgen-Autobahn von 2,2 Mrd. Euro auf mittlerweile 7,17 Mrd. Euro gestiegen seien. Die Länge der zumeist nach Kriterien des “geringen Raumwiderstands” geplanten Trasse durch große Gebiete hoher Biodiversität (u. a. Natura2000-Gebiete) beträgt 415km und zählte bereits 2002 zu den teuersten Autobahn-Projekten Europas. Der Bau war 2002 ohne Ausschreibung an die US-Firma Bechtel vergeben worden und soll über Staatsschulden finanziert werden. Fünf Jahre nach Beginn des umstrittenen Projekts ist kein Kilometer Fahrbahn übergeben worden.
Der gesamte Artikel kann unter dem folgenden Link gelesen werden: Afarăra cu românii!.
Informationen zur Autobahn – aus Firmensicht! – sind unter www.autostradatransilvania.ro abrufbar. Dort gibt es auch eine Karte zum derzeit geplanten Streckenverlauf.
EU-Bürger in Rumänien: Sie haben ein Wahlrecht!
Am 1. Juni sind Kommunal- und Kreisratswahlen. EU-BürgerInnen dürfen an diesen Wahlen aktiv und passiv (als Gemeinde- bzw. Kreisratsmitglieder) teilnehmen. Sollten Sie sich unsicher fühlen, nehmen Sie sich den Auszug aus folgender “Ordonanta de urgenta”/ Dringlichen Regierungserlaß Nr. 20 vom 27. Februar 2008 (veröffentlicht im Monitorul Oficial/Amtsblatt Nr. 177 vom 7. März 2008) zu Herzen bzw. mit ins Wahllokal: Continue Reading »
Senat erklärt Rosia Montanã zu Archäologie- und Naturreservat
Die Allgemeine Deutsche Zeitung schreibt heute: “Rumäniens Senat hat am Montag die Gemeinde Rosia Montanã in den Westkarpaten zu einem archäologischen und Naturreservat erklärt und die Gründung einer Verwaltung für das neue Reservat beschlossen. Es gab 44 Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen und elf Enthaltungen. Der Gesetzentwurf stammte von der PSD und der PRM. Das Archäologie- und Naturreservat Rosia Montanã wird als „von nationaler und internationaler Bedeutung eingestuft, es verfüge über ein archäologisches, ethnografisches und Naturerbe“, das zu wahren sei. Die Verwaltung des Reservats werde in der Gemeinde Rosia Montanã angesiedelt und dem Kultur-, dem Innen- und dem Landwirtschaftsministerium unterstellt sein. Den wissenschaftlichen Beirat der Reservatsverwaltung soll die Regierung ernennen.
Der vom Senat verabschiedete Gesetzentwurf wird nun der Abgeordnetenkammer vorgelegt, die in solchen Fällen entscheidungsbefugt ist. Sollte auch diese den Entwurf verabschieden, so könnte die kanadische Rosia Montanã Gold Corporation (RMGC), die in der Gemeinde Gold abbauen will, an ihren umstrittenen Vorhaben gehindert werden. Gegen das Goldabbauprojekt von RMGC gab es bislang zahlreiche nationale und internationale Proteste.”
ADZ. 7. Mai 2008
Presseerklärugn ifa: Die Botschaft heißt Öffnung und Zusammenarbeit – Konferenz zur kulturellen Vielfalt und Regionalentwicklung verabschiedet die „Erklärung von Hermannstadt“
Stuttgart, 24.09.2007 – Mit der Verabschiedung der Erklärung von Hermannstadt ging am Sonntag die dreitägige Konferenz zur kulturellen Vielfalt und Regionalentwicklung im rumänischen Hermannstadt/Sibiu zu Ende. Auf Initiative des Instituts für Auslandsbeziehungen diskutierten rund 80 Regionalentwickler, Bürgermeister, Kulturmanager und Vertreter von Minderheiten aus zwölf europäischen Ländern die Potenziale von Regionen in Europa. Dabei spielen die kulturelle und ethnische Vielfalt für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung eine wesentliche Rolle.
Die Verschiedenartigkeit der Kulturen und multiethnische Zusammensetzung der Gesellschaft sind zu Tatsachen in nahezu allen Regionen Europas geworden. Auch entlegene Gebiete können ihr Entwicklungspotenzial nur noch im Austausch mit anderen europäischen Regionen entfalten. Dazu bedürfen sie eines Verständnisses für den Wert von Unterschiedlichkeit, das sie am besten entwickeln können, wenn sie Vielfalt und kulturelle Unterschiede „zu Hause“ als Ressource nutzen. Mehrsprachigkeit, interkulturelle Kompetenz und kulturelle Eigenheiten lassen im Zusammenspiel einen auch ökonomisch nachweisbaren Kreativitätsschub entstehen. Über diese Ressourcen verfügen besonders Regionen mit Minderheitsbevölkerungen als wesentliche Kompetenz. Continue Reading »
„Gold oder Leben in der Region?“ – Vierte EAS-Ökologie-Konferenz über Rosia Montana mußte unter Polizeischutz tagen
Seit rund zehn Jahren gibt es nun schon die Diskussion über das Goldabbauprojekt der Firma „Gold Corporation“ in Rosia Montana. Dort liegen die größten Goldvorkommen Europas unter der Erde. Mit einem gewaltigen Tagebau will die rumänisch-kanadische Firma dort die Vorkommen ausschöpfen. Doch dazu muß das Dorf weichen, es müssen mehrere Kirchen abgerissen und Gräber verlegt werden. Eine der schönsten Karpatenlandschaften würde dauerhaft zerstört werden. Mehrere Berge müßten komplett abgetragen werden. Und es drohen als Konsequenz zwei riesige Schlackenbecken mit hochgiftigen Zyanidresten aus dem Abbauprozeß. Continue Reading »
Rumänien und der mögliche EU-Beitritt
Dies ist eine dynamische Zusammenstellung kritischer Beiträge zum EU-Beitritt Rumäniens zwischen Februar 2004 und Dezember 2006. Sämtliche Meldungen enthalten einen Link zum Ort ihrer Publikation im Web. Für weitere Hinweise zu Berichten sind wir dankbar.
DiePresse.com, 21.12.2006
Regierung strauchelt vor EU-Ziellinie
DW-World.de, 20.12.2006
Rumänien vor dem EU-Beitritt: Korruption auf allen Ebenen Continue Reading »
Kirchenburgen in Siebenbürgen – Fotoausstellung
Gemeinsam mit der rumänischen Nicht-Regierungs-Organisation ‘Mioritics’ präsentiert die Deutsche Stiftung Welterbe eine Fotoausstellung über die Kulturlandschaft Siebenbürgen in Rumänien. Charakteristisch für diese Landschaft sind die ehemals über 250 befestigten Dorfkirchen, welche den Bewohnern über Jahrhunderte Schutz vor feindlichen Angriffen boten. Sieben von ihnen zählen zum UNESCO-Welterbe; viele sind dennoch heute in ihrem Erhalt gefährdet, da seit den 90er Jahren mehr und mehr Dorfbewohner abwandern.
Ausstellungsdaten:
- Wismar (Rathaus/Gerichtslaube): 22. Mai – 1. Juni 2006
- Stralsund (Rathaus/Alte Wache): 4. Juni – 16. Juni 2006
Transsilvanien braucht viel Auferstehung (von Jens Langer)
Nach der vierten europäischen Grenze suchen wir – der schwarzweiße Münsterländer-Mischling Linus, eine dunkelblonde Kandidatin der Politik- und Sportwissenschaft und ein grauer Prediger – im rumänischen Arad eine Tankstelle, bei der die Aufkleber für die Straßenbenutzung gekauft werden können. Ein Mann in einem stabilen Landrover mit württembergischen Kennzeichen fragt nach Woher und Wohin. Er stammt aus einer deutschen Familie in Kasachstan. Und hat anscheinend Glück gehabt in der neuen Heimat. Wir einigen uns schnell über Bürokratie in Deutschland, den ungewöhnlichen Fahrstil in Rumänien, über Freiräume und den Sinn von persönlichem Einsatz. Continue Reading »
Neue Autobahn gefährdet Land und Leute
Im Winter 2003/ 2004 bekam der US-Konzern BECHTEL per nachgeschobenem Dringlichkeitserlaß die Lizenz zum Bau einer Autobahn. Sie soll von Bros an der ungarischen Grenze über Cluj (Klausenburg), Tîrgu Mures (Neumarkt) und Brasov (Kronstadt) nach Bukarest führen.
Per Staatsschulden finanziert, soll die Trasse 2,6 Milliarden Euro kosten. Angesichts der rumänischen Verhältnisse eine unglaubliche Summe. Schätzungen gehen davon aus, dass die Gesamtkosten für den rumänischen Staat bis zu 4 Milliarden Euro erreichen könnten.
Wen interessiert, was unter den großen Brücken geschieht? Hier eine Liste mit Web-Beiträgen zum Thema. Continue Reading »