Gabriel Lambescu ist tot.

Jul 12 2006 Published by under Casa - De la noi...

Gabriel Lambescu, Sel. A.

Am Abend des 8. Juli 2006 verstarb unerwartet Gabriel Lambescu, der als begnadeter und visionärer Architekt sich mit Leib & der Rettung des siebenbürgischen Bauerbes verschrieben hatte. In den letzten Jahren realisierte er im Auftrag des cca. 400 Projekte zwischen Schäßburg, Mediasch, Hermannstadt und Kronstadt.
 
Gabriels Tod bedeutet für alle, die ihn kannten und das Glück hatten, mit ihm arbeiten zu dürfen, einen unschätzbaren Verlust. Sein Rat, sein Lächeln, seine Präsenz waren für uns ein Geschenk. Er fehlt uns sehr.
 
Zuwendung und Kraft wünschen wir vor allem auch seiner Frau und den beiden Söhnen.
 
Friede sei mit ihm.
+ Jochen
Luiza + Domokos Boldizsár

Artikel von Jessica Douglas-Home (MET) im Guardian vom 01. August 2006.

No responses yet

Transsilvanien braucht viel Auferstehung (von Jens Langer)

Mrz 14 2006 Published by under Cultura

Nach der vierten europäischen Grenze suchen wir – der schwarzweiße Münsterländer-Mischling Linus, eine dunkelblonde Kandidatin der Politik- und Sportwissenschaft und ein grauer Prediger – im rumänischen Arad eine Tankstelle, bei der die Aufkleber für die Straßenbenutzung gekauft werden können. Ein Mann in einem stabilen Landrover mit württembergischen Kennzeichen fragt nach Woher und Wohin. Er stammt aus einer deutschen Familie in Kasachstan. Und hat anscheinend Glück gehabt in der neuen . Wir einigen uns schnell über Bürokratie in Deutschland, den ungewöhnlichen Fahrstil in Rumänien, über Freiräume und den Sinn von persönlichem Einsatz. Continue Reading »

No responses yet

Das Gelächter der Deklassierten

Dez 23 2005 Published by under Cultura

Siebenbürgen-Drama, 2. Akt – E. Schlattners „Das Klavier im Nebel“

Um 6.00 Uhr früh am Montag, dem 04. April 2005, schließt Eginald in sei-nem Schreibzimmer in Roşia/Rothberg die achte und endgültige Überarbeitung seines Romans „Das Klavier im Nebel“ ab. Im hatte es von dem Buch noch gehei-ßen: „Es liegt in den letzten Zügen, löst sich von mir, wird fremd.“ Er hatte das Manu-skript durch einen Freund an den Verlag von Rumänien nach Wien bringen lassen. Das war vor 4 Jahren, und die letzte Hälfte davon hatte er dem Text immer wieder zugesetzt und dieser ihm. Nun sind es über 500 Seiten geworden. Nach allen damit verbundenen Strapazen schrieb er an jenem Morgen unter sein drittes Buch über -ropa in Siebenbürgen nur noch ein einziges Wort: „Kaputt!“ Bei wiederholtem An-schauen schien es ihm am falschen Platz. „Ich habe es durchgestrichen und wie in alten Zeiten geschrieben SOLI DEO GLORIA“, erzählte er drei Wochen später in sei-nem Haus. Diesen Zusatz strich der Verlag. aber nimmt in aller Herrgotts-frühe sich selbst beim Wort, geht zum Hoftor hinaus, das er im Schreibzimmer mittels einer einfachen Spiegelkonstruktion immer im Blick haben kann, und schließt die Kir-che auf, deren Informationstafel er mit dem Hinweis „Vor 1220 – älter als Berlin!“ ver-sehen hat. Eingetreten, legt er die Hände vors Gesicht und spricht: „Mein Herr und Gott, lass mir bitte nichts mehr einfallen zu dem neuen Buch!“ Continue Reading »

No responses yet

Neue Autobahn gefährdet Land und Leute

Dez 23 2005 Published by under Mediu

Im Winter 2003/ 2004 bekam der US-Konzern BECHTEL per nachgeschobenem Dringlichkeitserlaß die Lizenz zum Bau einer . Sie soll von Bros an der ungarischen Grenze über (Klausenburg), Tîrgu Mures (Neumarkt) und Brasov (Kronstadt) nach führen.
Per Staatsschulden finanziert, soll die Trasse 2,6 Milliarden Euro kosten. Angesichts der rumänischen Verhältnisse eine unglaubliche Summe. Schätzungen gehen davon aus, dass die Gesamtkosten für den rumänischen Staat bis zu 4 Milliarden Euro erreichen könnten.
Wen interessiert, was unter den großen Brücken geschieht? Hier eine Liste mit Web-Beiträgen zum Thema. Continue Reading »

No responses yet

Spenden Sie für ein “Nachhaltiges Holzmengen” an “Hosman Durabil”!

Okt 21 2005 Published by under Casa - De la noi...

Das Logo von 'Hosman durabil'

Es hat lange gedauert, aber endlich haben wir es hinter uns: Die Betreiber der KulturLand konnten mit FreundInnen aus (rum.: , ung.: Holcmány) den Verein (dt.: “Nachhaltiges Holzmengen”) gründen. Unterstützt hat uns dabei wiederum der Mihai Trust (MET), dem wir an dieser Stelle dafür und für die aufgebrachte Geduld herzlich danken!

HOSMAN DURABIL hat sich vorgenommen, das Whole Village project üfr Holzmengen umzusetzen. Das heisst nicht nur, bauliches und kulturelles Erbe zu bewahren. Das heisst vielmehr, einen Beitrag zu leisten, um das Dorf lebenswert zu machen – die Geschichte mit dem Heute zu verbinden und ihm eine Chance für die Zukunft zu geben. Keine leichte Sache also – aber eine, die sich lohnt. Dabei will sich HOSMAN DURABIL nicht einfach auf den Horizont des “eigenen” Dorfes beschränken, sondern immer im Blick haben, dass andere Dörfer dicht bei liegen und dennoch von “aller Welt vergessen” zu sein scheinen. Continue Reading »

No responses yet

pressetext.at: Rumänien: Gentech-Soja-Anbau außer Kontrolle – Umweltschützer fürchten Verunreinigung von fast 100 Prozent

Okt 18 2005 Published by under Mediu

(pte/10.10.2005/14:38) - Der Anbau von genetisch verändertem Soja in Rumänien scheint völlig außer Kontrolle geraten zu sein. Die Umweltorganisation Greenpeace hat in zehn verschiedenen Regionen Sojapflanzen beim österreichischen Umweltbundesamt testen lassen. Sämtliche Proben waren positiv. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass 90 Prozent der Sojapflanzen im südosteuropäischen Staat ohne Wissen der Behörden gentechnisch verändert sind. Es handelt sich dabei um die Roundup-Ready-Sojasorte vom Agro-Konzern Monsanto. Continue Reading »

No responses yet

…als ich jung war. Nachruf auf einen Unbekannten

Nov 12 2004 Published by under Casa - De la noi...

Als vor nun fast drei Jahren sein Volk zählen ließ, begab es sich, daß die Gesandten ein für tot erklärten. Nicht nur eines – eines aber lebte sicher noch zu jener . Es lebte und war doch schon gestorben.

Engenthal – rumänisch Mighindoala, ungarisch Ingodály – liegt versteckt zwischen Bell und Petersdorf nördlich des Kaltbachtales. Der Bericht über ein aufgegebenes Dorf in der Nähe weckte Abenteuerlust, Erzählungen von sächsischen Schäfern ließen aufhorchen. Im Frühjahr wanderten wir dort hinauf. In Bell glaubte man seinen Ohren nicht zu hören, als wir nach dem Weg fragten… Continue Reading »

No responses yet

Europa in Siebenbürgen – Konversation und Verhör der Kulturen: Eginald Schlattner (*13.9.1933), Dichter in Europa

Okt 06 2004 Published by under Casa - De la noi...

„Was ist ein ‚Kotzen’?“, frage ich die sonntägliche Kaffeerunde vor der Sommerküche auf dem Hof von Sophia Schneider, der 75-jährigen Bäuerin, Witwe die Hälfte ihres Lebens. Das Wort findet sich mehrfach in Eginald Schlattners Roman „Rote Handschuhe“ von 2001 (dtv 2003), und gerade hatte in der „Hermannstädter “ gestanden, dass auf einem bekannten Jahrmarkt die Kotzenhändler ihre Stände aufbauen würden. Ohne Rücksicht auf das siebenbürgische Deutsch das fremde Wort ausgesprochen, konnte es mir von keinem Einheimischen erklärt werden. „Aber Eginald Schlattner gebraucht dieses Wort oft.“ Auf diesen Hinweis reagiert Thomas Drotleff, Bruder von Tante Sophia, Bauer und Kurator der Kirchenburg in Holzmengen//Holcmány, knochentrocken: „Ja, wenn Sie’s vom Schlattner gehört haben, mag das sein. Der gebraucht viele Wörter.“ Ein Marburger Musikstudent, der mit seiner Freundin zur Kaffeerunde ebenso wie im Sommer angereiste Geschwister und Kinder aus Deutschland gehört, hat schon einmal früher nach dem Wort im Lexikon gesucht: Es ist eine Pferdedecke. Das also ist die Schlafstatt im Gefängnis für den Protagonisten aus Schlattners Roman! Continue Reading »

No responses yet

Iluminsm – Aufklären: Beleuchten – Enlightment (eingereicht für “Hermannstadt, Europäische Kulturhauptstadt 2007″)

Sep 30 2004 Published by under Casa - De la noi...

Die sakralen Gebäude des Mittelalters sollen von Impressionen des 21sten Jahrhunderts in ein diffuses Licht getaucht werden. Continue Reading »

No responses yet

Jeder Tag ein Bild – Tägliche Kultur mitten am Rande Europas

Sep 08 2004 Published by under Cultura

Warum niemand mehr im Dorf Marmelade mache, frage ich. Die Holländer mit ihren Lkws voll Hilfsgütern würden ja wieder kommen, antwortet die Nachbarin. Manche waschen gar nicht mehr ihre Wäsche, sondern verbrennen sie, wenn der Haufen groß genug ist. Aer curat şi apă bună – saubere Luft und gutes – hätten sie, sagen Alte wie Junge und schütteln den Kopf, wenn ihnen jemand eine chemische Analyse zeigt, die das Gegenteil behauptet. Wir haben das immer getrunken, uns geht’s gut. Während ein netter Herr mittleren Alters eine Handvoll Düngergranulat neben seine Kartoffel in die Erde legt, versichert er ernsthaft: „100 Prozent biologisch.“

Rumänien, voll widersprüchlicher Bilder. Ich bin nun das dritte hier in einem Dorf Siebenbürgens. Die Gegend ist geschlagen von , vergessen von der Politik, besucht von wenigen – doch grundverschiedenen – Reisenden – und schlägt sich, wie der weite Rest des Landes, mit etlichen Problemen herum. Continue Reading »

No responses yet

« Newer posts Older posts »