Neue Publikation: „Rumäniens Weg in den Schengenraum. Eine Untersuchung des öffentlichen Diskurses der rumänischen Außenpolitik zum verschobenen Schengenbeitritt“

Die Seminararbeit wurde im GRIN-Verlag veröffentlicht und kann u. a. unter dem Link www.grin.com/e-book/170418/rumaeniens-weg-in-den-schengenraum als Buch (12,99 EUR) und (7,99 EUR) erworben werden.

Die vorliegende Seminararbeit möchte eine Antwort darauf finden, wie die rumänische Außenpolitik die Erreichung eines gefährdetes Zieles – den -Beitritt – innerhalb eines krisenhaften Zeitraums zwischen dem Bekanntwerden des gemeinsamen Briefes der Innenministers Hortefeux und de Maiziére im Dezember 2010 und Februar 2011 verfolgte, als der Beitritt des Landes zum -Raum auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Der rumänischen Außenpolitik wurde daraufhin Inkohärenz sowie Mangel an klarer Strategie und Durchset­zungskraft vorgeworfen (vgl. FATI 2009). Anhand des in den Medien nachvollziehbaren Diskurses von Außenminister und Staatspräsident soll dem nachgegangen werden. Methodisch habe ich dabei stichprobenartig auf zumeist online verfügbare Äußerungen der Amtsinhaber, Außenminister Baconschi und Präsident Bãsescu, gestützt. Soweit möglich, habe ich diese im Original zitiert und eine eigene Übersetzung in den Fußnoten beigefügt.

Von Interesse ist hier auch eine Betrachtung der Geschehnisse im Lichte verschiedener Großtheorien Internationaler Beziehungen. Ich werde die Analyse in den entsprechenden Kontext stellen, indem die Interessen Rumäniens einerseits wie auch die deutsch-französischen andererseits herausgearbeitet werden und schließlich die erklärenden Faktoren anhand der entsprechenden Großtheorie(n) reflektiert werden. Soweit es sich ergibt, wird dabei auch auf die erfassten Einstellungen der rumänischen Bevölkerung eingegangen. Abschließend und unter Kenntnis des erlangten Ergebnisses sollen die Vor­gehensweisen bewertet und weitere Handlungshorizonte aufgezeigt werden.

Eine eingehende Bewertung des Schengener Vertragssystems muss angesichts des Um­­fangs einer Seminararbeit unterbleiben. Ich möchte klarstellen, dass der „Schen­­gen-Komplex“ m. E. unter der Vorgabe von einem Raum der Sicherheit, der Freiheit und  des Rechts eine Abschottungsideologie geschaffen hat, deren exklusiver Charakter die weltweiten Folgen von Umverteilungsproblemen zu Sicherheitsproblemen ver­kehrt und aus Migranten kriminelle Täter macht. Ungezählte Menschen ver­lieren für ihr Leben bei dem Versuch, über die von Schengen, IOM und Frontex[1] gesicherten Grenzen nach Europa zu gelangen.[2] Hieraus resultiert meine persönliche Ablehnung des Schengener Ansatzes; dies spielt im hier behandelten Kontext jedoch keine Rolle.

 


[1] IOM – International for Migration (offizielle Website: www.iom.int; IOM Watch: www.no border.org/iom/ und www.kritnet.org). Frontex – Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen (offizielle Website: www.frontex.europa.eu; FrontexWatch: frontex.antira.info)

[2] Siehe u. a. www.tagesschau.de/ausland/lampedusa310.html, Stand: 6.4.2011

[3] Vgl. auch WALTER, Michael: Die Freie Deutsche Jugend. Ihre Funktionen im politischen System der DDR. Freiburg 1997. S. 6

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