Burgüter neuen Typs: Ein Kanon für die Zukunft?

Am 04. Juni 2005 trafen sich auf Einladung der KulturLand , unterstützt von CORONA Berlin – Verein zur Förderung lokaler Initiativen e.V., auf der Kirchenburg zu / Apold bei Schäßburg/ Sighişoara etwa 20 Interessierte, um über neue Ansätze in der Belebung der Kirchen und Kirchenburgen zu diskutieren.

Anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Perspektiven wurde die Thematik vor Augen geführt. Sebastian Bethge (Corona Berlin) und Pfarrer Johannes Halmen berichteten über die entstandene Partnerschaft für die Trappolder Kirchenburg. Angela und Bernd Schumacher schilderten die jüngst vereinbarte Nutzung des Pfarrhauses in Petersdorf (Mediasch). Pfarrerin Hildegard Servatius-Depner beschrieb darüber hinaus die im Mediascher Kirchenbezirk.
Joachim (KulturLand SRL) leitete zur Diskussion über , die wiederholt das Problem undeutlicher Zuständigkeitsbereiche bei der Evangelischen Kirche A.B. thematisierte, aber darüber hinaus auch generelle Schwierigkeiten bei Beratung und kompetenten Fachkräften sah. Für die Evangelische Kirche A.B. scheint die Chance gegeben, mit einer neuen Dynamik bei der Belebung und Verantwortung für die kirchlichen Liegenschaften unterstützt zu werden. Am Nachmittag beschäftigte sich eine zweite Diskussionsrunde mit der Idee einer zu schaffenden Koordinationsstelle, wo bei ausführlich über Kircheneigentum als Gemeinschaftseigentum debattiert wurde.
Die Aufgaben einer möglichen Koordinationsstelle wurden folgendermaßen charakterisiert:

  1. Ansprechpartnerin für Bau & Restauration
  2. Vermittlerin zwischen Evangelischer Kirche A.B. und Nutzern
  3. Konzeption- und Öffentlichkeitsarbeit im nachhaltigen Sinn

Für Partnerschaftsverträge zwischen der Evangelischen Kirche und Nutzern sollte ein Leitfaden entwickelt werden. So das Ziel „Belebung kirchlicher Liegenschaften“ heißt, handelt es sich nicht um reine Miet- oder Pachtverhältnisse, sondern um eine beiderseitige Verpflichtung mit Verantwortung und Rechten.
Tenor der Veranstaltung war, einen allgemeingültigen Rahmenvertrag zu schaffen, welcher der Zerstückelung und Auflösung des kirchlichen Gemeinschaftseigentums Einhalt gebietet. Für die Belebung der Liegenschaften sollen vor allem Menschen aus dem In- und Ausland gewonnen werden, die Initiativen auf sozialer, wirtschaftlicher, denkmalpflegerischer und kultureller Ebene ergreifen.
TeilnehmerInnen der Veranstaltung werden im Gespräch mit der Evangelischen Kirche, engagierten Institutionen und Privatpersonen Richtlinien für den Partnerschaftsvertrag erarbeiten, die Zuständigkeiten einer notwendigen, unabhängigen Koordinations- bzw. Leitstelle klären, möglichst alle betreffenden Initiativen einbeziehen und in naher einen Runden Tisch lancieren.

TeilnehmerInnen waren: Pfr. Johannes Halmen, Schäßburg – Pfr. Dietmar Schmidtmann, Michelsberg – Pfr. Gerhard Servatius-Depner, Mediasch – Pfrn. Hildegard Servatius-Depner, Mediasch – Sebastian Bethge, Trappold – Joachim Cotaru, Holzmengen – Peter Jacobi, Wurmberg – Tobias Schramm, Eberswalde – Angela u. Bernd Schumacher, Hermannstadt/ Petersdorf – Henriette Lemnitz, Holzmengen/ Berlin – Dagmar Mazur, Hermannstadt – Sebastian Szaktilla, Hermannstadt

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